Es war Zeit, nach der längst überholten Generation X einen Blick auf die Bedürfnisse, das Konsumverhalten sowie die Spezies der nachfolgenden Jugend zu werfen. Statt der Generation Y spricht die aktuelle Jugendforschung von der Generation @. Mit Recht, wie ich denke: Niemals zuvor waren Menschen derartig involviert, immersiert und beeinflusst von interaktiven Medien sowie Massenmedien. Der Autor gibt einen erstaunlich umfassenden Überblick über dieses Themengebiet. Nicht ausschließlich Aspekte des Internet werden behandelt, sondern auch das Fernsehen mit all seinen für die Jugendkultur relevanten Genres. Er geht dabei sowohl auf den Probleme des Datenschutzes ein, als auch auf psychosoziale Folgen der zunehmenden Mediatisierung, die "TV-Verflachungsspirale" oder auch die Selbstinszenierung in interaktiven Kommunikationsforen. Spannend auch der eher subjektive Ausblick auf das neue Jahrtausend. Auffällig sind die zahlreichen, höchst aktuellen Statistiken, die zwar z.T. wenig differenziert, aber gut handhabbar sind.
Als Einstieg in das Thema eignet sich dieses Werk m.E. sehr gut. Wer tiefere Erkenntnisse sucht, dem sei der gut sortierte Literaturanhang empfohlen.