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Generation Golf
 
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Generation Golf [Gebundene Ausgabe]

Florian Illies
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 224 Seiten
  • Verlag: Argon Verlag; Auflage: 11. Auflage (2000)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3870245123
  • ISBN-13: 978-3870245122
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,4 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (238 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 81.573 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Florian Illies
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Herrjeh, die Achtziger. Junior-Hefte, Nino de Angelos "Jenseits von Eden", der Sieg von VHS über Video 2000, die nervös piepsende Windrose am Ende der Tagesschau. Der FAZ-Nachwuchsfeuilletonist Florian Illies, 28, plaudert aus dem Scout-Schulranzen über die Urszenen seiner Menschwerdung als Stilkritiker. Und siehe da: Es wurde eine üppige Enzyklopädie der Marken und Moden der letzten 30 Jahre.

Immerhin markieren die 80er Jahre den besseren Teil dieses materialistischen Poesialbums. Respekt vor der schieren Menge an Souvenirs, die Illies kurzweilig aneinander reiht. Doch das Urteil fällt ungnädig aus. Es war "unser Lehrer" Harald Schmidt, der uns zeigte, wie "träge und abgeschlafft" das alles war -- so langweilig, dass selbst "junge Frauen nicht merkten, dass sie die ganze Zeit ihre Hand in grünem Palmolive-Spülmittel badeten".

Zum Glück kamen danach gleich die Neunziger! Nun sind wir Zeitungsredakteure oder Start-up-Unternehmer, wir, "die erste wirkliche Scheidungskindergeneration". Wir sind "ewig infantil", aber wir nehmen es in Kauf. Fragt uns einer beim Börsengespräch überraschend nach inneren Werten, dann sagen wir: In der Tat, diese Aktie hat noch verborgenes Potential.

In solchen mitunter altbackenen Pointen erschöpft sich der Reiz dieses Buchs. Florian Illies ist als Chronist souverän, aber originell ist das alles nicht. Seine Inspektion ist eine flockig geschäumte Ergebnisrevue des endlos dröhnenden Generationsgeredes und der bundesrepublikanischen Trendforschung. Die Jugend ist markenhörig, gähn! Bitte, junges Deutschland, schreib darüber keine Bücher mehr. Dann doch lieber über unseren "merkwürdigen Hang zur Retrospektive". Denn manche von uns, bemerkt Redakteur Illies in eigener Sache zum Schluss, "schreiben schon mit 28 Jahren ein Buch über ihre eigene Kindheit, im eitlen Glauben, daran lasse sich die Geschichte einer ganzen Generation erzählen". --Nikolaus Stemmer

Amazon.de-Hörbuchrezension

Herrjeh, die Achtziger. Junior-Hefte, Nino de Angelos Jenseits von Eden, der Sieg von VHS über Video 2000, die nervös piepsende Windrose am Ende der Tagesschau. Der FAZ-Nachwuchsfeuilletonist Florian Illies, 28, plaudert aus dem Scout-Schulranzen über die Urszenen seiner Menschwerdung als Stilkritiker. Und siehe da: Es wurde eine üppige Enzyklopädie der Marken und Moden der letzten 30 Jahre.

Immerhin markieren die 80er-Jahre den besseren Teil dieses materialistischen Poesialbums. Respekt vor der schieren Menge an Souvenirs, die Illies kurzweilig aneinander reiht. Doch das Urteil fällt ungnädig aus. Es war unser Lehrer "Harald Schmidt, der uns zeigte, wie träge und abgeschlafft" das alles war ­- so langweilig, dass selbst "junge Frauen nicht merkten, dass sie die ganze Zeit ihre Hand in grünem Palmolive-Spülmittel badeten". Zum Glück kamen danach gleich die Neunziger! Nun sind wir Zeitungsredakteure oder Start-up-Unternehmer, wir, die erste wirkliche Scheidungskindergeneration. "Wir sind ewig infantil", aber wir nehmen es in Kauf. Fragt uns einer beim Börsengespräch überraschend nach inneren Werten, dann sagen wir: In der Tat, diese Aktie hat noch verborgenes Potenzial.

In solchen mitunter altbackenen Pointen erschöpft sich der Reiz dieses Buchs. Florian Illies ist als Chronist souverän, aber originell ist das alles nicht. Seine "Inspektion" ist eine flockig geschäumte Ergebnisrevue des endlos dröhnenden Generationsgeredes und der bundesrepublikanischen Trendforschung. Die Jugend ist markenhörig, gähn! Bitte, junges Deutschland, schreib darüber keine Bücher mehr. Dann doch lieber über unseren merkwürdigen Hang zur Retrospektive". Denn manche von uns, bemerkt Redakteur Illies in eigener Sache zum Schluss, "schreiben schon mit 28 Jahren ein Buch über ihre eigene Kindheit, im eitlen Glauben, daran sich die Geschichte einer ganzen Generation erzählen". Die Hörversion von Generation Golf ist ein Livemitschnitt aus einer Lesung von Florian Illies. Dabei ist die gewisse Selbstironie, die man im Buch nur vermuten kann, deutlich zu hören. Die Spieldauer der CD beträgt 58 Minuten. --Nikolaus Stemmer -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.


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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen Ein Vergangenheitshoroskop, 13. September 2002
Von 
Thomas Kerstens - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Dieses Buch las sich am Anfang wie ein Horoskop: Wie bei einem solchen traf einiges tatsächlich zu, vieles war aber auch Sache der subjektiven Interpretation. Wie auch immer; es machte Spaß und war unterhaltsam ohne jedoch tiefsinnig zu sein. Je weiter sich Illies aber von der Jugend bis zur heutigen Gegenwart bewegte, desto weniger konnte ich mich in seinem Bild unserer Generation (genau, ich gehöre dazu) wiedererkennen. Wie schon im richtigen Leben, so war es dann auch im Buch. Als Kind hatte man noch richtig Spaß, als Erwachsener findet man vor lauter Schranken seinen Weg nicht. Illies hat vor lauter Absicht, ein möglichst breites Themenspektrum abzugrasen, leider sein geplantes Ziel verpaßt.
Ich habe schon ein Problem mit dem Begriff Generation X, aber Generation Golf paßt mir nun gar nicht. Das schlimme ist: trotzdem fahre ich einen. Am meisten nervte der lehrerhafte Ton im letzten Drittel des Buches und die zunehmenden Pauschalisierungen mit denen dann auch der letzte Wiedererkennungswert verloren ging. Vielleicht sollte dies auch nicht so sein, jedenfalls bin ich Individualist und nicht angehöriger des Golf-Kollektivs. Schade das Florian Illies den Humor und die "Trefferquote" des wirklich guten Anfangs nicht über das ganze Buch retten konnte.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen Alles Lüge!, 27. April 2010
Mit Baujahr '72 sollte ich eigentlich genau zur Zielgruppe gehören. Thematisch wäre das ja auch der Fall, aber...

Der Autor hat offensichtlich nicht in den 80ern gelebt, denn sehr viel ist einfach falsch. ein paar Beispiele:

- Bei Wetten dass....? wurde kein Gabelstapler auf Biergläser gesetzt sondern ein LKW.

- Die Barbour-Jacken wurden erst gegen Mitte der 90er getragen

- Ich kenne keine Adidas Allround in rot oder schwarz, unsere waren damals alle weiß mit schwarzen Streifen

- Schnürsenkel nicht geschnürt... das ging damals überhaupt nicht, da die so lang waren, dass man sie zweimal um die Knöchel gedreht hatte.

- Scout-Ranzen: Es gab mehr Fraben als rot, blau und gelb....insbesondere grün: das Modell Ranger, wurde von Jungen getragen.

- nach den Ranzen kamen nicht sofort die Rucksäcke sondern erst noch die Adidas-Sporttasche, die man lässig über die Schulter hängte

- Schlümpfe waren nichtmals gefühlt geschlechtsneutral.... was ist mit Schlumpfiene? Vergessen?

- Play Big starb nicht aus, weil sie im gegensatz zu Playmobil Astronauten hatten und Playmobil altbacken war. Es war genau umgekehrt: Ich hatte eine Raumstation und Raumschiffe von Playmobil. Play Big kam irgendwie über die Wikinger und Bürgerkriegssoldaten nicht wirklich raus.

Ich habe dann mit dem Lesen irgendwann aufgehört, da der Autor offensichtlich keine Ahnung von den 80ern hat. Wie hier auch in anderen Kritiken zu lesen ist, gibt es noch reichlich Beispiele für Dinge, die einfach gelogen sind.
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21 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen 50% unglaublich gut!, 28. September 2001
Als ich die ersten zwanzig Seiten des Buches las, war ich hellauf begeistert, meine Vergangnheit so exakt beschrieben zu finden.

Leider lässt diese Begeisterung mit steigender Seitenzahl zunehmend nach. Der Witz des Autors scheint sich ungefähr auf die erste Hälfe der Kapitel zu verteilen, die nächsten 50% wirken dann irgendwie, als hätte der Autor eine bestimmte Seitenzahl errreichen MÜSSEN. Einzig das IKEA-Kapitel ist nochmal wirklich GUT!

Alles in allem seinen Preis aber auf jeden Fall wert, und ein guter Anlass mit gleichaltrigen Leuten mal wieder herzhaft über die eigene Vergangenheit zu lachen!

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