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Generation X. Geschichten für eine immer schneller werdende Kultur.
 
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Generation X. Geschichten für eine immer schneller werdende Kultur. [Taschenbuch]

Douglas Coupland , Harald Riemann
4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (28 Kundenrezensionen)

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Broschiert --  
Taschenbuch, 14. Januar 2004 --  
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 255 Seiten
  • Verlag: Goldmann (14. Januar 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442414199
  • ISBN-13: 978-3351022600
  • Größe und/oder Gewicht: 23,2 x 16,4 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (28 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 62.068 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Ein aufsehenerregender Roman über die "erste amerikanische Absteigergeneration". "... diese ironische Aufarbeitung düsterer Realität ist zu einem Kultbuch mit überraschend hoher Auflage in den USA geworden ... Kritiker loben die Geschichte über junge Erwachsene, die ihr 'kleines Leben an der Peripherie leben', als 'definitiven Roman über die verlorene Generation der neunziger Jahre', über 'jene Leute mit zu vielen Fernsehern und zuwenig Arbeit'." (Der Spiegel)

Autorenportrait

Douglas Coupland wurde 1961 auf einem kanadischen NATO-Stützpunkt in Deutschland geboren. Er studierte Bildhauerei in Kanada, Japan und Italien. Heute lebt er in Vancouver, Kanada. Sein Debütroman "Generation X" wurde zum Kultbuch in den USA und Europa.

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21 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Gar nichts ist vorbei, 29. September 2003
Rezension bezieht sich auf: Generation X. Geschichten für eine immer schneller werdende Kultur. (Taschenbuch)
Eigentlich sollte man meinen, das sei vorbei. Diese verfilzten depressiven Nirvana-Figuren, denen nichts mehr zuwider war als Erfolg. Coupland hat sein Ding 1994 abgeliefert, fast zehn Jahre sind das her, und die Sache ist längst durch oder? Ist sie nicht, nimmt erstaunt der wirtschaftkrisengeschüttelte Teutone wahr. Florian Illies, selbst ernannter Chronist der zwischen 1965 und 1975 Geborenen, beschreibt seine Generation als "gescheitertes Startup-Unternehmen" und gibt damit anno 2003 exakt die Geisteshaltung wieder, die Coupland zehn Jahre vorgelegt hat. Was Illies mit "Generation Golf 2" schreibt, ist im Grunde genommen nichts anderes als Deutsch-Grunge. Saturierter, konsumdepressiver, sinnsuchender Deutsch-Grunge. Wenn auch ohne Sound. Und obwohl Coupland Kanadier ist und kein Ami. Damit ist schon allerhand gesagt über das Buch - aber zugegeben noch wenig Substanzielles. Beispielsweise finde ich es erwähnenswert, dass man "Generation X" auf mehrere Arten lesen kann: Brav an der Rahmenhandlung entlang (X-erfolgreicher Marketing-Manager kotzt seinem Chef auf den Tisch und fristet sein Dasein fortan befreit aber ärmlich mit McJobs am Rande des Existenz-Minimums): "Ich war davon überzeugt, das alle Leute, mit denen ich jemals zur Schule gegangen war, großartige Dinge im Leben vollbrachten - nur ich nicht". Oder als Sammlung bemerkenswerter Randbemerkungen im Pop-Art-Stil: "Lessness: Eine Philosophie, in der man durch den Abbau seiner Erwartungen in bezug auf materiellen Wohlstand wieder mit sich in Einklang gerät. "Ich habe es aufgegeben einen finanziellen Volltreffer zu landern oder ein hohes Tier zu werden. Ich möchte bloß glücklich sein und vielleicht ein kleines Straßencafe in Idaho aufmachen." Zehn Jahre nach seinem Erscheinen wieder aktuell. Genau hier vor der Haustür. Katerstimmung. Kein Bock auf eine immer schneller werdende Kultur.
"Generation X" muss man schon mit der richtigen Geisteshaltung lesen. Wer keinen Pop-Stil verträgt, soll es lassen. Wer sich mit Klischees schwer tut, soll es lassen. Wer sich damit schwer tut, dass der Begriff "Generation X" schon lange nicht mehr oben steht auf Trend-Opa Horxens Liste, soll es lassen. Der Rest wird sich allerdings schwer amüsieren, und heute erst recht wieder. Schnell kaufen und lesen, bevor es wieder steil aufwärts geht in diesem unsrem Land!
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18 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Leicht in die Tiefe, 24. August 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Generation X. Geschichten für eine immer schneller werdende Kultur. (Taschenbuch)
Douglas Couplands „Generation X" Das „X" ist längst vermarktet auf T-Shirts, Hosen, Comics und Rucksäcken. Die Medien sprechen von „Zielgruppe X" und „Mister X". Nur „Schöpfer Douglas Coupland...kann...die Buchstaben X und Y nicht mehr hören". Pressemeldungen zufolge kämpft er „mit dem Mut der Verzweiflung" gegen die gnadenlose Vermarktung an. So kann es jemandem gehen, der einen Generationen-Bestseller, „mehr als ein Kultbuch" geschrieben hat. „Generation X" und den nachfolgenden „Shampoo Planet" finde ich einfach grandios. Coupland bringt einem das Lebensgefühl von Jugendlichen nah, als wohnte man auch beim Silicon Valley, gleich nebenan im vierten Bungalow neben Andy, Claire und Dag. Nur wenn Dag ein Glas mit Plutonium aus dem nahen Atomtestgebiet auf den Boden fallen läßt, wünscht man sich wieder etwas Distanz. Aber da ist Leben, da ist Jugend. Mit „Gib es auf, die Vergangenheit zu recyceln" kehren Andy, Claire und Dag psychoanalytisch-orientierten Gruppen den Rücken. Stattdessen erzählen sie sich jeden Tag erfundene „Gute-Nacht-Geschichten" mit der einzigen Regel, daß sie „einander..nicht unterbrechen und am Ende nicht kritisieren dürfen". Auf diese Weise entstehen amüsante, eklige, gruselige und poetische Geschichten.

Die Generation X fragt sich, „Warum sollen wir arbeiten? Nur um noch mehr Kram zu kaufen? Das kann doch nicht alles sein.", besteht „der einzige Grund", warum wir arbeiten, darin, „daß wir entsetzt darüber wären, was passieren würde, wenn wir es nicht täten"? Dag erfuhr schon früh, daß er „in dieser Welt einfach nicht berühmt werden" kann, „es sei denn, eine Menge anderer Leute verdienten viel Geld dabei.". In dieser Phase, „Ausgehungert nach Zuneigung und verstört vor Verlassenheit", fragte er sich, „ob Sex wirklich nur eine Entschuldigung dafür war, anderen Menschen einmal tief in die Augen sehen zu können." Aber auch Claire blickt auf eine schwierige Kindheit mit vielen Krankenhausaufenthalten zurück:„Bis heute spreche ich lieber mit gebrechlichen Leuten; sie sind intakter". Der Ich-Erzähler Andy kommt Coupland am nächsten. Er studiert Sprachen, spricht fließend Japanisch und ist der Besonnene im Trio. In einer der schönsten Passagen berichtet Dan von einem Studienaufenthalt in Japan, wo ihm ein hoher Wirtschaftsboß seinen wichtigsten Besitz, „das wertvollste Ding" präsentiert. Wahnsinn! Die Generation X will ihr Leben selbst bestimmen, ob im Glück oder im Unglück, das ist am wichtigsten. Und so wehleidig manche Eltern dies auch betrachten mögen, es tut erfrischend gut. Andy, Claire und Dag machen ihren Job. Sie haben keine wohlhabenden TV-Eltern und müssen sich ihren Platz im Leben hart erstreiten. (Randnotiz:„Die Erkenntnis, ein besserer Mensch gewesen zu sein, als man weniger Geld besaß.") Vor allem aber denken sie darüber nach, was sie tun und leben. Coupland und seine drei Hauptakteure wollen das Leben nicht nur leben und erfahren. Sie wollen es begreifen grad so, wie man auch andere Dinge erkennt und versteht. Untergründig suchen sie überall nach dem Sinn des Lebens. Wie ist es eigentlich beschaffen? „Nichts wirklich Gutes und nichts wirklich Schlechtes dauert je allzulange an." Was aber in den Geschichten der Generation X bis zum Schluß anhält, ist der Schwung, die Leichtigkeit in der Tiefe. Gleich zu Anfang fiel mir Jack Kerouacs „Unterwegs" ein, aber Couplands Humor, „mir... taten die Lächelmuskeln weh", ist feinsinniger, sein Blick geht weiter (wie die Zeit seit Kerouac auch weitergegangen ist). Zwei Beispiele: Dag entwickelt eine Methode, die rassistischen Witze seines Chefs zu „killen", indem er „mit einem lauten Lachen herausplatzt", bevor es zur Pointe kommt. Natürlich wird der Chef rasend vor Wut. Und Dags Problem, „sich zu erinnern, ob eine Berühmtheit tot ist oder nicht" und ihm dann klar wird, „daß es keine Rolle spielt".

Die statistischen „Zahlen" auf den letzten fünf Seiten des Buches sind nicht zu unterschätzen und eine Fundgrube für alle MitarbeiterInnen in der jugendpolitischen Bildung. Aber vielleicht ist ja auch nur das „X" nach Europa gekommen und alle anderen Phänomene bleiben auf der anderen Seite des Atlantiks... Wer mehr über die amerikanische, deutsche, englische und russische Jugend von heute oder die Generation X erfahren möchte, der lese nach „Generation X" das SPIEGEL-special vom November 1994 „Die Eigensinnigen". Darin auch Douglas Couplands „Sieben Tage im Leben junger Programmierer" über „die erste Microsoft-Generation... - die ersten Menschen, die die Welt ohne MS-DOS nicht mehr kennengelernt haben. Die Zeit bleibt eben nicht stehen". Wen wundert, daß Coupland sich in seinem dritten Buch „Life After God" auf der „Suche nach dem Wesentlichen" in Tierseelen einfühlt und die Welt ständig aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten sucht. Douglas Coupland ringt mit der Welt. Hoffentlich noch lange, damit wir noch viel von ihm haben und - lernen.

„Sie legte sich auf die Erde und dachte darüber nach, also legte ich mich hin. Die Sonne war heiß und gut. Ich konnte nur den Himmel sehen und ihre Worte hören. Sie überraschte mich. Sie sagte, wir trügen als Menschen die Last, jedes Tier der Welt in einer Gattung sehen zu müssen."

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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Here we are now, entertain us, I feel stupid..., 22. März 2004
Von 
junior-soprano "Powderfinger" (Hannover) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Generation X. Geschichten für eine immer schneller werdende Kultur. (Taschenbuch)
Die Bezeichnung „Generation X" wird immer wieder gerne gebraucht, das weckt große Erwartungen auf das gleichnamige Buch. Und wer zu große Erwartungen hat, wird oftmals enttäuscht. So ist es auch in diesem Fall! Der Roman ist gar nicht schlecht, aber er ist eben auch keine wirkliche Sensation. Die eigentliche Geschichte ist dabei nicht mal das Besondere, wenngleich sie zeigt, daß Douglas Coupland ein sehr guter Autor ist. Die Geschichte von den desillusionierten Wohlstandskindern, deren größte Angst, die Angst vor der Bedeutungslosigkeit ist, wird mit Witz und originellen Ideen erzählt.
Das wirklich Bemerkenswerte sind die Kapitelüberschriften („Mit 30 gestorben, mit 70 begraben", „Abenteuer ohne Risiko ist Disneyland" usw.). Noch besser sind die sozialwissenschaftlichen Fachbegriffe, die in kleinen Boxen, die sich durch das ganze Buch ziehen, erläutert werden. Es ist ein komisches Gefühl, sich selbst in einer dieser Boxen wiederzufinden. Auch wenn man etwas älter oder jünger als die Generation X ist, also irgendwo zwischen 1960 und 1990 geboren wurde, wird man viel von sich selbst in diesem Roman finden.

Wer „Generation X" gerne gelesen hat, dem seien die Bücher von Naomi Klein (Wirtschaftsjournalismus) und Chuck Palahniuk (Satiren) empfohlen!

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