Ist es nicht besser eine Sache gut zu können, als alles mittelmäßig? Das ist nur eine These, die der junge, dynamische Endzwanziger Claudio auf der Suche nach finanzieller Beständigkeit aufstellt.
Claudio hat sein Studium abgeschlossen und fristet sein Dasein in einer Marketingfirma als Depp der Nation. Sprich, er hat genauso viel Arbeit wie seine Kollegen, ist aber nur befristet angestellt und verdient 1000 Euro. Dass er da die kleinste Ausgabe abwägen muss und seine anspruchsvolle Hin-und-Wieder-Freundin ihm das Leben schwer macht, sind nur zwei Ausschnitte aus Claudios Leben.
Spritzig und jung schreiben die Autoren über das Leben der 1000 Euro Generation in Mailand, die auch bei uns zu finden ist. Sie prangern die Vetternwirtschaft", unbezahltes Praktikantendasein, befristete Arbeitsverhältnisse und unterbezahlte Tätigkeiten im Allgemeinen an. Dies gelingt ihnen mit solch einer erfrischenden Ehrlichkeit, dass ich diese Lektüre jedem Arbeitgeber wärmstens empfehlen würde. Ein authentisches, dünnes Büchlein, dass ich an einem Tag ausgelesen habe.