Der 2. Band "Der Schatz der Perseiden" von Jürgen Heinzerling, ebenfalls im vgs - Verlag erschienen, erzählt auf 180 Seiten alles, was in der 45 Minuten langen Episode "Das Tagebuch des Hasturi" (Fear and Loathing in the Milky Way) geschieht.
Seamus Harper und Trance Gemini werden auf einer Raumstation von ihrem ehemaligem Arbeitgeber Gerentex überrascht und von ihm gezwungen, das sogenannte "Tagebuch des Hasturi zu finden". Hasturi war der verrückte Perseid und hat als einzigster das ehemalige Zentrum des Commonwealth, Tarn-Vedra, wiedergefunden. Gerentex will dieses Buch um die Schätze Tarn- Vedras zu bekommen und damit für seine Rasse eine Heimat finden. Doch Gerentex wird von einem brutalen Kopfgeldjäger verfolgt, der das Trio in Gefahr bringt. Dylan und Beka müssen sich inzwischen mit oppositionellen Perseiden rumschlagen.
Im Gegensatz zu Band 1 "Gefangen im Schwarzen Loch" ist "Der Schatz des Perseiden" ein unterhaltendes Buch für jedermann. Diesmal sind nur weniger wichtige, unlogische Zusammenhänge drin, z.B. ein Harper der besser als ein Nightsider hören kann und eine Raumstation, die tatsächlich Magog - Toiletten besitzt. Es ist unlogisch, dass sich die zerstörerischen Magog (Mehrzahl hat übrigens kein "s", wie im Buch geschrieben") friedlich auf einer Station herumtreiben und dann auch noch Toiletten benutzen.
Dies sind aber nur kleine, negative Teile. Um die positiven Teile des Buches zu beschreiben, braucht man wesentlich länger. Gleich anfangs fällt einem schon auf, dass jedes neue Kapitel mit Harpers komischen "Slipmails", oder Trances Tagebucheinträgen beginnt. In den "Slipmails" schreibt Harper mit seinem ausgefallenen Humor Nachrichten an Foren und Sparky-Cola, von denen er pro Buch zig Dosen leert.
Das man 45 Minuten nicht auf 180 Seiten strecken kann, ohne dass es langweilig wird, ist klar. Deswegen gibt es im Buch noch tolle, erfundene extra Szenen, die in der TV-Episode nicht vorkommen. Und diese Szenen sind meist komödiantischer Natur und spielen sich zwischen Harper und Trance ab. Der Prolog, in dem Hasturi stirbt gibt uns schon einen spannenden Einstieg in die Geschichte. Auf mehreren Seiten gewährt uns Jürgen Heinzerling auch einen Einblick in Harpers traurige Vergangenheit auf der Erde, das absolute Highlight des Buches, und gibt uns somit auch einen tieferen Blick in Harpers Psyche.
Insgesamt ist das Buch aber sehr lustig und unterhaltsam geschrieben. Selbst wenn man die Folge schon kennt, ist das Buch absolut lesenswert und sollte niemandem entgehen. Hoffen wir, dass vgs auch in Zukunft weitere Andromeda Bücher dieser Art veröffentlicht. Der Autor Jürgen Heinzerling hat sich auch hervorragend mit der Serie auseinandergesetzt und innerhalb vier Wochen ein tolles Werk an den Tag gelegt.