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Gene, Meme und Gehirne: Geist und Gesellschaft als Natur. Eine Debatte (suhrkamp taschenbuch wissenschaft)
 
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Gene, Meme und Gehirne: Geist und Gesellschaft als Natur. Eine Debatte (suhrkamp taschenbuch wissenschaft) [Taschenbuch]

A. Becker , C. Mehr , H.H. Nau , G. Reuter , D. Stegmüller
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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Produktinformation


Produktbeschreibungen

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Soziale Evolution per Nachahmung Gabriel Tarde und die «Memetik» Sigmund Freud hielt Charles Darwins Hinweis auf unsere weitere Verwandtschaft im Tierreich für eine der ganz grossen Demütigungen der Menschheit – nicht ahnend, dass die Evolutionstheorie in ihrer weiteren Entwicklung weit Demütigenderes bereithalten sollte. Darwin liess uns nämlich wenigstens noch im Glauben, dass es beim berüchtigten «survival of the fittest» letztlich um uns geht, also um das Überleben der Art von Lebewesen, die wir sind. Dies hat sich mit der Genetik gründlich geändert. Die Akteure im evolutionären Drama sind die Gene; wir hingegen sind bloss Staffage, die mehr oder weniger raffinierte Verpackung, in welche sich die DNA verzogen hat, die «Vehikel» bzw. «Überlebensmaschinen» der Gene. Die moderne Version der Evolutionsgeschichte wird aus der «gene's eye perspective» erzählt. Durch diesen Perspektivenwechsel scheint gleichzeitig das Soziale und Kulturelle vollends aus dem evolutionstheoretischen Blickfeld zu rücken. Dass jenseits der Analyse von einigen elementaren Verhaltensdispositionen in der Genetik relativ wenig für das Verständnis von Gesellschaft und Kultur zu gewinnen ist, spricht schon daraus, dass sich das menschliche Genom und die menschliche Gesellschaft bzw. Kultur in ganz unterschiedlichen Tempi entwickeln. Gesellschaft und Kultur haben sich in den letzten zweihundert Jahren vielerorts ganz grundlegend gewandelt; in genetischer Hinsicht dürfte in dieser Zeitspanne hingegen vergleichsweise wenig passiert sein. Dawkins und andere Vor etwas mehr als fünfundzwanzig Jahren hat der Oxforder Zoologe Richard Dawkins einen evolutionären Ansatz für die Sozial- und Kulturwissenschaften angedeutet, den dieser Einwand nicht trifft, weil er Gen und Gesellschaft nicht im Stile der Soziobiologie kurzschliesst. Behauptet wird hier (unter Protest von Evolutionstheoretikern wie Stephen Jay Gould), dass es neben der Evolution der Gene eine zweite, eine schnellere und unabhängig von den Genen laufende Evolution gebe: eine «kulturelle Evolution». Susan Blackmore stellt dieselbige unter dem Titel «Evolution und Meme» kurz und bündig vor (der Aufsatz findet sich in dem Sammelband «Gene, Meme und Gehirne»). «Meme» sind etwas grundsätzlich anderes als Gene, sollen sich aber nach demselben Schema deuten lassen. Auch für die Meme gilt der evolutionstheoretische Dreitakt von Replikation, Variation und Selektion. Meme vermehren sich, anders als Gene, nicht über biologische Vererbung, sondern über Imitation. Wann immer jemand etwas per Imitation von jemand anderem übernimmt – typischerweise sind dies Dinge wie Wörter und Wendungen, Techniken zur Lebensbewältigung, Moden und Melodien –, wird ein Mem repliziert. Der genetischen Mutation entsprechen dabei die Abwandlungen oder Neukombinationen von Memen, wie sie im Prozess der Imitation unweigerlich geschehen. Und schliesslich findet sich auch so etwas wie Selektion im Reich der Meme. Meme stehen nämlich in Konkurrenz zueinander. Sie brauchen, so die Memetiker, zur Replikation den menschlichen Geist – bekanntlich eine knappe Ressource. Hier gilt das Prinzip des «survival of the fittest» – nur wenige der vielen kursierenden Geschichten und Anekdoten bringen es schliesslich zum Grossstadtmythos. Der evolutionstheoretische Perspektivenwechsel wiederholt sich hier in einer «meme's eye perspective» auf die Kultur. Die Akteure seien die Meme – wir, ihre vermeintlichen «Autoren», bloss deren Vehikel. «A scholar ist just a library's way of making another library», meint der Philosoph Daniel Dennett (auch von ihm findet sich ein Aufsatz im genannten Sammelband). Irreführende Analogie Klärungsbedürftig bleibt indes, was Meme überhaupt sind: Was ist es genau, was da repliziert, variiert und selektioniert wird, wenn Menschen etwa Geschichten wie jene von der Spinne in der Yucca-Palme weitererzählen? Offensichtlich geht es nicht um die reine Lautfolge oder dergleichen. Denn beim Eintritt in einen Sprachraum mag eine Geschichte von der Lautfolge her plötzlich ganz anders klingen – trotzdem ist es dasselbe Mem, das sich hier repliziert, so wie das Mem ja auch beim Übergang von gesprochener Sprache in Schrift identisch bleibt. In der Memetik scheint es daher nicht um die Verbreitung von bestimmten Lautfolgen, von Lichtwellenmustern oder anderen «natürlichen Fakten» bzw. rein materiellen Erscheinungen zu gehen. Es geht vielmehr um deren Bedeutung. Daraus erwächst aber ein Einwand, der sich gegen die Orientierung der Memetiker am Vorbild der Genetik richtet. Denn die Bedeutung unserer Kulturerscheinungen verhält sich grundsätzlich anders zu uns, als es unsere Gene tun. Während wir für die Gene tatsächlich bloss so etwas wie die Verpackung sein mögen, existieren die Meme prinzipiell nur in der «subjektiven Perspektive». Bedeutung ist immer Bedeutung für jemanden. Nur im Rahmen bestimmter Konventionen bzw. geistiger Lebensformen haben bestimmte Tintenkleckse und bestimmte Lautfolgen überhaupt die Bedeutung, die sie zu Worten und Sätzen macht. Wer von Memen spricht, kann deshalb nie von denen absehen, für welche diese Meme die Bedeutung haben, welche sie erst zu Memen macht. Eine «objektive» Analyse des Mems, welche vom gegenwärtigen «Vehikel», nämlich uns, abstrahiert – ein memetisches Äquivalent für das Modell des molekularen Aufbaus der DNA sozusagen –, kann es deshalb nicht geben. Im Fall des Mems sind wir nicht blosse «survival machines». Die kulturelle Evolution ist deshalb nicht über den Leisten der biologischen Evolution zu schlagen. Hypnotisierte Hypnotiseure Was bleibt, wenn man die Theorie der Meme von der unglücklichen Orientierung an der Genetik löst? Vor mehr als hundertzehn Jahren, nämlich 1890, erschien das Hauptwerk des französischen Soziologen und Kriminologen Gabriel Tarde, «Die Gesetze der Nachahmung». Es liegt nun erstmals in deutscher Übersetzung vor. Tarde – er schrieb sich als Autor seines Hauptwerks ohne «de», was ihm der Suhrkamp-Verlag nicht hat zugestehen wollen – entwickelt eine Theorie der «Evolution durch Imitation», die zur heutigen Memetik eine Alternative bildet. Unübersehbar sind die Parallelen. Vererbung und Imitation sind für Tarde zwei Formen der «universellen Wiederholung»: Die Imitation ist im Sozialen das, was in der Biologie die Vererbung ist. Zugleich präsentiert Tarde eine einleuchtende Antwort auf die Frage, wie sich denn die Einheiten der Nachahmungen zu unserer subjektiven Perspektive verhalten. Es sind nämlich nach Tarde nicht bloss irgendwelche Symbole bzw. Symbolkomplexe und Praktiken, die sich per Imitation verbreiten. Tarde gräbt tiefer: Gegenstand der Nachahmung sind letztlich unsere Meinungen und Absichten bzw. Wünsche selbst. Die «meme's eye view», so könnte man sagen, fällt mit «unserer» Perspektive zusammen. Dadurch wird Tarde der Tatsache gerecht, dass es bei der «Evolution per Nachahmung» immer direkt auch um «uns» geht – ohne dabei aber beim Subjekt als «Autor» des Kulturellen zu enden. Die Menschen sind nach Tarde – im Normalfall – keineswegs die «Schöpfer» und «Quellen» ihrer Gedanken und Wünsche. Tarde schildert den sozialen Menschen als «Hypnotisierten» bzw. «Magnetisierten», welcher glaubt und wünscht, was auch immer man ihm suggeriert – diese suggerierten Wünsche und Meinungen dabei aber wie selbstverständlich für seine höchsteigenen hält. Nur dadurch, dass wir vom Phänomen der Nachahmung absehen, können wir uns als Herren im Hause unserer Meinungen und Wünsche fühlen. An diese These knüpft sich bei Tarde auch eine Art Aufklärungskritik. Die modernen Menschen glauben, dem «dogmatischen Schlummer» der Hörigkeit entkommen zu sein und die Einsicht an die Stelle des blinden, fremdgesteuerten Gehorsams gesetzt zu haben. Dabei ist in den modernen, demokratischen Gesellschaften bloss der Traum komplizierter geworden, in dem wir alle hängen. Statt uns wie einst einseitig von Autoritäten, den grossen Führerfiguren, hypnotisieren zu lassen, hypnotisieren wir uns jetzt wechselseitig. Nur ein äusseres Anzeichen dafür ist es, wenn das Diktat der Mode an die Stelle der Herrschaft der Tradition getreten ist. Durch diese Erkenntnis des imitativen Charakters unseres Denkens und Wollens hat sich Tarde freilich nicht davon entbinden lassen, gelegentlich auch einmal zum Widerstand gegen eine «ansteckende» Idee im Namen der besseren Einsicht aufzurufen. Im «Selektionismus», einem kruden Sozialdarwinismus, erkannte er so zwar eine «magische Formel, die die Gabe hat, den menschlichen Geist, in den sie eintritt, mit Beschlag zu belegen»; ihre Ausbreitung muss aber nicht einfach hingenommen werden: «Lassen wir uns nicht von ihr verhexen!»

Kurzbeschreibung

Das menschliche Denken und Zusammenleben im Rahmen naturwissenschaftlicher Theorien zu erklären - dieses Ziel haben sich die Beiträger aus verschiedenen Disziplinen (Psychologie, Primatologie, Neurologie und Philosophie) gesetzt. Gegenstand der aktuellen Naturalisierungsdebatte ist die Frage, inwiefern naturwissenschaftliche Theorien, wie die evolutionäre Psychologie, die Meme-Theorie, die Soziobiologie, die Kognitionswissenschaften, die Artifical-Life-Forschung und die Hirnforschung für menschliches Denken und Handeln Erklärungen geben können. Eine Einleitung führt in die allgemeine Fragestellung ein und gibt einen Überblick über die gegenwärtige Naturalisierungsdebatte. Dieser Band bietet einen Überblick einer der zentralen Debatten zwischen Naturwissenschaft und Philosophie.
Der Band geht zurück auf eine Vortragsreihe, die das Forschungskolleg "Wissenskultur und gesellschaftlicher Wandel" 2001 an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main veranstaltet hat.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von erew-institut TOP 500 REZENSENT
Meisen können exzellente Techniker werden! Wieso? In den 20er Jahren begannen Meisen in Südengland plötzlich damit, Milchflaschendeckel aufzupicken. In kürzester Zeit verbreitete sich dieses Können über die gesamte Insel und erreichte auch Schottland und Wales. Experten glaubten: eine clevere Meise hätte ein Verhalten entwickelt, das sich immer mehr Artgenossen durch Imitation angeeignet hätten. Inzwischen weiß man, dass diese Schlussfolgerung nicht zutrifft. Die Fertigkeit, Flaschendeckel aufzupicken, erwarben die Meisen durch individuelles Lernen nach dem Motto „Versuch und Irrtum". Nachahmen scheint also nicht eine Stärke dieser Tierart gewesen zu sein. Wahrscheinlich fiel es ihnen schwer, sich vorzustellen, was im Inneren eines Artgenossen vor sich geht und welches Bild sie in seinen Augen abgeben. Menschen sind im Gegensatz zu dieser Tierart von frühester Kindheit an Virtuosen in der Kunst des Lernens am Vorbild. Bleibt den Herausgebern und deren Autoren doch die Frage leuchtend vor Augen: „Was imitieren denn Menschen eigentlich beim Lernen am Vorbild?" Meme, nichts als Meme - vermutet Susan Blackmore. Zur Meme zählt sie alles, was sich kopieren lässt: Melodien und Lebensstile. Selbst das Entstehen von Religion oder Kunst führt dieselbe Autorin auf diese ideellen Einheiten zurück, denen sie obendrein noch die Initialzündung für das Denk- und Sprechvermögen zuschreibt. Allerdings ist unter Experten die Mem-Theorie umstritten. Geistes- und Sozialwissenschaftler lehnen sie ab. Letztere freilich werden derzeit von vielen Kollegen aufgeklärt: das Deutungs- und Erklärungsmonopol, das sie lange Zeit beanspruchten, wird ihnen zur Zeit u.a. von Lehrern, Forschern, Soziobiologen und Verhaltensgenetikern streitig gemacht. Leider vermieden es die Experten, sich aufeinander zubewegen und sich aufeinander einzulassen und miteinander zu dialogisieren. Die Autoren und Herausgeber stiften in diesem Buch dazu an, Notwendiges aufzuholen. S. Blackmore wirbt für ihre Mem-Theorie, während R.G. Milligan vieles an dieser Theorie auszusetzen hat. Volker Sommer fragt, ob es tatsächlich fundamentale Intelligenzunterschiede zwischen Menschenaffen und Menschen gäbe. David Buss ringt darum, um die waghalsigen Hypothesen der Evolutionspsychologie genfest machen zu dürfen. Gerhard Strube erläutert die Grundannahmen der Kognitionswissenschaft und rekonstruiert, wie raumbezogene Informationen verarbeitet werden. Dietrich Dörner wiederum prophezeit, dass man in absehbarer Zukunft Roboter bauen würde, die mit Gefühlen, einem autonomen Willen und Fähigkeit zur Selbstreflektion ausgerüstet würden. W. Singer begründet, wieso er nicht an die Freiheit des Willens glaube. Daniel Dennen provoziert mit seiner These: das Bewusstsein ließe sich wie jedes andere Naturphänomen erforschen. Also eine Aufsatzsammlung, die es in sich hat, die Experten zu Wort kommen lässt, die sich im Naturalismus und dem Objektivismus der Naturwissenschaften verschrieben haben.

Auszugs aus dem Inhaltsverzeichnis:
- Einige Spielarten des Naturalismus
- Evolution und Meme: Das menschliche Gehirn als selektiver Imitationsapparat
- Vom angeblichen Siegeszug der Gene und Meme
- Evolutionspsychologie - ein neues Paradigma für die psychologische Wissenschaft
- Kognition als Berechnung: Menschliche und maschinelle Intelligenz im Blick der Kognitionswissenschaft
- Über Bewusstsein und unsere Grenzen

Für die erew BIBLIO-KOM Dr. Karl-J. Kluge

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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Lena Waider TOP 100 REZENSENT
Das Buch umfasst etwas mehr als 300 Seiten, die sich auf insgesamt 9 Beiträge verteilen:
- Gerson Reuter: Einleitung. Einige Spielarten des Naturalismus
- Susan Blackmore: Evolution und Meme. Das menschliche Gehirn als selektiver Imitationsapparat
- Rush Garrett Millikan: Vom angeblichen Siegeszug der Gene und der Meme
- Volker Sommer: Geistlose Affen oder äffische Geisteswesen? Eine Exkursion durch die mentale Welt unserer Mitprimaten
- David M. Buss: Evolutionspsychologie - ein neues Paradigma für die psychologische Wissenschaft?
- Gerhard Strube: Kognition als Berechnung. Menschliche und maschinelle Intelligenz im Blick der Kognitionswissenschaft
- Dietrich Dörner: Seelen aus der Retorte?
- Wolf Singer: Über Bewusstsein und unsere Grenzen. Ein neurobiologischer Erklärungsversuch
- Daniel C. Dennett: Zum Schutz der wissenschaftlichen Untersuchung des Bewusstseins vor ideologischen Debatten

Die Beiträge stammen also ausnahmslos von Wissenschaftlern, die auf ihrem Gebiet als ausgewiesene Experten gelten.

Das Buch dürfte insbesondere für solche Leser interessant sein, die sich in den einzelnen Themenbereichen noch nicht sonderlich auskennen, und sich einen schnellen Überblick darüber verschaffen möchten, was etwa die Memetik oder die Evolutionäre Psychologie sind, und was die moderne Hirnforschung über das menschliche Bewusstsein zu sagen hat. Allerdings dürfte dies ein wenig auf Kosten der Kritikfähigkeit gehen. Immerhin haben die Herausgeber dafür gesorgt, dem doch sehr euphorischen Beitrag von Susan Blackmore zur Memetik eine anschließende Antithese von Rush Garrett Millikan entgegenzustellen.

Sieht also Blackmore in der menschlichen Geschichte eine erfolgreiche Koevolution von Genen und Memen am Werk (73): "Sobald einige Individuen in der Lage sind, etwas zu lernen, befinden sich all diejenigen im Nachteil, die dies nicht können, sodass sich die Gene für die Lernfähigkeit verbreiten.", die maßgeblich von diesen Replikatoren selbst vorangetrieben wird, so zweifelt Millikan genau dies an. Seiner Ansicht nach werden von Menschen stets nur die "Meme" selektiert, die ihren Zielen entsprechen. Die Akteure der Evolution sind also die Lebewesen und nicht die Meme selbst. Damit stimmt er vom Kern her mit den Grundannahmen der Mersch'schen Systemischen Evolutionstheorie überein, die die Triebfeder der Evolution in den Reproduktionsinteressen der Individuen sieht.

Die Memetik ist aus vielerlei Hinsicht unhaltbar. Insbesondere widerspricht sie einer materialistischen Ontologie (siehe: Über die Natur der Dinge. Materialismus und Wissenschaft). Es spricht nicht gerade für den Status der aktuellen Wissenschaften, dass solche Grundsatzthemen nicht entscheidbar sind. Offenbar ist es heute möglich, fast jede beliebige Theorie zu vertreten und dabei auch zu bleiben.
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