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am 13. Januar 2008
Dieses hervorragende, wenn auch sehr schmale Bändchen von 58 Seiten gibt einen Einblick in das alles durchdringende staatsfeministische Programm des Gender-Mainstreaming. Treffend übersetzt der Autor diesen Begriff mit "Politische Geschlechtsumwandlung" ins Deutsche. Gemeinhin ist der Begriff in der Öffentlichkeit kaum bekannt und es besteht offenbar von Seiten der Initiatoren auch kein Interesse daran, ihn einem breiteren Publikum verständlich zu machen. Um so erfreulicher ist es, dass in diesem Bändchen Aufklärung betrieben wird. Es zeigt sich nämlich, dass Gender-Mainstreaming einerseits nichts anderes ist, als die Fortsetzung der Frauenbevorzugungspolitik unter dem Gender-Deckmäntelchen, das ja eigentlich beide Geschlechter meint. Zum anderen ist Gender-Mainstreaming der totalitäre Versuch der Umerziehung von Menschen (besonders natürlich von Männern). Vornehmlich soll versucht werden, die sexuelle Identität von Menschen aufzuweichen, besonders im Hinblick auf Geschlechtsrollen. Grundlage dieser Ideologie ist die These, die Geschlechterrollen seien nichts anderes als anerzogene Geschlechterstereotypen, die im Grunde vom biologischen Geschlecht unabhängig seien. Diese These ist durch die moderne Evolutionsbiologie, durch die Hirnforschung, die Psychologie, die Verhaltensgenetik und die Zwillingsforschung bereits seit mindestens 20 Jahren gründlich widerlegt worden. Die Belege hierfür sind erdrückend. Dass die Initiatoren des Gender-Mainstreaming sich als erstaunlich wahrnehmungsresistent gegen diese überwältigenden Fakten erweisen, spricht für ihre ideologische Verblendung. Im Gegenzug können sie nicht einen einzigen Fall nennen, bei dem eine Gender-Geschlechts-Umwandlung bei einem "normalen" Menschen jemals gelungen wäre. Die tradierten Geschlechtsrollen erweisen sich als erstaunlich resistent gegen solche Erziehungsversuche. Das zeigen jedenfalls alle Statistiken.

Der zweite Teil des Buches widmet sich ausführlich dem Fall Reimer. Damals (1965) hatte der von Feministinnen auch heute noch zitierte Psychiater John Money behauptet, dass er ohne weiteres aus Männern Frauen machen könne. Seine Theorie ist eine der Grundlagen des Gender-Mainstreaming. Ausführlich schildert Zastrow den Fall Bruce alias Brenda alias David Reimer, den Money als spektakuläres Versuchskaninchen mißbrauchte. Dieses gräßliche Menschenexperiment gilt als gründlich gescheitert. Das hält allerdings Feministinnen wie Alice Schwarzer nicht davon ab, das Scheitern des Falls trotz aller bekannten Fakten noch in ihrem letzten Buch "Die Antwort" mit unsäglichem Zynismus auf ihre typische Weise weg zu interpretieren: Sie gibt dem Vater des Opfers die Schuld.

Der letzte Satz des Buches ist ein Zitat des Opfers David Reimer selbst: "Man kann nicht sein, was man nicht ist." Dem ist nichts hinzuzufügen.

Ich wünsche diesem Büchlein eine möglichst weite Verbreitung.
99 Kommentare|121 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Journalist Volker Zastrow gliedert sein Buch in zwei Teile. Im ersten Teil geht er dem Begriff "Gender Mainstreaming" auf den Grund und erläutert seine politische Bedeutung. Im zweiten Teil steht die wissenschaftliche Grundlage der Theorie im Fokus. Das Buch ist dünn und handlich, es sind daher keine umfangreichen wissenschaftlichen Ausarbeitungen zu erwarten. Das ändert aber nichts an der Bedeutung des Inhalts.

Wie Autor Zastrow deutlich macht, mangelt es "Gender Mainstreaming" an einer wissenschaftlichen Grundlage. Gender behauptet (in letzter Konsequenz), dass es biologisches Geschlecht gar nicht gebe. Geschlechterrollen werden zu sozialen Konstrukten erklärt. Dies widerspricht nicht nur der wissenschaftlichen Forschung, sondern auch dem Empfinden der meisten Menschen. Trotzdem hat diese Ideologie, getragen von der Gleichstellungsbewegung, ihren Weg in die Politik gefunden.

Das Buch hat einen schwarzen Einband und kann durchaus als Schwarzbuch zum Thema angesehen werden. Eine Abgrenzung zwischen Gleichstellung und Gender Mainstreaming wäre hilfreich gewesen. Den Begriff "Gender Mainstreaming" hört man in der Öffentlichkeit kaum. Welche Ideologie dahinter steckt, dürfte vielen Menschen nicht klar sein. Insofern handelt es sich um ein wichtiges Aufklärungsbuch zum Thema.
22 Kommentare|42 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 500 REZENSENTam 19. März 2008
Der Autor greift ein wichtiges Thema auf, nämlich die schleichende Durchdringung unserer Gesellschaft mit einer Ideologie, für die es keine wissenschaftlichen Grundlagen gibt. Dafür reichen ihm wenige Seiten, die man leicht an einem Nachmittag liest. Soviel Zeit sollte sich jeder diesem Thema einmal widmen.

Ein(e) andere(r) Rezensent(in) schrieb:
"Grundlage dieser Ideologie ist die These, die Geschlechterrollen seien nichts anderes als anerzogene Geschlechterstereotypen, die im Grunde vom biologischen Geschlecht unabhängig seien. Diese These ist durch die moderne Evolutionsbiologie, durch die Hirnforschung, die Psychologie, die Verhaltensgenetik und die Zwillingsforschung bereits seit mindestens 20 Jahren gründlich widerlegt worden. Die Belege hierfür sind erdrückend."

Dem ist praktisch nichts mehr hinzuzufügen, außer vielleicht die Tatsache, dass Mersch in verschiedenen Büchern hat nachweisen können, dass eine generelle (d.h. nicht nur im Einzelfall) Angleichung der Lebensentwürfe beider Geschlechter zu einem sukzessiven Kompetenzverlust und dann zur Verarmung der Gesellschaft führen wird, da Erfolgsmerkmale dann nicht mehr ausreichend an die nächste Generation weitergegeben werden können. Die Natur hat dagegen in mehr als 3 Mrd. Jahren Evolutionsgeschichte herausgefunden, dass es ein Vorteil ist, den Geschlechtern (im Mittel) unterschiedliche Rollen zuzuweisen. Einige Feministinnen meinen jetzt, man könne in vielleicht 50 Jahren das genaue Gegenteil beweisen. Dies wird nicht gelingen. Im Gegenteil: die aktuelle Verarmung unserer Gesellschaft zeigt, dass sie Unrecht haben.
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am 28. Juli 2008
Als ich das "Buch" in den Händen hielt, war ich ob des Formates etwas erstaunt. Der Umfang von ca. 56 Seiten war mir zwar bekannt, einen dünnen Taschenkalender hatte ich aber nicht erwartet.

Der Inhalt hat es dafür aber um so mehr in sich! Hochexplosiv würde ich sagen.
Bereits nach der kurzen Einleitung bzw. Herleitung des Begriffes "Gender Mainstreaming" versteht man, warum von offizieller Seite eine genaue Übersetzung des Begriffes nach Kräften vermieden wird und selbst auf den Webseiten der entsprechenden Ministerien nichts erklärendes zu finden ist. Aus gutem Grund!

Der Autor zeigt zum einen die Herkunft des Begriffes auf, als auch seine Instrumentalisierung und Rekonstruktion durch den Feminismus im heutigen Zeitgeschehen.
Das menschenverachtende Experiment, auf welches die Grundthese des GM sich (obwohl bereits vor Veröffentlichung des Experimentes selbiges bereits gescheitert war) noch heute stützt, wird detailliert dargestellt.

Zu den bisherigen Rezensionen möchte ich noch einen anderen wichtigen Punkt hinzufügen:
Das Buch befasst sich nicht nur mit dem Begriff und der Bedeutung des Begriffes "Gender Mainstreaming" an sich, sondern stellt darüber hinaus auch die politische Entwicklung und die Unterminierung sowohl der BRD als auch der internationalen Politik der EU bei dessen offizeller Etablierung dar.
Es macht wirklich fassungslos, wie hinterhältig eine bereits widerlegte These mit voller Absicht durch die Hintertür in Gesetzestexte(!) gegossen und der demokratische Prozess ad absurdum geführt wurde.

Einziger Minuspunkt (dafür nur 4 Sterne) ist der komplette Verzicht auf Quellenverweise. Die meisten Fakten kann ich zwar aus meiner weiteren Literatur belegen, ein Quellenverzeichnis mit entsprechenden Fußnoten würde das Buch als kurze Argumentationshilfe in Diskussionen aber wesentlich verbessern!

Trotzdem meine volle Kaufempfehlung!
Torsten Herwig
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am 27. Juli 2007
Ein alter Ausspruch sagt, an ihren Früchten sollt Ihr sie erkennen...
Das Buch Gender - Politische Geschlechtsumwandlung beschäftigt sich mit dem Thema Gender Mainstreaming und zeigt auf, welchen Kurs unser Land durch die Gleichstellungspolitik nehmen wird.
Entscheidend an diesem Werk ist die Beschreibung des geistigen Fundamentes des Gender Mainstreaming.
Wer sich die erschütternde Geschichte des Zwillingspaares Reimer einmal durchgelesen hat und dabei erkennt, auf welch tönernen Füßen diese Politik ruht, wird erhebliche Zweifel bekommen, ob der eingeschlagene Kurs der Richtige sein kann.
Zudem hat Gender Maintreaming inzwischen eine derart große Bedeutung erlangt, dass eine Auseinandersetzung mit dem Thema dringend geboten erscheint.
"Gender" ist ein kleines Werk, was man in sehr kurzer Zeit durchlesen kann. Als erster Einstieg in das Thema ist es absolut empfehlenswert.
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TOP 500 REZENSENTam 3. September 2012
Der Autor gibt provokante - aber nichtsdestotrotz richtige - Antworten:
Gender

- ist die Abschaffung des Geschlechts aufgrund politischer Anmaßung;
- ist ein ideologisches Projekt;
- ist ein Werkzeug der "political correctness";
- ist dadurch ein weiterer Baustein, der helfen soll die Menschen zu verknechten;
- ist aus biologischer und anthropologischer Sicht nur als unwissenschaftlich zu kennzeichnen;
- ist ein probates Mittel, um mittels des "Label Gender" für unwissenschaftliche Arbeiten und Projekte von der Politik Forschungsgelder zu erhalten und damit durchzustarten in eine unwissenschaftliche Karriere als Wissenschaftler.
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am 8. Juli 2010
Zwei beachtenswerte Artikel aus der FAZ von dem renommierten Journalisten Volker Zastrow liegen nun in Essayform vor. Zastrow geht im ersten Beitrag auf das Konzept des "Gender Mainstreaming" (GM) der deutschen Bundesregierung ein. Er erläutert die Entstehung des Gender-Begriffs und geht auf für die in diesem Zusammenhang wichtigen Personen, Politiker und Lobbyisten ein. Zastrow stellt heraus, dass es zu "Gender Mainstreaming" bisher keine adäquate Übersetzung ins Deutsche gegeben hat und diese Unverständlichkeit wohl auch so gewollt ist. Zastrow schlägt deshalb eine in meinen Augen wirklich gelungene Übersetzung vor: Politische Geschlechtsumwandlung.

Und damit ist man auch schon am Kern der Sache: Die Grundidee von "Gender" als eine vom biologischen Geschlecht unabhängige Größe und gesellschaftspolitische Konstruktion stammt aus der feministischen Theorie. Ziel ist es, geschlechtliche Identität und Geschlechterrollen mithilfe sozialwissenschaftlicher Methoden theoretisch zu dekonstruieren. Von der Dekonstruktion (Theorie) führt dann geradeaus der Weg zur Destruktion (Praxis). Bindeglied zwischen Universität und Politik ist das "GenderKompetenzZentrum" mit Sitz in Berlin. Man muss wissen, dass Gender Mainstreaming ein kulturrevolutionäres Konzept ist und totalitäre Züge trägt. Von offizieller Seite wird oft so getan, als ob es bei GM nur um Gleichstellung und Gleichberechtigung von Mann und Frau gehe, doch der Weg, der dabei eingeschlagen wird, soll über die Auflösung von jeder Form von Männlichkeit und Weiblichkeit gehen. Wirkliche Gleichheit gäbe es nur, wenn das Individuum von jeglicher "Norm" und jedem "kulturellen Rollenbild" befreit sein würde. Denn Menschen, welche diesem Leitbild nicht entsprechen, würden diskriminiert, so heißt es.

In seinem zweiten Essay schildert Zastrow das Schicksal von Bruce Reimer, einem Jungen, der als Beweis dafür dienen sollte, das Weiblich- bzw. Männlichkeit keine biologischen, sondern psychische Identitäten darstellen. Während einer Operation wurde Reimer der Penis so stark verbrannt, dass er vollständig abfiel. Eine plastische Chirurgie war damals noch nicht möglich. Seine Eltern suchten Rat bei dem Psychiater John Money, der den Begriff "gender identity" prägte und behauptete, dass man aus Männern ohne weiteres Frauen machen könnte. Money schärfte den Eltern ein, dass sie Bruce, der fortan "Brenda" hieß, von nun an als Mädchen erziehen müssten. Brenda wurde als 22 Monate altes Kind der Hoden entfernt und aus der Haut rudimentäre Schamlippen geformt. Doch das Verhalten von Brenda zeigte sich trotz weiblicher Erziehung immer mehr jungenhaft: er wollte mit Autos spielen, tobte, und interessierte sich für Waffen statt für Puppen und Kleider. Brenda wurde als vermeintliches Mädchen immer mehr isoliert, hatte Selbstmordgedanken. Den Versuch, aus Bruce eine Brenda zu machen, sah Money als gescheitert an, und bald darauf verschwand der "Fall Reimer" auch aus der feministischen Literatur, nicht jedoch die Theorie, die Money, so Zastrow, "nicht bewiesen, sondern widerlegt hatte." (S. 54)
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am 2. März 2009
Volker Zastrow lieferte mit diesem kleinen, aber ergiebigen Buch den Erweis eines Ungemachs, das wesentliche Strukturen des Gesellschaftsgefüges zu demolieren droht, um ein neues Weltverständnis des strukturlosen Miteinanders als die Krönung jener Theorien und vermeintlichen Erkenntnisse linguistischer Esoterik darzubieten, die schon vor Ende des vergangenen Jahrhunderts den intellektuellen Gehalt spätmarxistischer Splittergruppen bestimmten. Als zentrales Anliegen stellte sich bald innerhalb dieser Kreise der Wille ein, die produktive Polarität Geschlecht zugunsten ideologisch ambitionierter Eingebungen zu neutralisieren oder, wie es im Jargon der politischen Umsetzer heißt: gleichzustellen.

Zu diesem Zweck wurde eine theoretische Basis genommen ("Gender und Queer Theory"), auf welcher das Geschlecht in Identität und Rolle, Natur und Kultur gespalten wird, um dann, nach den Erfordernissen des neuen Menschenbildes und gemäß einer politisch unterstützten Programmatik ("Gender Mainstreaming") beliebig neu zusammengesetzt werden zu können, um so theoretische Geschlechterkonstellationen auf den gesellschaftlichen Alltag zu übertragen. Die Patenschaft solcher neuen Konzepte übernahmen mehrheitsunfähige Randgruppen, die allesamt der Vorsatz verbindet, "zweigeschlechtliche und normativ heterosexuelle Geschlechterverhältnisse kritisch zu hinterfragen und zu verändern." (institut für queer theory: [...]

Zastrow eröffnete nun in diesem Buch (eine Zusammenfügung zweier Artikel der FRANKFURTER ALLGEMEINE, bei der Zastrow als politischer Redakteur tätig ist) gewiß ohne Rücksicht auf Begrifflichkeiten und Expertenfragen der Genderisten, derjenigen also, die er ja bloßstellen will, vor dem Evidenzauge des Lesers jene Bühne subpolitischer Machenschaften, die der Öffentlichkeit lange verborgen blieb und wohl verborgen bleiben sollte. Somit ist er weit entfernt, etwas beweisen oder widerlegen zu wollen. Worum es ihm geht, ist, etwas im Diffusen Waltendes in das Licht zu führen, in welchem es diejenigen betrachten können, die begreifen wollen.

Insofern war auch von Anbeginn absehbar, wie der Genderist darauf reagieren würde: Er würde Zastrow vorwerfen, daß dieser die "Erkenntnisse" des Genderismus nicht genügend berücksichtigt, was soviel heißt, wie wenn man dem Atheisten vorwirft, Bibelsprüche zu vernachlässigen. Er würde Zastrow und all denen, die ihm zustimmen, glatt "Dummheit" attestieren, und so das Ende seiner argumentativen Möglichkeiten markieren und, weil sein Zorn noch weitere Energien bereithält, könnte er in der Anwallung sogar sich selbst blindlings dahin manövrieren, wo er ein unrühmliches, doktrinär undemokratisches Wesen zum Ausdruck bringt; durch Fragen der Art: Wieso darf eigentlich jeder seinen Senf zu allem dazugeben und Fragen heraufbeschwören die mir schlaflose Nächte bereiten?

Zum Glück gibt man für gewöhnlich seinen "Senf" zu wesentlichen Themen nicht dazu, um damit bestimmten Menschen negativ aufzufallen, sondern aus Verantwortung für die kulturpolitischen Fügungen seiner Gegenwart.
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Obwohl das Thema Gender Mainstreaming immer wichtiger wird, gibt es noch recht wenig kritische Literatur dazu. Deshalb muß man Volker Zastrow dankbar sein, daß er dieses Buch geschrieben hat. Er zeigt die ideologischen Wurzeln des Gender Mainstreaming.

Gender Mainstreaming ist zu einem der Modeworte der Gesellschaftspolitiker und Gesellschaftsingenieure geworden, doch wenige wissen, worum es eigentlich geht:
In Folge der 68er Bewegung haben Gruppen von Feministinnen den Klassenkampf für sich entdeckt. Sie postulierten, daß die Frau ein unterdrücktes Wesen sei, das sich von dem Despotismus des Mannes befreien müßte. Dieses Konzept wurde aber immer mehr in Frage gestellt, denn, anstatt die Unterschiede zwischen Mann und Frau zu beseitigen, um eine egalitäre Gesellschaft aufzubauen, wurden die Unterschiede unwillkürlich betont, denn ansonsten gab es ja keinen Grund für einen Klassenkampf. Hauptvertreterin dieser Kritik war und ist die Sprachphilosophin Judith Butler aus Berkeley/Kalifornien.

Beim Gender Mainstreaming geht es darum, die kulturell geprägten Rollenunterschiede zwischen den beiden Ge-schlechtern aufzudecken und gegebenenfalls abzubauen bzw. zu "dekonstruieren".

Das letztere wird auch in Schulen getan, teils mit Materialien der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft und der Bundeszentrale für politische Bildung, was zu erheblicher Kritik geführt hat. Am meisten wird kritisiert, daß bei Kindern und Jugendlichen die eigene Identität in Frage gestellt wird, wodurch die Schule ihre Befugnisse überschreitet, aber auch erhebliche psychologische Traumata verursacht, was bei einer Demontage der subjektiv empfundenen Identität leicht passieren kann. Massive Kritik äußerte beispielsweise in einem viel beachteten Spiegel-Artikel der Soziologe Günther Amendt.

Aus christlicher Sicht ist das sog. Gender Mainstreaming scharf abzulehnen. Es ist nicht die Rolle des Staates oder der Schulen einen neuen Menschen auf der Grundlage von egalitären Theorien zu basteln. Wenn man Menschen überhaupt irgendwie in eine Richtung orientieren will, muß das nach dem christlichen Menschenbild geschehen und nicht nach dem Muster von postfeministischen Denkern wie Judith Butler. Und das christliche Menschenbild fordert zwar Gerechtigkeit zwischen den Geschlechter, jedoch keine Gleichheit, was schließlich das Hauptziel des Gender Mainstreaming ist.

Gender Mainstreaming soll aber keineswegs Theorie bleiben, sondern in den Schulen entscheidenden Einfluß auf die Erziehung der Schüler haben und damit auf ihre Mentalität.
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TOP 1000 REZENSENTam 31. März 2012
Ein gutes Buch unterhält und regt zum Denken und Streiten an, es stellt die Meinung des Autors dar und verzichtet im besten Fall auf den Anspruch allein seelig machender Wahrheit.
Je strittiger das Thema um so schwieriger wird es sein, ein gutes Buch dazu zu finden. Zastrow nimmt sich eines sehr umstrittenen Themas an.
Da das Buch alle o.g. Kriterien erfüllt, das kann unschwer dem erbitterten Streit der Rezensionen entnommen werden, muss es ein gutes Buch sein, das 5 Sterne verdient.
"Überlegen macht überlegen." Antoine de Saint-Exupery
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