Trotz positiver Rezensionen und Meinungen anderer Nutzer in HiFi-Foren war ich als Stereohörer mit den Receivern RX-497, AVR-1911, HK-3390 nicht zu frieden, weil ich den klaren Stereoton mit breit gestaffelter Bühne vermisste. Bei der Suche nach für mich bezahlbaren Einzelkomponenten kaufte ich mir die PA-Endstufe RA-150 und war sehr zufrieden damit. Jetzt stand noch ein Vorverstärker mit Quellenumschalter und ggf. Klangbeeinflussung sowie Anschlussmöglichkeiten für Endstufen an. Obwohl es keine deutschen Rezensionen zum PA-7000 gab, wagte ich den Versuch und wurde nicht enttäuscht. An 2 Paare Cinch-Buchsen und 1 Paar XLR können 3 unterschiedliche Endverstärker angeschlossen werden. Zur Vermeidung von Netzbrumm und zur Verbesserung der Klangqualität werden bei mir PC und Sat über optische Kabel und externen DAC (RME ADI-2) am AUX-Eingang eingespeist. Mein DVD-/SACD-Player wird über den CD-Eingang angeschlossen. Es könnte noch ein UKW-Tuner folgen und der Play-back-Anschluss der Tonbandbuchsen könnte auch noch als gleichwertiger Eingang genutzt werden. Den Phono-Eingang habe ich noch nicht getestet. Beim Anschluss des DVD-Players, der über HDMI mit dem Fernseher und dieser wiederum über HDMI mit dem SAT-Receiver verbunden ist, ergibt sich eine Erdschleife mit Netzbrumm über den Schukonetzanschluss, welche aber durch Ground-Lift-Schalter am PA-7000 behoben werden kann. Sollte der angeschlossene Endverstärker über Schuko trotz Ground-Lift am VV Netzbrumm verursachen, lässt sich dieser durch einen Erddraht vom PA-7000 zur z.B. Antennenmasse ausschalten. Die genannte Kombination ist besser als NAD C326BEE, weil dessen Endstufen die Bühnenbreite etwas verschlechtern. Der trivialen Schaltungstechnik des PA-7000, Laustärkeregelung über Potenziometer (manuell) und Quellenumschaltung über den guten alten Drehschalter anstelle von ICs sind die geringen kapazitiven Verluste und ausreichend großen Werte für die Kanaltrennung (kein Verlust von Höhen und Stereoinformationen) zu verdanken.
Einziges Manko ist ein fehlendes Netzeingangsfilter, so dass z.B. Rolladenmotoranschaltknackse zu hören sind. Dies läßt sich sicher durch Fachwerkstätten nachrüsten (es ist noch viel Platz im Gehäuse) oder durch Benutzung einer Steckerleiste mit Netzfilter beheben. Getestet wurde im direkten Vergleich mit Kippschalter (Vorverstärker überbrücken oder vergleichen, ebenso Lautsprecherumschaltung mittels Kippschalter bei Endstufenvergleich)und den Ohren.
Ich wünsche Nachahmern viel Freude mit diesem Vorverstärker.