12 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Das Buch gibt es auch bei der Bundeswehr, 2. Juli 2004
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Gemeinsam vor Gott: Gebete aus Judentum, Christentum und Islam (Gebundene Ausgabe)
Vorbildliche Zusammenstellung von Gebeten für alle Situationen des Alltags, bis hin zu Extremfeldern des menschlichen Lebens. Eine ideale Grundlage für gemeinsames Beten und Gottesdienste, ob zu Gast beim Anderen oder im Rahmen abrahamischer Feste. Gut: das Buch wurde bei der evang. und kath. Militärseelsorge der Bundeswehr als Ressource angeschafft, um dem unterschiedlichen Hintergrund der Soldaten gerecht zu werden. Ein guter Ansatz!
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4 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Ein pietistisches Erbauungsbuch, 27. Juni 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Gemeinsam vor Gott: Gebete aus Judentum, Christentum und Islam (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch ist ein Sammlung von religiösen Meditationen in deutscher Sprache, sortiert nach Tageszeiten oder Situationen.
Die Herausgeber meinten, Texte werden dadurch interreligiös, dass man die Spezifika jeder Religion herauslÃsst, d.h. aus christlichen Texten Jesus, aus jÃdischen Israel und Texte der islamischen Mystik sind - wie mystische Texte meistens - ohnehin nicht spezifisch.
Dabei wurde vergessen, dass jede Religion sehr eigene Auffassungen Ãber das Gebet hat. Das jÃdische Gebet setzt zum Beispiel gerade eine bestimmte Ordnung der Gebete vorraus. Texte aus diesem Buch können daher gar nicht das von der Halacha bestimmte jÃdische Gebet ersetzen. Sie wÃren allenfalls Studientexte vor dem Gebet.
Die deutschen Texte entstammen sÃmtlich aus dem liberalen Gebetbuch Seder ha-Tefillot, das bekanntlich die Texte im liberalen Sinne interpretiert, nicht wörtlich Ãbersetzt und zudem gerade im Kern des jÃdischen Gottesdienstes von der Orthodoxie stark abweichende Texte bietet. Schon innerjÃdisch können diese Texte also gar keinen Konzenz bieten. Sie zitieren ein Gebetbuch, das in Deutschland die jÃdische Minderheit benutzt. Die Mehrheit benutzt Siddur Schma Kolenu.
Auch im Islam sind fÃr das Gebet bestimmte Formulierungen vorrausgesetzt.
Einzig fÃr das Christentum ist es möglich, als Gebet spirituelle Meditationstexte zu verwenden. Dieses Buch ist daher einzig fÃr Christen interessant. Sein Aufbau erinnert an Gebetssammlungen aus dem Pietismus. So ist es kein "abrahamitisches Gebetbuch", sondern ein in der Tradition des Pietismus stehendes religiöses Erbauungsbuch.
Fazit: Christen mögen sich wohl eine universale Einheit aller Religionen wÃnschen, aber de facto hat jede Religion eine sehr eigene, sehr starke und gewachsene Tradition, die es zu achten gilt, nicht zu verwischen. Das Buch tÃuscht daher etwas vor, dass es in Wirklichkeit nicht geben kann. Selbst als Meditationsbuch â¤" nicht als "Gebetbuch" â¤" ist es zu stark vom christlichen GebetsverstÃndnis geprÃgt.
Der ein oder andere Text mag in interreligiösen Feiern als Meditationstext passend sein. Hier aber wÃrde es sich vielleicht in der Praxis mehr anbieten, die an solchen Feiern teilnehmenden Menschen selbst auswÃhlen zu lassen, was sie in eine solche Feier aus ihrer tatsÃchlichen religiösen Strömung einbringen möchten.
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6 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Eine weitere Verleugnung des Namens Jesu, 28. Oktober 2004
Rezension bezieht sich auf: Gemeinsam vor Gott: Gebete aus Judentum, Christentum und Islam (Gebundene Ausgabe)
Ausgehend von der kulturchistlichen Irrlehre, daß Gott letztlich in (allen?, warum eigentlich nur den abrahmatischen?) Religionen derselbe sei, werden hier allgemein unverbindliche Gebete an "Gott" formuliert.
Daß Christen keinen anderen Weg zu Gott als Jesus allein kennen (1. Joh 14,6, Apg 4,12 u.v.a.) und daß wir ohne Jesus NICHTS über das Wesen Gottes wüßten, hat ein bildungsbürglich-humanistisch ausgerichtetes Kulturchristentum noch nie daran gehindert, diesen rettenden Namen Jesu auszuradieren. Das Totschlagargument vom Fundamentalismus bietet sich bei Kritk dann immer wohlfeil an.
Vom Ärgernis des Kreuzes (1. Kor 1,18ff.) will dieses Buch nichts wissen. Damit fügt es sich nahtlos in den religiösen Mainstream unserer Zeit.
Achja: Sogar der Militärseelsorge ist mittlerweile aufgefallen, daß das Ganze mit christlichem Gebet nicht viel zu tun hat. Ein Rundbrief Anfang Oktober versuchte, das Ganze wieder zurechtzubiegen als "mit der Position der Evangelischen Kirche in Deutschland zur Frage des gemeinsamen Betens mit Angehörigen anderer Religionen nicht in Einklang" stehend. Ob's was nützt?
Kein Buch für den, der Jesus und die Bibel ernstnimmt.
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