Der Kauf vesetzt in eine Art Theaterstück aus der Barockzeit, üppiges Dokumentationsmaterial begleitet den Artikel,
bis hin zur Telefon-Nummer von Herrn "M..." von der "A..."-Versicherung in der Bedienungsanleitung ("Was müssen Sie im Schadensfall tun ?"),
nur ein Spezialist aus der firmeneigenen Promotion-Abteilung wird genau wissen was das bedeutet.
Dagegen sorgfältig ausgespart wird der eigene Ruhestromverbrauch der Steckdosenleiste (Hauptfunktion: "Strom sparen");
dieser beträgt gemessen 6 W, also etwa soviel wie 2-3 Steckernetzteile.
Mit diesem Eigenstromverbrauch hängt die Leiste zunächst einmal selbst 24 h / Tag am Netz,
also auch im ausgeschalteten Zustand.
Interessant wäre die Frage, welche Wahrscheinlichkeit höher ist:
die eines - angebl. bis 20.000 Euro versicherbaren - Blitzschadens, oder diejenige der Steckdosenleiste, selbst einen Brand auszulösen,
nämlich im Versagensfall der eingebauten Funkempfängerplatine, welche permanent unter Strom steht.
Fragen Sie Herrn "M..." von der "A..."-Versicherung; ein künstlicher Donner würde mich rühren, wenn er es wüßte.
Abgesehen von diesem Stück für Barockliebhaber im Medienzeitalter spricht eine kompakte Bauform für die Leiste,
sowie die Möglichkeit der Schraubbefstigung; für eine 90-Grad-Anordnung der Steckdosen hat es leider nicht mehr gereicht.
Die Verarbeitungsqualität, insbesondere des Funksenders, ist mäßig;
erreicht man den "OFF"-Knopf nicht genau senkrecht von oben, schiebt sich der Gummiaufsatz des Knopfes ins Gehäuse und eröffnet den staunenden Blick ins "Getriebe";
was, immerhin, da nur vom Batteriestrom gespeist, nicht noch Personenschäden zur Folge haben kann.
Auf jeden Fall sollten Sie aber rechnen mit dem (versicherten ?) Spieltrieb von Besuchern, besonders jüngeren;
die bunten Knöpfe am herumliegenden Funksender reizen natürlich zum Ausprobieren.
Geräte, die es nicht vertragen im laufenden Zustand stromlos geschaltet zu werden, sollte man also entweder nicht anschließen,
oder aber den Funksender gut verstecken - auch nicht etwa beim Telefongespräch mit Herrn "M" von der "A"-Versicherung daran herumspielen.
Der dann eintretende Schadensfall wäre kaum versichert (das Gespräch würde aber sicher darunter leiden);
und Sie müßten das Barockstück entweder mutwillig weiterspinnen oder auf einen Blitzschlag hoffen.