Kurzbeschreibung
Tiere sind süß. Wir berühren sie gern, wir streicheln und tätscheln sie, und wir werden von ihnen beleckt und beknabbert. In Sagen und Mythen verschwinden die Grenzen zwischen den Arten oft ganz. Zeus nahm nicht selten Tiergestalt an, um sich einer Geliebten zu nähern. Im Märchen wird der Frosch zum Prinzen, und der Wolf überzeugte als Großmutter. Bei soviel Nähe ist es einleuchtend, dass die Übergänge zum intimeren Austausch manchmal fließend sind. Eine ausgesprochen unterhaltsame Gratwanderung.
Der Verlag über das Buch
Die Liebe zum Tier kennt viele Spielarten. Midas Dekkers führt sie in einem großen kulturhistorischen Panorama vor. Er zeigt, daß von den antiken Mythen bis hin zur Schmusekatze der Gegenwart die Liebe zum domestizierten Tier auch immer körperliche Seiten hat. Die oft fließenden Übergänge zur Sodomie bilden ein kulturelles Tabu; daß es sie trotzdem gibt, wird von Dekkers unverkrampft thematisiert. Häufiger als in der Realität ist sie allerdings in der Phantasie, in Literatur und Kunst zu beobachten, wie Dekkers' zahlreiche Beispiele zeigen. Niederländische Kritiker wählten das Buch zum Sachbuch des Jahres.
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