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Geliebter Täter: Ein Diplomat im Dienst der "Endlösung" Gebundene Ausgabe – 2. November 2011

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Er war ein typischer Schreibtischtäter - und die große Liebe ihrer Mutter... Lesenswert****" mbl Münchner Merkur, 09.02.2012

"Das Buch ist zugleich eine Aufarbeitung der eigenen Familiengeschichte....Immer wieder stellt man während Heidenreichs genauer Recherche fest, wie wenig Interesse in der allgemeinen Nachkriegsöffentlichkeit an der Verurteilugn von ehemaligen NS-Verbrechern bestand." Jonas Jordan Vorwärts online, 08.02.2012

"Heidenreich hat anhand der Geschichte Wagners und ihrer Mutter beeindruckend verdeutlicht, wie das Auswärtige Amt an der Schoah beteiligt war und wie die Seilschaften der NS-Verbrecher nach dem Krieg weiterfunktionierten." Alexandra Senfft taz, 14.01.2012

"Dafür, dass es ihr (Gisela Heidenreich, Anm. d. Verlages) gelungen ist dieses Schweigen zu überwinden, gebührt ihr unser Respekt." Ernst Piper Tagesspiegel, 19.12.2011

"Geliebter Täter" ist große Zeitgeschichte, aber auch ein Buch über Realitätsverleugnung und Hörigkeit, über Seilschaften im Nachkriegsdeutschland - und noch einmal über die Entzauberung eines Mutterbildes." Herbert A. Gornik Die Kirche, 19.02.2012

"Spannend geschrieben und noch immer hochaktuell." reisetravel.eu, 02.11.2011

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Gisela Heidenreich, geboren 1943 in Oslo, aufgewachsen in Bad Tölz und München, ist Sonderpädagogin, Paar- und Familientherapeutin, Mediatorin und Supervisorin.
Ihr Buch »Das endlose Jahr«, in dem sie »die langsame Entdeckung der eigenen Biographie« als Lebensborn-Kind beschrieben hat, war ein Bestseller. In „Sieben Jahre Ewigkeit –eine deutsche Liebe“ dokumentierte sie das geheime Leben ihrer Mutter.
Sie lebt in der Nähe von München.
www.gisela-heidenreich.com.


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Top-Kundenrezensionen

Von Christian Döring HALL OF FAME REZENSENTTOP 100 REZENSENTVINE-PRODUKTTESTER am 5. November 2011
Format: Gebundene Ausgabe
Gisela Heidenreich geht Anfang der 50er Jahre in München aufs Gymnasium. Weil sie nicht die Einzige sein will, die immer noch mit dem Ranzen zur Schule kommt, liegt sie ihrer Mutter in den Ohren wegen einer Aktentasche. Wochen später bekommt sie eine gebrauchte. Als Gisela ihre Tasche öffnet, liest sie mit blauer Tinte hineingeschrieben "Horst Wagner".

Selbstverständlich befragt die Gymnasiastin ihre Mutter nach diesem Mann. Was nun beginnt, ist die Geschichte einen Mann zu finden, der lange Zeit nicht nach Deutschland zurückkam, weil er Angst wegen seiner braunen Vergangenheit hatte.

Die Autorin verbindet sehr geschickt das Einzelbeispiel, das ins Private hineinreicht, mit der gesamtgesellschaftlichen Fähigkeit einer ganzen Nation die braune Vergangenheit aufzuarbeiten. Sie trifft dabei auf Schweigen und Ablehnung, aber auch auf stures Beharren längst vergangener Ideologien.

Wagner kam dann doch in die BRD und lebte hier noch viele Jahre ohne jemals ein Gespür für seine Schuld zu bekommen. Beinah resignierend schreibt Gisela Heidenreich über ihn: "Er fügte sein Handeln in den damals geltenden Referenzrahmen ein, der die Ermordung von Millionen Menschen möglich machte."

Zum Schluß steht Horst Wagner als Symbol für die Zeit, in der es das Nachkriegsdeutschland nicht geschafft hat, mit seiner Geschichte aufzuräumen. Dies ist die eine Sache, für mich als einer der nächsten Generation beobachte ich dasselbe Versagen in der Aufarbeitung der DDR - Zeit.

Meine Leseempfehlung für ein Buch mit aktueller Botschaft!
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Format: Gebundene Ausgabe
Aus ihrer eigenen Lebensgeschichte heraus (ein sog. "Lebensborn-Kind"), die schwierig und schmerzhaft genug sein musste, hat sich Gisela Heidenreich auf die Suche nach dem Mann gemacht, der ihre Mutter sogar noch nach Zusammenbruch des "Dritten Reichs" mit Nazi-Parolen einzunehmen verstand.
Die absolut fundierte und weit reichende Recherche der Autorin führt sie von einer schwarzen Aktenmappe aus ihrer Schulzeit, über die Liebe ihrer Mutter zu einem inhaftierten Nazi-Getreuen, zu einem individuellen Schicksal eines Emporkömmlings und - späteren - Verlierers der braunen Diktatur.
Am Rande und in nur wenigen Notizen blitzt auf, dass dieses geschichtliche Drama auch persönliche Tragik für die Autorin als KInd nach sich zog. Und dass diese Tragik sie erst dazu gebracht hat, über Horst Wager zu recherchieren.
Wagner, dessen Rolle im Laufe des Buches immer mehr anhand seiner Lebensstationen heraus gearbeitet wird, dessen Position und Wirken unter Hitler sich immer weiter offenbart, je tiefer die Autorin in die Geschichte zurückgeht.

Dieses Buch ist sympathisch persönlich geschrieben, dennoch nüchtern genug und außerdem verständlich, sodass sich alle interessierten Leser, die so manchen Aspekt dieser furchtbaren Zeit näher betrachten möchten, bestimmt in viele spannende Lesestunden mit dieser Lektüre vertiefen können.
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Von HEIDIZ TOP 500 REZENSENTVINE-PRODUKTTESTER am 2. März 2014
Format: Gebundene Ausgabe
Geliebter Täter …
Wie kann man diesen Titel verstehen? Hatte ich mich gefragt, als ich ihn eines Tages bei meiner Bekannten entdeckte …

Eigentlich ist dieses Buch „NUR“ eine Familiengeschichte. Auf Grund der Tatsache aber, dass der Geliebte der Mutter der Autorin kein geringerer als der NS-Dilomat Horst Wagner war, macht dieses Buch dann doch zu einem zeitgeschichtlichen Dokument mit sehr viel historischem, aber natürlich auch biografischem Inhalt.

Wer war Horst Wagner?

Horst Wagner wurde am 17. Mai 1906 in Posen geboren und starb am 13. März 1977 in Hamburg. Eer war Diplomat während des Dritten Reiches und ist bekannt als der Leiter Referatsgruppe „Inland II“ („Judenangelegenheiten“) im Auswärtigen Amt und ebenfalls als Verbindungsmann zwischen Ribbentrop (Reichsaußenminister) und Himmler (SS Reichsführer). Wagner war für die Judendeportationen (Kriegsverbrechen) verantwortlich. Der strafrechtlichen Verfolgung entzog er sich (die Mutter der Autorin half ihm dabei !!!) zunächst durch Flucht nach Südamerika und später durch systematische Verschleppung der gegen ihn anhängigen Strafverfahren.

Gisela Heidenreich erhielt von ihrer Mutter zum Schulanfang eine Schultasche, in dieser fand das Mädchen den Namen Horst Wagner und fragte die Mutter, woher der Name kommt und wer dieser Herr Wagner ist. Die Mutter antwortete, das sein ein lieber Freund, der im Ausland sei, aber zurück käme.
Im Epilog liest man davon, wie diese Mappe mit dem Namen des Horst Wagner die junge Gisela durch ihre Schulzeit begleitete.

Die eigentlichen Kapitel erzählen dann von der Recherarbeit – von der Suche nach Horst Wagner und dem Hintergrund der gesamten Geschichte.

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