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Gelegentlich Krähen: Gedichte
 
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Gelegentlich Krähen: Gedichte [Taschenbuch]

Axel Sanjosé
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)

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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

»Gelegentlich Krähen« ist der erste Gedichtband von Axel Sanjosé und enthält Texte aus den letzten siebzehn Jahren. Vielleicht kann man sein poetisches Verfahren als rhythmische Verknappung von Sachverhalten bezeichnen oder als paralinguistisches Forschen, vielleicht auch nicht. Während einer Lesung sagte ein Zuschauer, er habe bei jedem Gedicht den Eindruck, es sei zuvor etwas Schreckliches geschehen, man wisse nur nicht genau, was.

»In den Gedichten von Axel Sanjosé arbeitet ein zwischen Ding und Wort vermittelndes Bewusstsein, das Sprachbewegungen immer auch poetologisch begleitet. Wahrnehmungen werden vielsprachig und formbildnerisch ausdifferenziert; Reminiszenzen an biographische, landschaftliche und poetische Topographien leuchten auf. Eine zuweilen fast schon erzählende Dichtung entfaltet sich, die dem eigenen Rückgriff auf Tradition ebenso standhält wie sie sich den Ausbruch in offenere Schreibverfahren nicht versagt. Und immer ist da eine von allen Schlacken befreite, präzis artikulierte Bildlichkeit. Verdeckt halten diese Gedichte ihre Karten offen.« (Michael Lentz)

Über den Autor

Axel Sanjosé wurde 1960 in Barcelona geboren und lebt in München. Er studierte Deutsche Philologie, war literaturwissenschaftlich und kulturjournalistisch tätig und leitet seit 1999 die Öffentlichkeitsarbeit beim Designbüro KMS. Außerdem Lehrauftrag am Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft der Universität München seit 1988 sowie Arbeit an der Übersetzung der Werke der katalanischen Lyriker Carles Riba und Salvador Espriu.

Auszug aus Gelegentlich Krähen : Gedichte von Axel Sanjosé. Copyright © 0. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Das Gebüsch, ich nannt’ es Welt,
taucht nun den Rand in feuchten Dämmer,
die Zeit wird dichter, zäh und leicht
wie Träume.

Im Gras glänzt nackter jetzt ein Leib,
und süßlich legt sich Stille aufs Gemüt.
Das Licht surrt leiser, summt,
bebt lautlos in den Ohren.

Sag nicht: Hier sind Magnolien.

Sieh, die Farben kehr’n zurück,
das Rauschen. Espen. Die Krähen
karren die ersten Fuhren Herbst heran,
die Leere ist noch warm.

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