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Produktinformation
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Mit seinem neusten Buch versucht der erfahrene Paartherapeut dieses Manko zu beheben und eine "Fortbildung in Partnerschaft" zu bieten, um die "Glücksbedingungen" der Zweisamkeit erkennen und schaffen zu können.
Eine Liebesbeziehung ist keine wartungs- und verschleissfreie Glücksmaschine. Moeller lässt keinen Zweifel, dass man sich von vielen falschen Erwartungen wie dieser erst lösen muss. Er weist jedoch einen zwar mühevollen, aber klaren Weg, auf den sich Paare begeben können, die in einer immer oberflächlicheren Welt nach Tiefe und Lebendigkeit in ihrer Beziehung suchen.
Wie in seinen früheren Büchern (z.B. Die Wahrheit beginnt zu zweit, Die Liebe ist das Kind der Freiheit) setzt sich Moeller auch diesmal sehr fundiert mit diesem ewigen Thema auseinander und beleuchtet es von vielen Seiten. Wohltuenderweise meidet er modisches "Frauen-sind-von-der-Venus-und-Männer-vom-Mars"-Gerede. Stattdessen propagiert er anhand konkreter Übungen und vieler Fallbeispiele die Entwicklung von Konflikt-, Kommunikations- und Beziehungsfähigkeit. Gleichzeitig vergisst er aber nie, dass die Liebe nicht im luftleeren Raum existiert, sondern von kulturellen und gesellschaftlichen Bedingungen abhängt.
Von der Masse der Ratgeberliteratur, die den Eindruck erweckt, mit ein paar schnellen Tipps sei es getan, hebt sich Gelegenheit macht Liebe sehr positiv ab und kann eigentlich allen Paaren (nicht nur solchen mit Problemen) wärmstens empfohlen werden. --Christian Stahl -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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Moeller ist weiß Gott kein Meister der Vereinfachung und er legt es nicht darauf an, dem Ratsuchenden irgendetwas leicht zu machen. Er ist nicht unstrukturiert, aber er überlässt es dem Leser, sich durch sperrige Artikelüberschriften zu kämpfen und so etwas wie einen roten Faden zu finden. Was hier von Liebe steht, versprüht wenig Charme. Es handelt nicht vom Zauber des Neuen sondern davon, einmal Liebgewonnenes zu erhalten oder wieder zu gewinnen. Der Fokus ist harte Arbeit.
Moeller ist seit Jahrzehnten Paartherapeut, und so manche der Wendungen, die er argumentativ nimmt, lassen sich unter Betriebsblindheit abhaken. Hiermit meine ich insbesondere das Ausmalen der Unverzichtbarkeit therapeutischer Begleitung bei bestimmten Problemen. Es klingt phasenweise ungeheuer anstrengend, wenn er formuliert, welche Prozedere die Paare zu durchlaufen haben, um günstige Rahmenbedingungen für ein befriedigendes Liebesleben zu erlangen.
Wenn man sich nonchalant über Möllers Gebrauchsanweisungen hinwegsetzt und das Geschriebene aus seinem therapeutischen Kontext löst, zeigt sich eine im Gegensatz zu seiner therapeutischen Dogmatik geradezu erfrischende Radikalität im Sinne von Kritik an den für Paare ungünstigen gesellschaftlichen Verhältnissen und an paarblinder Politik. Die Beherztheit, mit der er sich durch politische Forderungen selbst auf einen verlorenen Posten stellt, erzeugt einige der faszinierendsten Passagen dieses Buches.
Man kann es durchaus ein kraftvolles Buch nennen. Mit dem Nachschub freilich, dass es auch sehr viel Kraft braucht, das Programm, das er zur Herstellung optimaler Paarbedingungen darlegt, durchzuziehen. Freilich läßt sich einwenden, dass seine Lösungsansätze offen sind und dass er nur mögliche Handlungsrichtungen aufzeigt. Dennoch drängen sich mir beim Lesen nur allzu häufig Fragen auf wie „gibt's das nicht auch in einfacher?".
Mein Unbehagen an diesem Buch wird vielleicht am Passendsten dadurch ausgedrückt, dass ich etwas Gegenläufiges aus einem anderen zitiere, nämlich aus Fiona Harrolds „Be Your Own Life Coach": „My interest in your past is simply to see how it is affecting you now and may affect you in the future. My approach does not involve focussing on the past because my objective is to move you forward with momentum and enthusiasm, and as quickly as possible. To focus on the past at length will only deflect us from this goal."
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