Der kleine Verlag "Edition Ebersbach" bemüht sich seit Jahren mit großem Erfolg, eine möglichst lückenlose Topographie weiblicher Künstlerinnen zu schaffen. Der Schwerpunkt liegt dabei vor allem auf dem ersten Drittel des 20. Jahrhunderts, in der ja erstmals Frauen zugestanden wurde, in ihren Berufen tätig zu sein. Das gilt natürlich im besonderen Maße für die Frauen in der Kunst, die nun erstmals aus dem Schatten als relative Wesen heraustreten konnten.
Diesen "Grenzgängerinnen der Moderne" ist nun dieses - wie immer - in hervorragender Bild- und Textqualität ausgestattete Buch gewidmet, dass so unterschiedliche Frauen wie Mina Loy, Elsa Triolet, Nancy Cunard oder Annemarie Schwarzenbach portraitiert. Allen Frauen gemeinsam ist die radikal-emanzipierte Haltung, mit der sie ihren Weg gegangen sind, mit zum Teil großen Hindernissen und Schwierigkeiten.
Ebenfalls eine große Rolle spielte bei allen Künstlerinnen das in der Regel urbane Umfeld, die Künstlerszenen so lebendig-spannender Städte wie New York oder Paris. Hier gilt es Frauen kennen zu lernen, deren Einfluss bis heute spürbar geblieben ist, auch wenn man ihre Namen zum Teil kaum noch kennt.
So lässt dieses Buch die Leserinnen und Leser teilhaben an einer Zeitreise in die Zwanziger Jahre und mitten hinein in die "gelebten Sehnsüchte" wahrhaft emanzipierter Frauen!