Die beiden Autoren haben mit Ihrem Buch die Entwicklung des Vollgeldsystems, wie es Irving Fisher
100%-Money 100%-Geld1935 vorgeschlagen hat, auf den Stand des elektronischen Zeitalters gebracht.
Die Diskussion um die Übernahme der Geldschöpfung durch die Regierung - die dieses Recht den Privatbanken entzieht und einer unabhängigen Währungskommission übergibt oder durch die Zentralbank durchführen lässt - wird jedes Mal geführt, wenn die privatwirtschaftlich geführten Banken wieder einmal eine Rezession auslösen und die Geldmenge verknappen.
Der Ansatz in diesem Buch geht jedoch nicht so weit, sondern führt nur die Rücknahme der Neugeldschöpfung unter staatliche Kontrolle durch.
Dadurch können nur etwa 3 % des BNP aufgebracht werden. Immerhin jedoch eine Summe, die zumindest die Neuverschuldung aufheben würde. Langfristig also eine zentrale Forderung der Politik erfüllen könnte.
Die Durchführung dieser Maßnahme wird in dem Buch ausführlich und banktechnisch korrekt beschrieben.
Damit wird es zum zentralen Textbuch für eine Geldreform, die der Demokratie eine erste stabile Basis geben kann, indem es zu einer neuen Balance des staatlichen und nichtstaatlichen Handelns kommt. Einerseits bleiben privat geführte Banken unabhängig und müssen nicht verstaatlicht werden, andererseits erhält die Regierung mit dem staatlichen Geldschöpfungsmonopol eine Möglichkeit konjunkturpolitisch eingreifen zu können.
Die Ideen dieses Buches wurden insbesondere von Bernd Senf in
Der Tanz um den Gewinnkommentiert und in ein Gesamtkonzept eingebettet.
Im
Prinz des Goldes: Fabelhafte Finanzkriseist das Konzept umfassend als "Geschichte" bereits verwirklicht und die Auswirkungen einer demokratischen Geldreform auf die Entwicklung der Demokratie und der Volkswirtscahft werden einfach und klar dargestellt.