oder
Loggen Sie sich ein, um 1-Click® einzuschalten.
oder
Mit kostenloser Probeteilnahme bei Amazon Prime. Melden Sie sich während des Bestellvorgangs an. Erfahren Sie mehr
Alle Angebote
Möchten Sie verkaufen? Hier verkaufen
oder
gegen einen Amazon.de Gutschein über EUR 6,30 eintauschen?
Geldherrschaft: Ist unser Wohlstand noch zu retten?
 
 
Den Verlag informieren!
Ich möchte dieses Buch auf dem Kindle lesen.

Sie haben keinen Kindle? Hier kaufen oder eine gratis Kindle Lese-App herunterladen.

Geldherrschaft: Ist unser Wohlstand noch zu retten? [Gebundene Ausgabe]

Wilhelm Hankel , Robert Isaak
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 19,90 kostenlose Lieferung. Siehe Details.
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o
Auf Lager.
Verkauf und Versand durch Amazon.de. Geschenkverpackung verfügbar.
Nur noch 7 Stück auf Lager - jetzt bestellen.
Lieferung bis Mittwoch, 30. Mai: Wählen Sie an der Kasse Morning-Express. Siehe Details.
Gutschein erhalten
Tauschen Sie jetzt Geldherrschaft: Ist unser Wohlstand noch zu retten? gegen einen Amazon-Gutschein in Höhe von EUR 6,30 ein - einlösbar für Tausende von Artikeln bei Amazon.de. Entdecken Sie mehr eintauschbare Bücher im Bücher Trade-In Shop. Bitte beachten Sie die Teilnahmebedingungen.

Jetzt für Amazon Student anmelden und um 20% erhöhten Eintauschwert sichern.

Wird oft zusammen gekauft

Geldherrschaft: Ist unser Wohlstand noch zu retten? + Die EURO-Lüge ... und andere volkswirtschaftliche Märchen: Eine volkswirtschaftliche Märchensammlung + Das Euro-Abenteuer geht zu Ende: Wie die Währungsunion unsere Lebensgrundlagen zerstört
Preis für alle drei: EUR 59,75

Verfügbarkeit und Versanddetails anzeigen

Die ausgewählten Artikel zusammen kaufen

Kunden, die diesen Artikel gekauft haben, kauften auch


Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 254 Seiten
  • Verlag: Wiley-VCH Verlag GmbH & Co. KGaA; Auflage: 1. Auflage (11. März 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3527505946
  • ISBN-13: 978-3527505944
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,8 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 287.097 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Finanzkrisen verändern den Kapitalismus in besonderer Weise. Die aktuelle Krise zeigt, dass Finanzwirtschaft und Realwirtschaft Gefahr laufen, immer stärker entkoppelt zu werden. Diese Situation lässt die Finanzkrise beinahe zu einer Systemkrise werden. In Europa kommt außerdem die Krise des Euro hinzu: Griechenland war erst der Anfang. Andere Länder werden folgen und das Konzept der EU in Frage stellen. Die aufstrebenden Staaten, wie Brasilien, Russland, Indien und China (BRIC) 'profitieren' davon in zweifacher Weise: ihre weltwirtschaftliche Stellung wird stärker und sie können den größten Fehler des Westens, das 'overbanking', vermeiden.
Für Wilhelm Hankel und Robert Isaak hat die westliche Politik einen kritischen Punkt erreicht, an dem sie sich folgender Konsequenz der Krisenjahre stellen muss: Der Kapitalismus als System kann nur überleben, wenn er sich für drei Reformen öffnet: stärkere Kontrolle des Finanzsektors, eine neue Weltwirtschaftsordnung (Bretton Woods II), und die Erneuerung des Nationalstaates. Die Grenzen der Globalisierung sind erreicht, die Aktivitäten der Nationalstaaten müssen neu konzipiert werden. Das gilt insbesondere für die Rolle des Finanzsektors. Denn seine Probleme belasten die Zukunft der Nationalstaaten sowie der gesamten Weltwirtschaft.

Über den Autor

Wilhelm Hankel: Professor (em.) für Währungs- und Entwicklungspolitik an der J.W. Goethe Universität Frankfurt, früherer Gastprofessor am Wissenschaftszentrum Berlin, The Johns Hopkins School of Advanced International Studies in Bologna, Georgetown University in Washington, D.C, und Harvard. Derzeit Zentralbankberatung im Irak und in Syrien. Frühere Tätigkeiten: Chefökonom der Kreditanstalt für Wiederaufbau, Ministerial-Director und Leiter der Abteilung Geld und Kredit, Bundeswirtschaftsministerium, Präsident der Hessischen Landesbank, Sonderberater der EU Kommission für Währungspolitik.
 
Robert Isaak: Henry George Professor of Economics, Pace University, New York; Früherer Gastprofessor an der Universität Mannheim, Universität Heidelberg, SKEMA an der Sophia Antipolis, Groupe Ècole Superieure de Commerce de Grenoble, Franklin College, SUNY Purchase,New York University, New School of Social Research. Beratung Siemens, Technicon, Prudential Intercultural, Global Intercultural

Welche anderen Artikel kaufen Kunden, nachdem sie diesen Artikel angesehen haben?


In diesem Buch (Mehr dazu)
Ausgewählte Seiten ansehen
Buchdeckel | Copyright | Inhaltsverzeichnis | Auszug | Stichwortverzeichnis
Hier reinlesen und suchen:

Tags, die Kunden mit diesem Produkt verbinden

 (Was ist das?)
Klicken Sie zum Suchen verwandter Artikel, Diskussionen oder Personen auf ein Tag.
 

 

Eine digitale Version dieses Buchs im Kindle-Shop verkaufen

Wenn Sie ein Verleger oder Autor sind und die digitalen Rechte an einem Buch haben, können Sie die digitale Version des Buchs in unserem Kindle-Shop verkaufen. Weitere Informationen

Kundenrezensionen

4 Sterne
0
3 Sterne
0
1 Sterne
0
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
...hätte Goethe gesagt, wenn er Betriebswirt gewesen wäre.

Professor Wilhelm Hankel - ein ausgewiesener Goethe-Kenner, weiß nur zu gut, daß Finanzkrisen oder Währungszusammenbrüche im Kapitalismus immer auch zu sozialen Neuerungen aufgrund der Einsichtsfähigkeit der Akteure geführt haben. Auch hiervon handelt das vorliegende Buch. Es ist Erklärung, Warnung und Ausblick in einem. Ziemlich viel für ein Buch mit 243 Seiten, aber Hankel ist ein Kenner der Materie mit jahrzehntelanger Berufserfahrung, der Theorie und praktische Reflexion eines ausgesprochen sperrigen und komplexen Themas miteinander verbindet.

In der Öffentlichkeit wird er stets als Gegner des Euros wahrgenommen. Daß sein berufliches und lehrendes Wirken darüber hinausgeht, beweist er mit diesem Buch. So werden in dem vorliegenden Buch auch vier Ursachen der gegenwärtigen Krise des globalen Finanzsektors aufgefächert, sowie deren Ursache und Verbindungen aufgezeigt. Alle vier Ursachen haben sich über die letzten 40 Jahre mehr oder weniger unabhängig voneinander entwickelt. Gefährlich sind sie alle - auch Einzeln. Es handelt sich dabei um die von den USA ausgehende klassische (Standard-)Finanzkrise, die EURO-Krise sowie die Gefährdung der globalen Arbeits- und Produktionsmärkte in den entwickelten Industrieländern aufgrund des demographischen Übergangs sowie die nur schwer verständliche Krise der Zahlungsbilanzungleichgewichte der industrialisierten Länder sowie der Schwellenländer.

Zur Finanzkrise aus und in den USA:
Hierbei handelt es sich um eine Blase, welche die USA aufgrund der Vormachtstellung Ihrer Währung selbst produziert haben und die Welt einluden ihren Teil (ihre Ersparnisse) dazu beizutragen. Diese klassische Standardkrise, durch eine übermäßig geschöpfte Geld- und Kreditmenge erzeugt, hat auf dem Vermögensmarkt (Immobilien, Aktien, Anleihen, Gold, etc.) über die Jahre eine sog. Vermögenspreisinflation erzeugt. Da diese exorbitanten Preissteigerungen nicht direkt auf die Konsumgütermärkte durchschlugen (hier existierte ja globale Konkurrenz und Transparenz in der Produktion sowie im Absatz) ist diese sektorale Inflation an uns Normalbürgern mehr oder weniger vorbeigegangen, bzw. wir konnten die erratischen Preissprünge auf diesem Markt nicht korrekt deuten. Wir hätten wahrscheinlich sonst eher die Notbremse gezogen durch Verweigerung beim Ankauf von Aktien, Anleihen und sonstigen Vermögensgegenständen. Diese Blase musste irgendwann endgültig platzen und lassen ein ratloses Amerika zurück mit einer inzwischen um die 18% hohen realen Arbeitslosenrate und das ungute Gefühl, daß auch viele Normal-Amerikaner schon lange keine Globalisierungsgewinner mehr sind. Wenn sie es denn jemals waren.

Zur Euro-Krise:
Wilhelm Hankel war immer ein Gegner des Euros, nicht aus Gründen der Europafeindlichkeit, sondern da ihm aus seiner beruflichen Praxis sowie dem profunden Wissen um die Wechselkurs- und Zinsmechanismen klar war, daß die grundlegende Mechanik eines außenwirtschaftlichen Gleichgewichtes außer Kraft gesetzt wurde. Dadurch hat er das Auseinanderfallen nicht als Prophet vorhergesehen (die Prophetie speist sich ja gerade nicht aus rationalen Argumenten oder Wissen um Zusammenhänge) sondern aus der Sicht eines Ökonomen. Die Einführung des EURO in einem so disparaten Währungsraum musste zwangsläufig zu den nun vorherrschenden Problemen führen, da die beiden Mechanismen, welcher sich unterschiedliche Wirtschafts- und Währungsräume bedienen, nämlich Zins und Wechselkurs, außer Kraft gesetzt wurden. Die Zinsen sanken in den Club-Med Länder teilweise um 2/3 und unser Erspartes floss i.H.v. 1 Billion munter in weniger produktive Wirtschaftsräume, da die Zinsen dort immer einen Tick höher waren wie bei den Sparländern. Dort erzeugte es einen künstlichen Boom, der die Preise in diesen Märkten inflationierte, was die Zinsen für Kredite negativ werden lies. Nicht einfach zu verstehen, aber so war es nun mal. Nun stehen wir vor einem Scherbenhaufen und Europa war noch nie so geteilt wie heute. Das die Griechen nun sauer auf die Geberländer sind, ist mehr als verständlich.

Zur demographischen Krise:
Hier führt Hankel aus, daß er durchaus wie Max Otte weit über den Tellerrand einer rein wirtschaftlichen Betrachtung hinausblickt. Wirtschaft ist kein blutleeres System für Buchhalter, sondern ein organisches Ganzes, welches am Ende durch Menschen gestaltet und gelenkt wird. Der demographische Übergang wird soziale Ansprüche neu definieren und auch den Verteilungskampf um die Ressourcen anders gestalten. Auch die Globalisierung darf nicht darüber hinwegtäuschen, daß die Generation jenseits der 65 eben nur durch die eigene Bevölkerung versorgt werden kann und sonst durch Niemanden. Werden hier nun die Ersparnisse durch einen weichen Euro oder Finanzkrisen in Mitleidenschaft gezogen, ist im System etwas falsch gelaufen und die sog. Neoliberalen müssen sich zu Recht fragen lassen, ob Ihre Systemlehre tatsächlich immer automatisch langfristig stabile Ergebnisse erzeugt oder ob es sich nicht eher um eine Art Ersatzreligion handelt, die bisher eher für Chaos und Durcheinander gesorgt hat. Die nun deutlich sichtbaren Risse im System lassen gerade die Werthaltigkeit unserer Ersparnisse für das Alter auf wackligen Füßen stehen. Soziale Veränderungen kündigen sich immer über die Hintertür an.

Zur Krise der Leistungsbilanzen:
Bei den Leistungsbilanzen offenbart Hankel seine ganze Erfahrung. Sonderbarer Weise gieren viele Länder danach mehr zu exportieren, als sie importieren. Wer aber mehr verkauft, wie er einkauft muss dem Käufer auch einen Kredit geben. So kaufen die USA eben mehr Waren in China ein, als China Waren in den USA. Die so gewonnenen Dollars werden von dem chinesischen Bankensystem dann u.a. in amerikanischen Staatsanleihen investiert. China verliert hier gleich zweimal: aufgrund der künstliche niedrig gehaltenen Löhne der chinesischen Arbeiterschaft sowie durch das Risiko, den Wert der Anleihen niemals wiederzusehen. Die USA wiederum gewinnen die Möglichkeit eines Überkonsuns aller Einkommensschichten sowie die Bereitschaft der Welt ihre volkswirtschaftliche Ersparnisbildung von 0% zu finanzieren. Diese Leistungsbilanzungleichgewichte haben sich seit Jahrzehnten aufgeschaukelt und es ist mehr als Wahrscheinlich, daß die Ersparnisse teilweise von Ländern wie Deutschland, Japan, China, Österreich, Finnland und vielen anderen dem Untergang geweiht sind. Wer die Fundamentaldaten wie Produktivität, Erwerbsquote, Ersparnisbildung, Lebensstandard, Verschuldung und demographischer Übergang der Schuldnerländer ansieht, wird wissen: keine jetzt lebende Generation wird bereit sein diesen Schuldenberg für das Ausland abzutragen. Sie müsste ein Leben lang auf alles verzichten, wofür sie arbeitet. Hankel bietet hier ein ganzes Leben Erfahrung und erläutert, wie nach dem Aufkündigen des Wechselkurssystems Ende 1973 der Dollar seine Doppelfunktion als nationale Währung, aber auch als Welt-Zahlungsmittel mißbrauchte und sich von der Golddeckung abkoppelte um so noch ungehemmter die Welt zu überfluten. Die inzwischen erdrückenden Leistungsbilanzdefizite, welche u.a. über das Ausland (China, Japan, Deutschland, etc.) finanziert wurden, müssen irgendwann abgetragen werden. Würde man die jetzt arbeitende Bevölkerung diese Bürde schultern lassen, wäre eine tiefe und lange Rezession die Folge, vor der sich alle Schuldnerländer - seien sie im Inland oder Ausland verschuldet, aus verständlichen Motiven fürchten.

Alle diese Themen sind über die gewaltige Kreditschöpfung, mit denen uns die Zentralbanken, die Geschäftsbanken sowie die übrigen nützlichen und unnützen Finanzinstitute beglückt haben, verknüpft. Wenn es auch schwierig zu verstehen ist: Kredit ist geronnene Arbeit. Wir arbeiten und einen Teil davon sparen wir. Wir können das gesparte in Form von Gold, Papiergeld oder Zigaretten unter das Kopfkissen legen. Dann arbeitet es eben nicht. Wir können es aber auch verleihen und erhalten das Versprechen den verliehenen Kredit mit Zinsen zurückzuerhalten. Grundlage eines jeden Kredites ist somit tatsächliche Arbeit. Die Zentralbanken haben nun darauf zu achten, daß über die geschöpfte Geldmenge immer auch die mögliche Kreditmenge dem Wachstum der Produktion angemessen ist. Durch die gewaltige Geldmengenvermehrung der letzten 40 Jahre sowie die Deregulierung der Finanzmärkte und ein fehlendes Welt-Währungssystem ist dieser einfache, aber langfristig wirksame und auch theoretisch gültige Zusammenhang aus dem Blickfeld der Ökonomen geraten. Wer noch ein Blick für die tatsächlichen Zusammenhänge von Arbeit (=Produktion), Kredit und Wechselkurse/Zinsen hatte (so wie Hankel) dem konnte nicht entgehen, daß die Welt auf einen Abgrund zusteuert, wie er größer nicht sein kann. Nun ist er da.

Der bange Leser reibt sich die Augen und fragt sich nun, warum ein so erfahrener Mann wie Hankel in den Medien in den letzten 15 Jahren kein Forum erhalten hat. Wollten wir das alles nicht wissen, war es zu komplex oder hat es uns einfach nicht interessiert? Lesen Sie weiter... ›
War diese Rezension für Sie hilfreich?
Ein Idealist 17. April 2012
Von Amazon bestätigter Kauf
Inzwischen sind seine Gedanken schon bei manchen Kabarettisten im Programm (z.B. Butzko) und werden dort kritisiert.
Insgesamt verschaffen die geschilderten Zusammenhänge aber Durchblick, auch wenn die Schlußfolgerungen sehr bei sonnigem Wetter
gefolgert scheinen.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
10 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Carsten
Geldherrschaft ist ein schnell geschriebenes und auch schnell zu lesendes Buch - in 2 Stunden hat man es durchgelesen. Das vor allem, weil eigentlich nur Behauptungen aneinander gereiht werden ohne anstrengende Theorie und auch meist ohne Beweisführung.

Was mich erstaunt hat: Herr Hankel ist zwar Gegner des Euro, aber starker Verfechter der Thesen von Keynes. In Geldherrschaft findet sich dann auch viel Keynes-Bewunderung und Teile des Buchs sind mehr oder weniger identisch zu dem von Hankel vor 25 Jahren verfassten Werk zu Keynes.

Mit Alternativen zu Keynes setzt sich Hankel nicht ernsthaft auseinander, er scheint seine Meinungsbildung diesbezüglich schon vor Jahren abgeschlossen zu haben.

Die Hauptthese von Hankel ist, dass im Bretton-Woods-Abkommen die Ideen von Keynes nicht ausreichend umgesetzt wurden, da zum einen nach außen hin der Dollar zur Leitwährung gemacht wurde (statt einer Kunstwährung) und dass zum anderen keine von Keynes geforderten Strafen für Defizit-Länder wie auch Überschuss-Länder eingeführt wurden. In der Praxis wäre es für einen Staat allerdings auch kaum möglich, Überschüsse wirksam zu verhindern - man müsste dann wohl Exportgenehmigungen einführen und Exporte untersagen oder der Staat müsste unter Umgehung des derzeitigen Vergaberechts bevorzugt im Ausland einkaufen... eigentlich unrealistisch. Auch die Steuerungsmöglichkeiten durch das Steuersystem sind begrenzt - es ist nicht realistisch, jedes Jahr die Steuersätze hoch und runter zu setzen, um so Binnennachfrage zu steuern.

Hankel fordert zur Ablösung des Euro die Einführung eines Bretton-Woods-II-Abkommens mit künstlicher Leitwährung ("Bancor") und Auf- und Abwertungsmöglichkeiten nach realer Kaufkraft.

Das ist sicher eine Möglichkeit. Aber Hankel geht überhaupt nicht auf Alternativen wie eine Rückkehr zum Goldstandard oder auf einen Wettbewerb der Geldsysteme ein, wie ihn einige Vertreter der österreichischen Schule fordern. Das Thema Gold wie auch die Thesen von von Mises / Hayek und Co. handelt er nur auf einer halben Seite ab, offenbar ist er inzwischen so überzeugter Keynes - Anhänger, dass er keine Lust hat, sich mit Alternativen wissenschaftlich zu beschäftigen.

Hankel macht außerdem eine nicht ausreichende Regulierung (Aufhebung der Trennung von Investment- und Geschäftsbanken in den USA) sowie eine nicht ausreichende flankierende Steuerung der Staatsausgaben für die momente Krisensituation verantwortlich (ähnlich wie Stiglitz).

Allerdings vergisst er zu erwähnen, dass derartige Regulierungen erst durch eine Keynes-geprägte Geldpolitik der USA erforderlich wurden. Denn erst der von Keynes erdachte Einsatz einer ständigen Niedrigzinspolitik sowie Geldmengenausweitungen a la Quantitative Easing zur Steuerung der Vollbeschäftigung machen es ja Investmentbanken möglich, zu Niedrigzinsen Geld von der Zentralbank auszuleihen und für spekulative Zwecke einzusetzen. Außerdem führt das künstlich niedrige Zinsniveau zu unsinnigen Investitionen, wie sich beim amerikanischen und spanischen Häuserbau zeigt.

Durch das auf den Lehren von Keynes basierend viel zu niedrig gesetzte Zinsniveau der Zentralbanken, insbesondere der FED, entstehen ja erst die Konkunkturzyklen (Boom und Bust), die Keynes eigentlich verhindern wollte, und die Asset Price - Blasen.

Hier hätte ich erwartet, dass Hankel auch auf die Alternative der Abschaffung von Zentralbanken (z.B. Ron Paul: End The Fed) unter Setzung des Zinsniveaus auf dem Markt als Ergebnis des Angebots von Sparern und der Nachfrage von Investoren eingeht. Denn auch das würde die Spekulation durch Investmentbanken verhindern, die sich dann nicht mehr risikolos und günstig Geld von den Zentralbanken ausleihen könnten (Keynes meint, dass es bei einem reinen Marktzins aus psychologischen Gründen zum Auseinanderklaffen der Angebots- und Nachfragezinssätze und daher unterlassenen Investitionen komme. Einen richtigen Beweis dafür ist er allerdings schuldig geblieben.)
War diese Rezension für Sie hilfreich?
Kundenrezensionen suchen
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen

Kunden diskutieren

Das Forum zu diesem Produkt
Diskussion Antworten Jüngster Beitrag
Noch keine Diskussionen

Fragen stellen, Meinungen austauschen, Einblicke gewinnen
Neue Diskussion starten
Thema:
Erster Beitrag:
Eingabe des Log-ins
 

Kundendiskussionen durchsuchen
Alle Amazon-Diskussionen durchsuchen
   


Lieblingslisten


Ähnliche Artikel finden


Anhand des Sachgebietes nach ähnlichen Produkten suchen:


Ihr Kommentar


Datenschutzerklärung von Amazon.de Versandbedingungen von Amazon.de Umtausch- & Rücknahme bei Amazon.de