... haben 24 Autoren gemeinsam geschrieben, herausgegeben wurde das Buch "Geld macht Geschichte. Kriege, Krisen und die Herrschaft des Kapitals seit dem Mittelalter." Anfang 2010 vom Spiegel Buchverlag, hat aber kaum etwas an Aktualität eingebüßt.
Dieses gut lesbare und leicht verständlich geschriebene Buch bietet mit seinen 30 kurzen Artikeln einen Überblick über die Entwicklung der Finanzgeschichte vom Mittelalter bis in die Gegenwart. Neben der Klärung, wie sich das Bankwesen im Italien des Mittelalters entwickelte und wie viele heute noch verwendete Begriffe entstanden, ist vor allem der Blick auf die zahlreichen Finanzkrisen in der Geschichte sehr interessant, bei dem jedes Mal der Vergleich zur Krise von 2009 gezogen wird. Es ist nichts Neues was dort durch rücksichtslose Profitgier, Spekulationstrieb und sorglosen Umgang mit dem Geld anderer ausgelöst worden ist, häufiger schon sind durch den Zusammenbruch solcher Spekulationsblasen Millionenwerte vernichtet und vor allem die Kleinanleger geschröpft worden. Zugleich wird auch ein Blick auf die Geschichte der Staatsfinanzen geworfen, auch ausufernde Staatsschulden haben beinahe so etwas wie ein historische Tradition, selbst Staatsbankrotte der in ihrer Zeit führenden Wirtschaftsmächte wie Spanien oder Frankreich haben die Welt nicht aus den Angeln gehoben. Das in fünf Hauptkapitel (Der Aufstieg des Kapitals (im Mittelalter), Die erste Globalisierung (von 1400 bis zur Französischen Revolution), Glanz und Elend nach 1800 (Bis zum ersten Weltkrieg), der Doppelschock (Die Zeit vom I. bis zum Ende des II. Weltkrieges, im Schwerpunkt die Weltwirtschaftskrise und der Schwarze Freitag 1929), Absturz nach dem Boom (Zeit nach 2000) eingeteilte Buch gibt einen sehr guten Überblick der Finanzgeschichte und ist ein hervorragender Einstieg in das Thema. Mit ihrem flotten, gut erklärenden und spannenden Stil gestalten die verschiedenen Autoren dieses eigentlich doch eher dröge Thema sehr interessant.
Als Einstig in die Thematik kann ich dieses Buch sehr empfehlen!