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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
43 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Die freie Marktwirtschaft funktioniert, aber nicht mit unserem Falschgeld!,
Von Christian von Montfort (Barcelona, Katalonien) - Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 500 REZENSENT) (HALL OF FAME REZENSENT) (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: Geld, Gold und Gottspieler: Am Vorabend der nächsten Weltwirtschaftskrise (Taschenbuch)
So kann man vielleicht die Kernthese dieses Buches zusammenfassen. Dies ist mein x-tes Buch zur Geldkrise, aber es ist immer wieder gut, das Geldproblem von anderer Seite beleuchtet zu sehen. Ungedecktes Geld ("Fiatmoney") war und ist Betrug am Volk, es ist in allen Versuchen der Menschheitsgeschichte gescheitert und es wird auch dieses Mal scheitern. Die Welt befindet sich derzeit im größten Papiergeldexperiment aller Zeiten - und kippt gerade wieder einmal um. Seit etwa 300 Jahren funktioniert es stets ein paar Jahrzehnte, während der die unheilige Allianz aus Staat und Zentralbank fröhlich Geld druckt und inflationiert. Im besten Fall spielen Politiker Sozialstaat und machen mit gigantischen Schuldenbergen das Volk von sich abhängig, im schlechtesten Fall führen sie Weltkriege (200 Jahre erfolgreiche Goldwährungen wurden in Europa zum 1.Weltkrieg aufgelöst, die Goldbindung des Dollars 1971 im Vietnamkrieg endgültig gekappt. Größere Kriege sind so teuer, dass sie nur mit Falschgeld möglich sind).Roland Baader ist einer der bekanntesten liberalen Geldtheoretiker Deutschlands, und er ist ein "von nichts und niemandem abhängiger Autor". Er schreibt populärwissenschaftlich und verständlich, und bezieht sich durchgehend auf die wissenschaftlichen Arbeiten berühmter Liberalisten (primär der Österreichischen Schule für Nationalökonomie), darunter Friedrich von Hayek, Ludwig von Mises, Martin van Crefeld, Adam Smith. Es ist laut Baader falsch und "verhängnisvoll", dass Wirtschaftskrisen und Miseren oft der freien Marktwirtschaft zugeschrieben würden, denn die eigentliche Ursache sei das ungedeckte Geld- und Kreditsystem. Der freie Markt funktioniere hervorragend und garantiere dem Einzelnen reale Freiheit, doch unser heutiges System entspräche durch die massiven Eingriffe und Regelungen seitens des Staates und einer Staatsquote von über 50% eher einer monetären Planwirtschaft. Im 'Sozialstaat' verteilten Politiker mit großem Tamtam nur das Geld, das sie vorher per Höchststeuern, versteckter Enteignung durch Inflation und Staatsverschuldung dem Volk abgenommen hätten. Eigenverantwortung, Selbstvorsorge, Vermögensaufbau, Ersparnisse, Sicherheit der Familie hätte der Sozialstaat zerstört und die Menschen abhängig gemacht. Wir zahlen einerseits hohe Sozialabgaben und fordern infolge Verarmung nach immer mehr Sozialstaat. Ein Teufelskreis, in dessen Mitte sich die Geld verteilende politische Kaste breit gemacht hat - und eine Geld verteilende Hochfinanz hinter den Zentralbanken. Baader nennt sie die "Gottspieler". Ein solcher Staat kaufe sich natürlich die Ökonomen und Institute, die sein Falschgeld schönreden (am meisten kritisiert Baader übrigens die 'Politics by Schuldenmachen' von John M. Keynes). Ich teile Baaders Plädoyer für den (Neo-)Liberalismus nur eingeschränkt, da es auch zu Zeiten der Goldwährung zu massiver Ausbeutung gekommen ist (zufällig lese ich parallel gerade B.Traven aus dem Mexiko der 1920er Jahre...). Der Liberalismus kennt nur den nackten Profit und das Recht des Stärkeren als Wert, alle anderen Werte stehen hintenan - und sind etwa durch den Staat im Gemeininteresse zu schützen. Aber ich stimme überein, dass der Westen derzeit viel zu weit zur durchregulierten Planwirtschaft verkommen ist. Bei seinem Lösungsvorschlag folgt Baader Friedrich von Hayek, der konkurrierende Privatwährungen vorgeschlagen hat. In einem freien Markt müssten die Teilnehmer ihr Geld selbst wählen können, und dies war in der Geschichte nie Papier, sondern immer ein reales Gut, meist Gold und Silber (bzw. eine goldgedeckte Währung). Bei einer begrenzten Geldmenge kann auch der Zinssatz, eine der wichtigsten volkswirtschaftlichen Größen, frei durch den Markt bestimmt werden. Nur so lassen sich Produktion und Konsum sinnvoll in Einklang bringen. Die heutige durchgeknallte Weltwirtschaft, deren Geldströme zu 99% Spekulation und nur noch zu 1% reale Güter betreffen, kann dabei nicht entstehen. Dazu reiche es, den Menschen eine stabile Währung als Alternative zum staatlichen Papiergeld anzubieten - die Märkte würden von allein darauf umschwenken. ABGRENZUNG Baader gegen Prof. Bernd Senf, meinen anderen Favoriten. Das Gesellsche Freigeld, auf das Senf hinarbeitet, wischt Baader mit einem einzigen Argument zur Seite. Solange das Freigeld nicht gedeckt sei, würde es früher oder später genauso inflationiert und missbraucht wie jedes andere Papiergeld auch. Senf sieht im Zinseszins die ursächliche Problematik und plädiert für die Herausgabe von Geld ohne Zentralbankzins. Baader zufolge kann der Markt den Zins verkraften, wenn man die Pleiten, die er verursacht, zulässt und es bei vielen kleinen Krisen belässt. (Im Kapitalismus werden Schuldner zwangsläufig zahlungsunfähig, wenn die Zentralbank die Geldmenge nicht in Höhe des Zinses erweitert. Wer 100 Euro ausgibt und 105 mit Zins zurückfordert, verursacht Pleiten, weil das Geld nicht existiert - oder er muss die 5 Euro in den Markt geben. Dann betreibt er Inflation und entwertet das Geld). Weil Regierungen und Zentralbanken durch Schulden und Geldschöpfung die kleinen Krisen verhindern, entstehen die großen Blasen unserer Zeit - die sich dann in grossen Crashs entladen. Wahrscheinlich ist die Goldwährung für beide die Lösung: Gold ist Besitz und keine Schuld, weshalb dieses Geld zinsfrei ist. Gleichzeitig kann Gold nicht inflationiert werden, es ist eine konstante, stabile Geldmenge. EXKURS Private Goldwährungen sind einfacher zu realisieren als man denkt. Es gibt sie schon, z.B. bei der Internetbank eGold, die Einzahlungen zu 100% mit Edelmetall hinterlegt. Überweisen können die Kontoinhaber global kostenlos, inflationssicher, schnell und in jeder beliebigen Währung, es wird einfach alles intern zum Tageskurs in Gold umgerechnet. Mit zunehmender Beliebtheit wird dieser Bankenkonkurrent jedoch von den US-Behörden bekämpft. BUCHTIPPS * Reinhard Deutsch, Das Silberkomplott - Die Geschichte des Geldes und des Entstehens der "institutionalisierten Korruption" aus Staat und Zentralbanken * Bernd Senf, Der Nebel um das Geld - Die Zinseszinsschraube als Krisenursache Nummer 1 (die Baader als zweitrangig ansieht) * Bernd Senf, Die blinden Flecken der Ökonomie - die großen VWL-Theorien eine nach der anderen erklärt und seziert * David Rothkopf, Die Super-Klasse: Die Welt der internationalen Machtelite" - Nur 6000 Leute stehen hinter dem Geflecht aus Konzernstrukturen Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
69 von 74 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
"Am Vorabend der nächsten Weltwirtschaftskrise",
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Geld, Gold und Gottspieler. Am Vorabend der nächsten Weltwirtschaftskrise (Gebundene Ausgabe)
Das Buch hat das Zeug, zum Klassiker zu werden. Es beginnt so: >>Die Sozialsysteme der Wohlfahrts- und Sozialstaaten der westlichen Welt steuern dem Zusammenbruch entgegen. Viele sind bereits am Ende und werden nur noch mit budgetpolitischen Tricks und betrügerischen Manipulationen mühsam aufrechterhalten. Der Wohlstand der Industrienationen besteht seit rund drei Jahrzehnten zu einem Gutteil nur noch aus Schein und Illusion - konkret: aus Kapitalverzehr - und steht mit seinen Fundamenten auf dem schlammigen Untergrund eines riesigen Schuldenmeeres.<<Was dann folgt, ist eine packende Abhandlung über die Entstehung des Geldes, über seine moderne Entartung zu Scheingeld (im doppelten Sinne), über Realitätsverlust und Machtkalkül der Herrschenden, über falsche Wirtschaftstheorien und ihren verheerenden Einfluß, über die sich zuspitzende Krise des Systems und über Wege zur Rettung. Die Stärke Baaders liegt darin, nicht nur das große Gemälde der Finanzkrise mit kräftigen Pinselstrichen zu malen, sondern nebenbei auch wirtschaftstheoretische Kenntnisse zu vermitteln, ohne langweilig zu werden! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Gold statt Scheingeld,
Von
Rezension bezieht sich auf: Geld, Gold und Gottspieler. Am Vorabend der nächsten Weltwirtschaftskrise (Gebundene Ausgabe)
Der Autor befasst sich in diesem Buch mit den Auswirkungen des Geldes auf die Wirtschaft. Die Ausführungen basieren dabei auf den Ideen der so genannten "österreichischen Schule" der Volkswirtschaftslehre.Zunächst wird die Herkunft des Geldes nachgezeichnet: Nach Ludwig von Mises erhielt das Geld seine ursprüngliche Kaufkraft dadurch, dass es aus Wertgegenständen bestand; in Europa setzten sich Silber und Gold durch. Später wurden Banknoten ausgegeben; diese waren Quittungen für die Einlagerung von Gold. Falls eine Bank mehr Banknoten ausgab, als sie Gold hatte, riskierte sie den Bankrott oder ihre Banknoten wurden unter ihrem aufgedruckten Wert gehandelt. Demnach konnte es zwar zu Bankzusammenbrüchen kommen, aber diese waren begrenzt und erzeugten keine landesweiten Erschütterungen. Die Probleme begannen, als der Einfluss des Staates wuchs und dieser sich des Geldes bemächtigte. Heute gibt es fast gar keine echten Reserven mehr und es kann Geld aus dem Nichts erzeugt werden. Das ist für den Staat natürlich viel besser, als die Steuern zu erhöhen. Wie Ludwig von Mises zeigt, erzeugen die Zentralbanken durch die Steuerung der Geldmenge und der Zinsen die Konjunkturzyklen (das war auch während der Weltwirtschaftskrise der Fall). Die Geldpolitik ist aber nicht nur für den Staat angenehm, sondern auch für andere "Gottspieler": Die Banken erhalten fast umsonst Geld, das sie teuer verleihen können; der Staat erhält scheinbar einfach Geld für Sozialpolitik oder Kriege; eine Politik des "leichten Geldes" versteckt vorüber gehend einen Teil der durch die Gewerkschaften erzeugten Arbeitslosigkeit. Durch die Geldpolitik kann man sich kurzfristige Erfolge sichern, für die erst in der langen Frist Kosten entstehen. Deshalb ist die Geldpolitik immer beliebt, wenn Wahlen vor der Tür stehen. Der einzige Weg zur Abschaffung der Konjunkturzyklen liegt in einer umfassenden Vertragsfreiheit mit uneingeschränkten Eigentumsrechten. Das bedeutet, dass das staatliche Geldmonopol mit den Zentralbanken abgeschafft und durch ein privates Geld ersetzt werden muss (auf Goldbasis, mit freien Banken und 100 % Reservehaltung). Mir hat das Buch gut gefallen, weil eine verständliche Sprache mit Auszügen aus der aktuellen Fachliteratur verbunden wird (diese sind in kleinerer Schrift abgedruckt und können ggf. von Laien überlesen werden). Den Punktabzug gibt es für die teilweise polemische Sprache. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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