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Geld in der Geschichte
 
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Geld in der Geschichte [Gebundene Ausgabe]

Karl Walker
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 185 Seiten
  • Verlag: Nikol Verlag (April 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3868200304
  • ISBN-13: 978-3868200300
  • Größe und/oder Gewicht: 19,2 x 13,4 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 107.578 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Die Tempel Griechenlands, die Kathedralen des Mittelalters, die Sixtinische Kapelle und die Bilder der Impressionisten ohne Geld hätten diese Kunstwerke nicht entstehen können. Wo immer das Geld auftaucht und in Gebrauch genommen wird, entwickeln sich Handwerk und Künste; der Mensch erhebt sich über die Bedürfnisse des Alltags und schafft Werke, die Generationen überdauern. Die Entwicklung des Geldwesens, dies die These dieses Buches, ist eine entscheidende Vorbedingung für Blüte und Niedergang der Kulturen. Walker zeigt dies anhand einer Unmenge von Episoden und Beispielen aus dem Alltagsleben. Seine Untersuchung führt zu Ergebnissen, die viele überraschen werden, etwa dem, dass das 13. Jahrhundert, der Höhepunkt der Gotik, die glücklichste Epoche in der Geschichte der Menschheit gewesen sei. Eine anregende, oft nachdenklich stimmende, aber auch zum Widerspruch herausfordernde Lektüre.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ewald Judt HALL OF FAME REZENSENT TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
1959 erschien im Rudolf Zitzmann Verlag, Lauf bei Nürnberg, "Geld in der Geschichte" von Karl Walker. Viele Jahre sind seither vergangen und "Geld in der Geschichte" war bald vergriffen und vergessen. Doch nicht ganz: Dank der Sunflower Foundation und dem zugehörigen Money Museum Zürich wurde das wiederentdeckte Buch erneut veröffentlicht - 2009 im Nikol Verlag, Hamburg. Karl Walker, ein Philosoph und Denker, ein klassischer Wissenschafter, der nicht nur Teilaspekte der Geschichte des Geldes behandelt, sondern eine Gesamtschau der Geschichte des Geldes und der damit unmittelbar verwobenen Geschichte der Menschen darbietet - von den alten Griechen bis nach dem 2. Weltkrieg. Klar stellt er die Bedeutung des Geldes für die Aufstieg und den Verfall von Kulturen dar. In historischer Abfolge schreibt er u.a. über das Münzwesen der Griechen, die Geldwirtchaft der Römer, die Barbaren (sind jene jenseits des Limes)und das Geld, die mittelalterliche Wirtschaftsblüte, die Entwicklung der Städte, die deutsche Hanse, die Wege der Falschmünzerei, das Geld in der Renaissance, Gold und Silber aus der Neuen Welt, Handelskriege und Zollpolitik, John Law und sein Papiergeld, die Assignaten der französischen Revolution, Geldzufluß und Bevölkerungsvermehrung, vom Kampf ums Gold zum 1. Weltkrieg sowie die große Inflation. Alle Kapitel übers Geld sind eingebunden in die jeweilige politische Situation und die Lebensumstände der Bevölkerung. Insgesamt handelt es sich um ein Buch für alle, die mehr über die zu allen Zeiten stattgefundene unterschiedliche Einbindung des Geldes in das Leben der Menschen und die Geschichte des Geldes wissen wollen. Über Einzelheiten der Darstellung von Karl Walter kann man anderer Meinung sein, dennoch ist sein Werk wenngleich etwas unstrukturiert unbedingt lesenswert.
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Frank Reibold TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Dieses Buch behandelt den Einfluss des Geldes auf die Geschichte und reicht von der Antike bis in die Zeit zwischen den Weltkriegen.

Geld ermöglicht in seiner Eigenschaft als allgemein anerkanntes Tauschmittel erst den Handel und die Arbeitsteilung. Wenn es kein Geld gibt, ist der Wohlstand einer Gesellschaft deshalb vergleichsweise gering.

Auch bei den alten Griechen und Römern konnte man schon sehen, dass Geldwirtschaft Wohlstand bringt. Das Römische Reich endete deshalb auch, als die Geldwirtschaft zusammenbrach.

Erst unter Karl dem Großen kam die Geldwirtschaft langsam wieder in Gang. Im Mittelalter prägten viele Adlige und Bischöfe ihr eigenes Geld. Dieses wurde regelmäßig eingezogen und durch neues ersetzt, was mehrere Folgen hatte: (1) Die Menschen wurden an die Geldwirtschaft gewöhnt; (2) Horten lohnte sich nicht; (3) Das Geld blieb in Zirkulation und kurbelte die Wirtschaft an. In der Zeit der Gotik (12. bis 15. Jahrhundert) lebte die Menschheit am glücklichsten bzw. harmonischsten. Das sieht man an den kurzen Arbeitszeiten, den vielen Festen, der guten Ernährung, der Freude am Baden, der Bekleidung usw. Vor allem wird der Wohlstand in den zu dieser Zeit errichteten gotischen Kirchen sichtbar. Diese zeugen von Religiosität und Wohlstand. Woher stammt dieser Wohlstand? Er stammt vor allem aus dem Handel, welcher wiederum auf die Bürger der neu entstehenden Städte verweist. Durch den Zwist zwischen Kaiser und Fürsten konnten die Städte von den Lehnsherren unabhängig werden, sodass sie große Freiheiten genossen. Dadurch wurden die Arbeitsteilung gefördert.

Leider hielt dieser Zustand nicht für immer an. Frankreich verarmte durch den Hundertjährigen Krieg, was sich auf das Deutsche Reich auswirkte. Die Menschen verloren das rechte Maß; sie wurden ausschweifend und gierig. Die Bevölkerung sah dies besonders bei der Kirche (siehe Ablasshandel und Luther). Die neu entstehenden Nationalstaaten bekriegten sich. Dies alles mündete in Bauern- und Religionskriege und schließlich in den 30jährigen Krieg. Zur Finanzierung der Kriege entwertete der Staat die Münzen und lastete die dadurch entstehende Inflation den "Spekulanten" an. Zum Ende des Mittelalters und zu Beginn der Neuzeit schwand somit das Vertrauen in die Marktwirtschaft; die Zünfte wurden wettbewerbsfeindliche, den Fortschritt hemmende Monopole und die Länder schotteten sich voneinander ab, damit das Geld im Inland verbleibt.

In Frankreich waren die Staatsfinanzen durch Kriege und Schlösser Ludwigs XIV. So zerrüttet, dass man den Schotten John Law ein Papiergeld einführen ließ. Dieses wurde auf staatlichen Wunsch immer weiter vermehrt, sodass es bald wertlos war. Nach der Französischen Revolution versuchte man es wieder mit Papiergeld und hatte ähnlichen Erfolg.

Schließlich setzte sich der Goldstandard durch. Deshalb musste der Staat mit dem meisten Gold den Ersten Weltkrieg gewinnen; das waren die USA. Die Goldbindung der Deutschen Reichsmarkt führte über die Reparationszahlungen in den Untergang unserer Volkswirtschaft. Die Weltwirtschaftskrise wirkte ähnlich.

Die Geschichte des Geldes zeigt, dass staatliche Eingriffe in die Handelspolitik (Merkantilismus) allenfalls kurzfristig funktionieren können (Colbert in Frankreich), aber langfristig Handelskriege nach sich ziehen. Staatliche Geldpolitik bedeutet notwendiger Weise Inflation. Beides ist für Handel bzw. Arbeitsteilung schädlich und mindert den Wohlstand eines Landes.

Was sind nun die Voraussetzungen für Wohlstand?

1. Kultur (Maß und Blick für das Ganze; im Mittelalter durch das Christentum verkörpert)
2. Freiheit (Selbstvertrauen statt staatlicher Befehle)
3. regelmäßige Erneuerung des Geldes

Mir hat das Buch teilweise gut gefallen. Die Zitate belegen, dass die Reallöhne zur Zeit der Gotik sehr hoch waren (zumindest in den Städten; aber die Bauern waren zu dieser Zeit noch nicht so belastet und die Städte im Gegensatz zu späteren Zeiten offen). Es stimmt, dass eine arbeitsteilige Gesellschaft ohne Geld nicht existieren kann. Das bedeutet aber nicht, dass mehr Geld immer gut ist (der Autor zeigt ja selbst, dass zu viel Geld Inflation erzeugt). Die These, dass Geld zirkulieren muss, ist heute auch widerlegt. Das Hauptanliegen des Autors bleibt im Unklaren; meint er mit der ständigen Erneuerung des Geldes vielleicht das Schwundgeld von Silvio Gesell? Heute wie damals stimmt es jedoch, dass die staatliche Geldpolitik die Menschen zu unproduktiven Tätigkeiten verleitet. Früher horteten die Leute aus Angst vor Münzverschlecherung ihr Silber oder Gold; heute wird das Geld in Rohstoffen und Derivaten angelegt wie damals in Ablassbriefen. Übrigens war nach dem Ersten Weltkrieg nicht der Goldstandard das Problem, sondern die falsche Bewertung des Goldes aus politischen Gründen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Die Geschichte des Geldes ist sehr aufschlussreich.
In der Schule und sogar beim Wirtschaftsstudium lernen wir nichts darüber oder gehen bestenfalls in Jahrtausenderschritten vor.
Aber die Probleme mit unserem Geldsystem gab es im Grunde schon immer.
Es ist die Spannung in der Arm-Reich-Schere oder in anderen Worten das Verschatzen (Horten) und das Zirkulieren des Geldes.
Man sieht letzten Endes dass das gegenwärtige Geldsystem bei Leibe nicht der Weisheit lezter Schluss ist und Zum Beispiel dem Geldsystem in Mittelalter unterlegen sein dürfte.

Das Buch ist sehr interessant geschrieben und mit erklärenden (und notwendigen)Abschweifungen in die Politik , das Kriegswesen aber auch in die Kunstgeschichte, das Leben der reichen und der armen Leute. Es ist schnell zu lesen und bietet einen guten bisweilen sogar umfassenden Einblick in die Geschichte des Geldes . Es ist kein Wunder dass das Buch Jahrzehnte nach seiner Erstauflage immer noch empfohlen und verkauft wird.

Ich empfehle es allen Wirtschaftsstudenten vor der ersten VWL-Vorlesung.
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