Gehört ihr zu denjenigen, die schon ein paar mal an der Börse spekuliert haben, aber es will sich noch nicht der richtige Erfolg einstellen - oder einfach gesagt: ihr macht Verluste? Dann kann ich euch nämlich das Buch „Geld und Börse" vom Börsenaltmeister Kostolany empfehlen. Natürlich ist dieses auch sehr interessant für erfahrenere Spekulanten.
Wer nämlich glaubt, daß dieses Buch einem Lehrbuch mit Binsenweisheiten, die auf trockene Art und Weise hintereinandergeschrieben sind, ähnelt, wird sich schwer täuschen. Kostolany gibt in lockerer Weise, zum Teil auch auf recht lustige, seine Erfahrungen des Börsenalltags, die er jahrelang gesammelt hat, wieder. Eigentlich ist das Buch eine Sammlung vieler Kurzgeschichten in denen Kostolany zeigt, welche Aktionen gut für das eigene Portemonnaie sind und welche man unbedingt vermeiden sollte, da sie schnell in den Ruin führen können. Oftmals wird der entsprechende Ratschlag nicht direkt dem Leser mitgeteilt, aber er ergibt sich sehr leicht aus dem Text, so daß der gewissenhafte Leser alles mitbekommt, was wichtig ist.
Gezeigt wird an der Börsengeschichte der Welt, wie das Börsenleben funktioniert, zum Beispiel das es immer wieder feste Zyklen gibt, die der Anleger erkennen und zu seinem Vorteil nutzen kann; Bedingungen, die erfüllt sein müssen, damit Aktien im Wert steigen können u.s.w.. Der Autor erzählt aber auch von den Erfahrungen anderer. Interessant ist zum Beispiel, daß sich auch das bekannte Genie Isaac Newton (Entdecker der Gravitationskraft) für die Börse interessierte - allerdings mit dem Ergebnis des absoluten Mißerfolgs, so daß in seiner Gegenwart das Wort „Börse" nicht mehr ausgesprochen werden durfte! Natürlich berichtet Kostolany auch sehr viel aus seinem eigenen Leben. Das Buch ist zwar keine Autobiographie, aber trotzdem werden viele Dinge aus seinem beruflichen und privaten Leben preisgegeben.
Wer anfängt, dieses Buch mit ungefähr 325 Seiten zu lesen, wird es so schnell nicht wieder zur Seite legen. Da bin ich mir ziemlich sicher, denn neben einem Schuß Ironie ist in gewisser Weise auch Spannung vorhanden.