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Gelb oder Grün?: Kleine Parteiengeschichte der besserverdienenden Mitte in Deutschland
 
 
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Gelb oder Grün?: Kleine Parteiengeschichte der besserverdienenden Mitte in Deutschland [Broschiert]

Franz Walter
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Broschiert: 145 Seiten
  • Verlag: Transcript; Auflage: 1., Aufl. (April 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3837615057
  • ISBN-13: 978-3837615050
  • Größe und/oder Gewicht: 22,4 x 13,6 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 201.139 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Franz Walter
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Unverzichtbar für alle, die die politische DNA verstehen müssen." Griephan Briefe, 26.04.2010 "Franz Walter [...] schreibt mit spitzer Feder. Es ist ein Vergnügen, ihm zu folgen." André Bornemann, www.bookstorecore.de, 23.04.2010 "Sie koalieren nicht, schon gar nicht freiwillig. So steht es im jüngsten Parteibericht Gelb oder Grün? , der hier und da die schrille Komik eines Gesellschaftsreports hat. Und doch handelt es sich dabei um eine grundseriöse Studie des Göttinger Parteienforschers Franz Walter, der hier die intellektuelle Freude am Gegenstand kaum verbirgt." Elisabeth von Thadden, DIE ZEIT, 29.04.2010 "Franz Walter sieht Deutschland am Beginn einer notwendigen Diskussion über die Zukunft des Parlamentarismus in Deutschland und hat mit dem jetzt vorgelegten Essay erneut komprimierte und faktenreiche Denkanstöße dafür geliefert." Michael Rösener, Mindener Tageblatt, 04.05.2010 "Was Walter gut herausarbeitet, sind die Zerwürfnisse: Die Grünen beschimpfen die FDP als marktradikales Zerrbild ohne Maß und Mitte , umgekehrt halten Liberale die Grünen für staatsfixiert." Kölner Stadt-Anzeiger, 25.06.2010 "Ein uneingeschränkt zu empfehlendes, pointiertes Essay, das zu lesen Vergnügen bereitet und Erkenntnisgewinn verschafft." Prof. Dr. Walter Wangler, www.socialnet.de, 28.07.2010 "Erkenntnisreiche Darstellung." Klaus Hohlfeld, ekz-Informationsdienst "Was [...] tun, wenn Umfrageergebnisse allzu niedrig oder geradezu erschreckend hoch sind? Man mag Westerwelle und Özdemir raten, das neue Buch des Göttinger Politikwissenschaftlers Franz Walter zu lesen. Amüsant sind seine Bemerkungen [...] allemal - und sie könnten für beide Parteien lehrreich sein." Susanne Kailitz, Das Parlament, 25.10.2010 "Gut, dass es Franz Walter gibt." Patrick Tiede, Kieler Nachrichten, 06.12.2010 "Walter bleibt mit Gelb oder Grün? seiner Linie treu und verbindet einmal mehr gekonnt eine essayistische Ausdrucksweise mit wissenschaftlicher Exaktheit. Es ist diese Mischung, [...] die die Studie äußerst lesenswert macht." Christoph Weckenbrock, Forum Politikunterricht, 3 (2010) "Insgesamt bringt die Lektüre des Buches den/die LeserIn dazu, die oft postulierte These von den Grünen als den neuen Liberalen noch einmal zu überdenken und stärker zu präzisieren." Thilo Scholle, spw - Zeitschrift für sozialistische Politik und Wirtschaft, 5 (2010) "Höchst lesenswert, nicht nur für die Anhänger beider Parteien!" Bernhard Lübbers, Buchprofile/Medienprofile. Medienempfehlungen für die Büchereiarbeit, 56/1 (2011) "Eine grundseriöse Studie des Göttinger Parteienforschers Franz Walter, der hier die intellektuelle Freude am Gegenstand kaum verbirgt." Elisabeth von Thadden, DIE ZEIT, 29.04.2010 Besprochen in: rhein-main-magazin, 9 (2010) Journal of Contemporary European Studies, 18/3 (2010), Hartwig Pautz Forum Kommune, 2 (2011), Eike Hennig

Kurzbeschreibung

In den letzten Jahren war viel von der Krise der Volksparteien die Rede. Den Nutzen hieraus zogen unzweifelhaft die Parteien der besserverdienenden Mitte: die FDP hier, die Grünen dort. Aber wie stabil ist die Hausse der beiden Parteien? Was verbindet ihre Anhänger, was trennt sie - sozial, lebensweltlich und politisch? Freie Demokraten und Grüne werden im Mehrparteiensystem die entscheidenden Scharniere der Koalitionsbildung sein. Aber was bedeutet das für die Zukunft der bundesdeutschen Gesellschaft?

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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von W. Öschelbrunn TOP 500 REZENSENT
Format:Broschiert
Franz Walter, Göttinger Politikwissenschaftler, gehört ohne Zweifel zu den scharfsinnigsten und zugleich scharfzüngigsten Analysten der bundesrepublikanischen Parteienlandschaft. Lieblingsobjekte seiner sezierenden Beobachtungsgabe sind einerseits die im Niedergang befindlichen Volksparteien SPD und CDU und andererseits die scheinbaren Krisenprofiteure von FDP und Bündnis 90/Die Grünen. In seinen zwei im Jahr 2006 erschienenen Essaysammlungen "Die ziellose Republik" und "Träumen von Jamaika" hatte Franz Walter seine Grundthesen zum Wesen der grünen und freidemokratischen Parteien bereits vorweggenommen, führt diese nun in "Gelb und Grün" aber noch einmal in mehr Details aus.

Walter liefert zunächst einen knapp-prägnanten Abriß der fast 150 Jahre währenden liberaldemokratischen Parteigeschichte, von den Anfängen im Bismarck-Reich bis zur Tagesaktualität der Westerwelle-Partei. Dass Franz Walter nicht zum Fan-Club unseres aktuellen Außenministers gehört, kommt wenig überraschend, die Verve, mit der er die Entwicklungen in der Westerwelle-FDP brandmarkt, überrascht dann aber doch: "Selten sonst in der Geschichte des Parlamentarismus und der Parteien hat sich ein Einzelner seine Partei in einem solchen Ausmaße untertan gemacht, auf sich selbst zu- und ausgerichtet. Mitunter hat es gar etwas Sektenhaftes, wie die FDP (...) ihrem Fahnenträger und Lautsprecher ganz oben zu Füßen liegt und ihm enthusiastisch zujubelt." (S 60) Mit seiner Analyse trifft Walter den Kern der gegenwärtigen Westerwelle-Malaise: "Die Soundbites verschlissen sich; man wurde der Parolen überdrüssig; man konnte sein Gesicht nicht mehr sehen, die schrille Tonlage seiner Statements kaum mehr ertragen. Medienvirtuosität birgt in sich - je erfolgreicher sie zunächst wirkt - alle Keime des Scheiterns." (S 61)

Steht Walter in Bezug auf die FDP geradezu das Bedauern über den Niedergang des sozial-liberalem Parteiflügels ins literarische Gesicht geschrieben, verfolgt er die frühen grün-fundamentalistischen Wirrungen und Irrungen mit unverhohlener Sympathie. Der Transformation der Grünen von der Protest- zur Eigenheim-Partei kann allerdings auch Walter nur mit einer gehörigen Portion Häme begegnen: "Der Protest verbeamtete. Damit begann der Abschied aus der Wohngemeinschaft. (...) Die Haare der Männer wurden kürzer, die der Frauen oft länger. Die Kleidung war nun teurer und modischer; die Latzhose verschwand aus den Kleiderschränken, ersetzt durch den Markenblazer italienischer Herkunft." (S 77) Diese Analyse ist zwar geradezu schmerzhaft stereotypenhaft, dadurch allerdings nicht weniger treffend. Walter liefert treffende Analysen, welche Rollen das grüne Führungspersonal (Fischer, Trittin, Roth) gerade in dieser Transformationsphase übernahmen. "Ihre Talente, gleichsam von Fischer bis Trittin, drangen mit harter Entschlossenheit nach vorne. Sie waren wuchtige Rhetoriker, oft verwegen, von bedenkenloser Wendigkeit, hatten immer unbeirrt das Ziel einer nicht zuletzt für sie selbst besseren Zukunft vor Augen." (S 88)

Walters Ansatz, die volksparteiliche Dominanz von CDU und SPD in den 50er und 60er Jahren mit der Einheitlichkeit öffentlich-rechtlichen Fernsehens zu korrelieren und entsprechend das Aufkommen des Privatfernsehens als Brandbeschleuniger für das Zersplittern des Parteienspektrums heranzuziehen, erscheint mir nicht schlüssig. Ist es wirklich mehr als eine Gleichzeitigkeit zweier Symptome gesellschaftlicher Veränderungen, gar ein wirklicher kausaler Zusammenhang? In gleicher Weise könnte man auch argumentieren, dass die grüne Parteibewegung offensichtlich von der Verbreitung der Haushalts-Mikrowellen profitiert habe, sind doch letztere im selben Zeitraum wie die grüne Partei aufgekommen.

Mit besonderem Interesse habe ich die Seiten über die schwarz-grüne Annäherung gelesen, in denen Walter durchaus über die üblichen Oberflächenanalysen der politischen Sonntagszeitungen hinausgeht und sich mit den Unterschieden in Wählerschaft und Sozialisation zwischen diesen Parteiformationen befaßt. "Grüne und Schwarze überschneiden sich nicht, sondern ergänzen sich, können durch Komplementarität im besten Fall an Stärke und Breite gewinnen." (S 106) Hingegen: "Es ist fast überraschend, wie wenig sich die Anhängerschaften dieser Parteien auf der unteren Ebene der deutschen Provinz angenähert haben. (...) Im breiten Geflecht ihrer Traditionssphären haben sich die Gegensätze indes mit erstaunlich zäher Konstanz gehalten." (S 107)

Ähnlich pointiert befaßt sich Walter wenige Seiten später mit der Distanz zwischen FDP- und grüner Wählerschaft. "Auf den Schulhöfen standen die beiden Gruppierungen sorgfältig getrennt in verschiedenen Ecken." (S 124) Und: "In der wohlhabenden Mitte der Gesellschaft haben sich zwei eigene und konträre Lebenswelten entwickelt, nicht in materieller Hinsicht, aber in Hinsicht von Prinzipien, von Einstellungen, in der Sichtweise von dem, was man für wichtig hält." (S 127)

Insgesamt liefert Walter eine pointierte, gut lesbare Analyse, die nicht nur für Wahlstrategen in den bundesdeutschen Parteizentralen von Interesse sein dürfte.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Broschiert
Dass der Göttinger Politikwissenschaftler Franz Walter überhaupt ein Buch über die besserverdienende gelb-grüne Mitte schreiben kann ,liegt daran,dass die Grünen 1990 nicht in den Bundestag gewählt wurden und sich die Grünen nach ihrem Wiedereinzug 1994 der besserverdienenden Mitte zuwandten.Lukas Beckmann ,grünes Urgestein ,erklärt das wie folgt:"So sind die Grünen 1990 auf eine Zusammenarbeit mit Bündnis 90 aus der vormaligen DDR angewiesen gewesen. Sonst hätte hätte der linke Flügel der Grünen obsiegt und stattdessen eine Zusammenarbeit mit der PDS durchgesetzt." (Bannas,Günter:Der Unbekannte unter den Allerwichtigsten ,in: FAZ NR.264 vom 12.11.2010,S.3.) Damit haben sich die Grünen manches politischen Milieus beraubt ,besonders jener, die neue soziale Lösungen anstrebten und oftmals immer noch anstreben. Der Soziologe Frank Wolfram Wagner konstatiert:"Urbane Entfremdung bezeichnet einen individuellen oder gesellschaftlichen Zustand,in dem die Beziehungen zwischen den Menschen in der Stadt verkümmert sind." ( Wagner 2009,S.111)Der Journalist Malte Lehming belegt die entfremdete Beziehung zwischen grüner Urwählerschaft und der besserverdienenden Parteielite:"Ökologie muss man sich halt leisten können.Die Grünen können sie sich leisten. Die sozial Schwächeren aber haben das Nachsehen. Höhere Strompreise,höhere Mieten . Wer arm ist,wird durch die Ökologie noch ärmer.(Lehming:Die grüne Elite, in :Der Tagesspiegel NR.20789,vom 3.11.2010,S8.)
Walter stellt in seinem Buch die Wähler der Parteien Bündnis 90/Die Grünen und der FDP vor. Zusammen waren das aber noch nie mehr als maximal 30% der abgegebenen Stimmen.Der politische Einfluss beider Parteien in Koalitionskonstellationen in der BR. Deutschland war aber oftmals viel grösser. Es gibt demnach manchen Wahlbürger ,den die Machtteilhabeoptionsoffenheit beider Parteien ,begründet durch eine oppurtunistische operative Planungsflexibilität des Führungspersonals,anekelt.
Es ist der Verdienst von Franz Walter ,dass diese zwei politischen Lebenswelten gleichen Milieus erstmals in Beziehung gesetzt worden sind.
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Es gibt Gemeinsamkeiten 4. Oktober 2010
Format:Broschiert
Franz Walter beschreibt knapp aber informativ die Geschichte der Parteien FDP und Grünen, um dann die heutige soziologische Basis dieser Parteien darzustellen. Dabei fällt auf, dass es viele Gemeinsamkeiten gibt, doch die Werte der jeweiligen Wähler völlig verschieden sind.
Die Bedeutung dieses kleines Buches liegt darin, dass in überschaubarer Weise die Parteien FDP und Grüne so gegenüber gestellt werden, dass der Leser versteht, warum trotz vieler Gemeinsamkeiten (z.B. Bildung und Einkommen) es doch grundsätzliche Unterschiede zwischen diesen Parteien existieren, die letztlich nicht überwunden werden können.
Leider hat der Verlag ein kleines Schriftbild gewählt, welches das Lesen etwas anstrengend gestalten lässt. Deshalb gibt es nur 4 Sterne.
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