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Gelächter im Dunkel
 
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Gelächter im Dunkel [Taschenbuch]

Vladimir Nabokov , Renate Gerhardt , Hans-Heinrich Wellmann
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 272 Seiten
  • Verlag: rororo; Auflage: 2 (2. Juni 2000)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499227673
  • ISBN-13: 978-3499227677
  • Originaltitel: Laughter in the Dark
  • Größe und/oder Gewicht: 19,3 x 11,6 x 2,9 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 64.548 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Es war einmal ein Mann, der hieß Albinus und lebte in der deutschen Stadt Berlin. Er war reich, angesehen und glücklich; um eines jungen Mädchens willen verließ er eines Tages seine Frau; er liebte; wurde nicht geliebt; und sein Leben endete in einer Katastrophe ... Vladimir Nabokovs Roman über das Berlin der zwanziger Jahre.

Über den Autor

Geboren am 22.04.1899 in St. Petersburg. Er entstammte einer großbürgerlichen russischen Familie, die nach der Oktoberrevolution von 1917 emigrierte. Nabokov selbst ging zunächst nach England, wo er am Trinity College in Cambridge französische und russische Literatur studierte. Von 1922-1937 lebte er in Berlin, wo er 1925 die Russin Vera Slonim heiratete, der er bis zu seinem Lebensende nahezu alle seine Bücher gewidmet hat. 1938 verließ Nabokov Deutschland und ging mit seiner Frau und seinem Sohn nach Paris, bevor er 1940 nach Amerika übersiedelte. Wegen seiner Kenntnisse als Schmetterlingsforscher erhielt er 1942 einen Forschungsauftrag der Harvard Universität. Er beschrieb eine Reihe von neuen Schmetterlingsarten, von denen eine nach ihm benannt wurde. 1945 wurde er amerikanischer Staatsbürger. Mit der Hilfe von Freunden und unter anderem aufgrund der Studie über Nikolai Gogol, die er 1944 veröffentlichte, wurde ihm 1948 eine Professur für Vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität von Cornell angeboten. Hier arbeitete er zehn Jahre lang, bis ihm der der Welterfolg von «Lolita» es ihm ermöglichte, seine Lehrtätigkeit aufzugeben. Nabokov zog in die Schweiz, wo er sich ganz dem Schreiben widmete, Schmetterlinge fing und seine russischen Romane ins Englische übersetzte. In gewisser Weise hat er sein Exildasein bis zu seinem Lebensende bewusst aufrechterhalten. Nie besaß er eine Wohnung oder ein Haus. Er lebte in einem Hotel in Montreux, wo er am 5. Juli 1977 starb. Auszeichnung der American Academy of Arts and Letters (1953); Kunstpreis der Brandeis Universität (1963/64); Orden des National Institut of Arts and Letters (1969).

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Der wohlhabende Albinus ( verheiratet , eine Tochter , wohnhaft in Berlin , nicht mehr ganz jung ) geht eines Tages ins Kino .
Er verliebt sich rettungslos in die junge Platzanweiserin, Margot. Sie wird seine Geliebte , er trennt sich von seiner Familie und endet schliesslich im Unglück .

Margot wiederum ist arm , hübsch und gerissen .Für sie ist ihre Sexualität eine Waffe , um Albinus zu beherrschen , um Macht zu haben .(ich könnte auch sagen, modern, sie ist ein "raffiniertes Luder", ist das verständlicher?).
Sie liebt ihn nicht ; sie liebt einen anderen , ihresgleichen .Wie sie enden wird , werden wir nicht erfahren.

Doch Albinus begegnet Margot nicht, weil er ins Kino geht , sondern weil er sie sucht .Und in jedem Moment , auch wenn er unglücklich ist , entscheidet er immer wieder für sie .Margot ,so wie sie ist ,ist genau das , was er will : er will nicht nur Glück , sondern intensive Gefühle , das " Schicksal".Oder besser: "sein Schicksal ".
Er ist blind in seiner Liebe , und wenn er gezwungen ist zu sehen , wird er nochmal blind...

nein, über gefahren des kinos geht es hier nicht .Es könnte um unsere Blindheit gehen, um unsere Wahrnehmung : die Realität fassbar nur als Gelächter aus dem dunkel .
Aber wahrscheinlich wollte Nabokov lediglich eine intelligente , spannende Geschichte schreiben . Nabokov :die Figuren plastisch ( immer wieder ein wunder ),nicht "beschrieben" , eher "gezeichnet " ;Handlung einfach , mit überraschungen ;und Stilist ,wie immer( eigentlich überflüssig zu sagen ).
nicht das beste Nabokov, aber lesenswert.

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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Der Band enthält die Romane Gelächter im Dunkel" und Verzweiflung", von denen der erste auch in seiner früheren, aus dem Russischen übersetzten Fassung (Camera obscura) und zwar erstmals in deutscher Sprache verfügbar gemacht wird. Wäre es nicht Nabokov, ließen sich beide Romane schnell erzählen. Gelächter im Dunkel" und Camera obscura" handeln vom Lulu- oder Blauen-Engel-Thema. Ein nach 1930 in Wohlstand und langweilig-glücklicher Ehe mit Tochter und Schwager in Berlin lebender Herr in den sogenannten besten Jahren erliegt den Verlockungen einer 16jährigen aus dem Hinterhofmilieu der Großstadt. Sie scheint erst den Reichtum durch Verdrängung der Ehefrau und Heirat sich sichern zu wollen, entscheidet sich aber, als ihre erste Liebe in Gestalt eines verkrachten Genies überraschend in den Geschäftsbeziehungen ihres Liebhabers auftaucht, dazu, mit diesem gemeinsam den Ahnungslosen auszuplündern. Das Opfer glaubt vom Beruf geschult, die Dinge mit scharfem Auge zu sehen, zeigt sich in seiner sich steigernden Verstrickung aber als blind gegen alle ihn bedrohenden Gefahren. Dies ändert sich erst nahe dem Höhepunkt seiner Krise, als er durch die Augen Anderer seine Lage erkennt und mit seinem darauf folgenden Handeln nach einem Unfall sein Augenlicht verliert. Im Dunkel lernt er mit den Ohren sehen und gewinnt nach einer letzten Phase der Täuschung Klarheit über seine Lage. Befreit wird er dennoch nur durch die Aufmerksamkeit und Hilfe Fremder. Das Drama endet in Hochspannung, als der wieder klarsehende Blinde versucht, Rache zu nehmen. Die in kurzen Kapiteln auf zahlreichen Plätzen zunehmend Spannung gewinnende Handlung ist in einer einfachen und klaren Sprache wie das Drehbuch eines Films geschrieben. Leser, die bei Nabokov in erster Linie an Lolita" denken, werden einen interessanten, etwas anderen Nabokov kennenlernen. Er selbst hat diesen Roman später allerdings wenig geliebt und ihn in mindestens zwei Interviews als seinen schwächsten bezeichnet.
Das gilt auch für Verzweiflung", also den zweiten Roman in dem Bande, in dem ein Ich-Erzähler seinen aus einer nicht mehr florierenden Schokoladenfabrik erwirtschafteten Wohlstand durch ein perfektes Verbrechen aufbessern will. Nabokov verarbeitet dabei sehr wahrscheinlich einen damals tatsächlich verübten spektakulären Versuch von Versicherungsbetrug, bei dem ein ahnungsloses Opfer ermordet wurde, um die Ermordung des Täters vorzutäuschen, der sein Leben hoch versichert hatte. Der Erzähler in Verzweiflung" kommt auf diese Idee, als er zufällig auf einer Reise einen Wohnungslosen trifft, der ihm nach seiner eigenen Einschätzung zum Verwechseln ähnlich sieht. Er plant das Verbrechen als geniales Kunstwerk und will nach der Tat, mit der Identität des Opfers seine durch die kassierte Versicherungsleistung reiche Witwe" heiraten. Dem Leser kommen schon früh Zweifel, dass die Pläne des Genies Früchte tragen werden. Zu krass weichen seine Einschätzungen von dem Geschehen um ihn herum von dem ab, was man aus der geschilderten Handlung als tatsächlichem Sachverhalt vermuten muss. So beispielsweise glaubt er sich der Liebe seiner Frau vorbehaltlos sicher, obwohl er und der Leser sie mehrfach in mehr als nur zweideutigen Situationen mit einem Freund des Hauses antreffen, der eine brotlose Kunst ausübt und sich mit Zuwendungen über Wasser hält, zu denen die treu liebend gedachte Ehefrau den genial sich Glaubenden veranlasst. Auch findet der als Doppelgänger in den Planungen eine zentrale Rolle spielende Obdachlose keineswegs, dass er dem Erzähler ähnlich sehe. Der Roman bleibt dennoch spannend, wenn der Täter die Vorbereitung und Ausführung des Verbrechens schildert, weil der Leser zwar das Scheitern des Coups als Ergebnis klar vor Augen hat, aber mehr und mehr in das komplizierte Erleben des Protagonisten Einblick erhält, der längst im Gefängnis sitzend, seinen Bericht erstattet. Das Drama ist aus dessen Sicht, die Unfähigkeit seiner Verfolger in der Tat das Geniale zu erkennen und aus der Überbewertung von nebensächlichen Fakten seine Tat als gewöhnliches Verbrechen anzusehen. Zur Verzweiflung allerdings bringt auch ihn ein Sachverhalt, den er bei all seiner Genialität übersehen hatte und zur Identifizierung des Opfers gerade so führte, wie er ihm die angestrebte Identität raubte.
Wer spätere Romane Nabokovs mit Vergnügen gelesen hat, wird diesen als Bereicherung schätzen. Die unwahrscheinliche Möglichkeit, dass ein Nabokovleser zuerst diesen Band seiner hier gewissenhaft editierten Werke in die Hand nimmt, ist sicher nur eine verlockende Vision, die auf das spätere Werk des Autors zielstrebig vorbereiten könnte.
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10 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Hell
Format:Taschenbuch
Gelächter im Dunkel stellt - zumindest für mich - eine grosse Abwechslung im Werk Nabokovs dar. Die Handlung - wie so oft bei russischen Autoren des 20. Jahrhunderts - spielt im Milieu der Literaten und Künstler. Nabokov beschränkt sich in diesem Roman auf eine recht einfache Sprache (verglichen mit seinen sonstigen Werken), die nicht den Zweck hat, ein Kunstwerk für sich selbst darzustellen - wie so oft bei N. - sondern den Leser ohne grosse Umschweife durch die Handlung des Romans zu geleiten. Die Handlung betreffend würde ich meinen, dass es sich um ein Werk der typischen Russischen Schwere handelt (Liebe, Wahnsinn und andere Motive), sehr schön und doch melancholisch. Wer jedoch mehrere Werke Nabokovs gelesen hat, wird wahrscheinlich eine fehlende Metaphorik in dem Werk zu missen wissen. Sicherlich ein guter Roman, um in die Welt des Paradeautoren einsteigen zu können.
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