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Geklont
 
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Geklont [Gebundene Ausgabe]

Michael Marshall Smith , Michael Marshall Smith
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (19 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 430 Seiten
  • Verlag: Rowohlt, Reinbek; Auflage: 1 (1998)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3498063235
  • ISBN-13: 978-3498063238
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,8 x 4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (19 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 39.106 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Wenn Science-fiction den Abgrund der Zukunft beschreibt
"Ungeheuer viele Gegenstände und Geräte haben heutzutage einen eingebauten Verstand -- und meistens ist er einfach abgeschaltet. Wir sind von ungenutzter Intelligenz umgeben -- und in diesem Fall ausnahmsweise nicht von unserer eigenen. Auf jede Kühltruhe, die einem erzählt, was frisch ist und was nicht, kommen fünfzig, denen man befohlen hat, gefälligst die Schnauze zu halten. Es ist so, als würde man den Leuten den Amerikanischen Traum verkaufen und ihnen dann erzählen, daß sie ihn sich nicht leisten können. Wir haben schlaue Dinge geschaffen, sie aber anschließend dazu verdonnert, dumm zu sein, weil uns klar wurde, daß wir keinen denkenden Toaster brauchen und auch keine Autos, die selbst dann den schnellsten Weg einschlagen wollen, wenn man sich Zeit lassen möchte."

Jack Randall war Soldat, bevor er Polizist in New Richmond wurde. Von dort mußte er schließlich untertauchen, nachdem seine Familie aufgrund seiner Ermittlungen auf bestialische Weise ermordet wurde. Nach fünf Jahren kehrt er zurück und begleicht ungewollt eine offene Rechnung.

Die Zukunft, die in Geklont die Lebensumgebung der Menschen darstellt, erinnert an heute schon absehbare Szenarien, bleibt dabei aber unaufdringlich und ohne Wertung im Hintergrund. Daß Klone als Ersatzteillager dienen, die Welt in die Gewinner und die Verlierer der Informationsgesellschaft gespaltet ist -- all das wird im Verlauf der Geschichte klar, aber nie explizit hervorgehoben.

Haushaltsgeräte besitzen ebenso wie Aufzüge und Türen künstliche Intelligenz und Sprache und beides ist meist deaktiviert. Ebenso wird die Schußwaffe Lasern vorgezogen -- diese erinnern äußerlich zu sehr an Spielzeug. Geklont macht eines unmißverständlich klar: Egal welche Erfindungen wir in die Welt setzen, um uns das Leben zu erleichtern, der Mensch selbst wird sich dadurch nie wirklich ändern.

Michael Marshall Smith beschreibt die Ereignisse aus der Perspektive von Jack Randall, der durch die Trümmer seines Lebens stolpert -- immer auf der Suche nach Antworten zu denen er nicht einmal die Fragen kennt. Randalls Gedanken, seine Gefühle und seine Sicht auf die Welt von morgen sind dabei von solcher Intensität, daß man sich seinen Selbstzweifeln und seiner hoffnungslosen Entschlossenheit kaum entziehen kann.

Geklont ist ganz ohne Zweifel ein SF-Meisterwerk, aus dem erstaunlich wenig zitiert wird. --Wolfgang Tress

Konr@d (5/98)

GEKLONT

Ein guter Science-fiction-Thriller braucht eine spannende Vision. Autor Smith meint, in ein paar Jährchen werden wohlhabende Menschen sich bei der Geburt klonen lassen, um ein menschliches Ersatzteillager parat zu haben. Die Klone werden in einer Höhle untergebracht und dumm und unselbständig gehalten. Wenn ein Organ fehlt, wird es entnommen und der Doppelgänger verstümmelt zurückgeworfen. In diesen Zukunftsentwurf konstruiert Smith eine halbwegs spannende Detektiv-Geschichte, ersetzt aber das Wort Pistole zwanghaft durch "Schießeisen" und läßt Groschen nur "pfennigweise" fallen. Diese bemüht lässige Sprache nimmt dem Buch einiges. Eigentlich alles.

©Konr@ad


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Kundenrezensionen

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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Was ist der Bladerunner gegen dieses Buch!, 3. Februar 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Geklont (Gebundene Ausgabe)
Vergessen Sie einfach, was auf dem Einband steht! Der Rückentext und die o.a. Zusammenfassung gibt nicht den leisesten Anhaltspunkt auf das, was den Leser in diesem Thriller erwartet. Seit langem hat mich kein Buch mehr so sehr gepackt wie dieses. M.M.Smith schafft es Visionen darzustellen und plausibel zu machen, so daß man sich wundert, ob er nicht vielleicht doch etwas wie eine Zeitmaschine hat, und nur einen Augenzeugenbericht aus der (hoffentlich) fernen grausamen Zukunft gibt. Hochaktuelle Themen wie z.B. Datenschutz, Gentechnik, Drogenmißbrauch werden in einer tollen Story in die Zukunft projiziert!

Auch ein Lob an die deutschen Übersetzer, die sich mit diesem Buch viel Mühe gegeben haben und das englische Original sehr gut treffen! (Ganz im Gesensatz zur grausamen Übersetzung von "Stark", [auch von M.M.S.] diese Übersetzung ist allerdings von Bernhard Kempen)

Fazit: Dieses Buch ist ein MUSS!

PS: Der Original-Titel lautet SPARES (Ersatzteile)

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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Bis zum bitteren Ende, 26. August 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Geklont (Gebundene Ausgabe)
Schon allein der Anfang, in dem die Geschichte der Luxusliner -riesigen fliegende Kisten- beschrieben wird, ist überzeugend. Warum? Ganz einfach, der Autor spricht mit der Stimme seiner Hauptperson Jack Randall und die erscheint irgendwie bekannt. Keine Kopie, nein, sondern eine neue Version aus Bladerunner und Bruce Willis. Jack Randall -ehemaliger Cop in einem der riesigen Luxusliner- ist auf der Flucht (wie sollte es auch anders sein) vor dem Organisierten Verbrechen und den Mächtigen, denen er in seiner starrsinnigen Wut zu oft auf die Füße getreten ist. Doch er will die offene Rechnung noch begleichen. Dass ist der eine Teil der Handlung, der mit Erinnerungen an seine Vergangenheit, seine Familie und seine toten Freunde und seine orientierungslosen Gedanken zu seiner aktuellen Situation erfüllt sind. Die andere Seite dreht sich um den Teil von Randalls Vergangenheit, bevor er Cop wurde. Als Teenager meldete er sich als Soldat, für den Krieg in "Dem Spalt". Was Michael Marshall Smith bewogen hat, diese Idee in diesem Buch zu verwirklichen, läßt sich wohl nicht mit Sicherheit sagen. Man kann es genial oder völlig verrückt nennen. Jedenfalls wurde durch einen speziellen Programm-Code, der sich im WWW verselbständigte, eine neue Dimension geöffnet und dort lebten Wesen, und fremder als alles andere. Die Militärs hatten nichts besseres zu tun als diese Dimension zu erobern. Das Ganze wurde ein Desaster und nur wenige Soldaten überlebten die Aktion. Seitdem ist Der Spalt tabu, nur wenige Tore in diese Dimension existieren noch. Als ob seine aktuellen Probleme dann nicht schon genug wären, holt Randall dann auch noch diese Vergangenheit ein. Die Story ist teilweise unglaublich abgefahren, aber der ironische Sarkasmus Randalss hält alles immer im Lot. Ein brillante Geschichte zwischen Wahnsinn und realer Zukunft. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Geklont, 18. Mai 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Geklont (Taschenbuch)
Ein spannendes Buch, das durch die aktuelle Diskussion zum Thema besonders lesenswert ist. Die Geschichte ist zwar teilweise etwas verwirrend, dennoch schafft es der Autor eine einzigartige, bizarre Welt zu erschaffen, die irgendwo zwischen Wahn und Wirklichkeit liegt: eine prima Mischung aus einer großen Portion Albtraum, Action und Spannung - aber auch eine beängstigende Story um Menschenmißbrauch.
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