Von diesem Buch habe ich schon einige Exemplare verschenkt, nachdem es mir selbst sehr geholfen hat.
Damit kann ich Leuten, die mir nahestehen und nicht die Augen vor der Realität zukneifen, deutlich machen, was auch ich erlebt habe: Manipulationsversuche im Namen Gottes mit der Folge psychischer Erkrankung.
Wenn ein Christ meint, guten Rat als Gottes Willen verpacken zu müssen, dann reagiere ich teilweise empfindlich.
Inge Tempelmann betont, dass diese grenzverletzenden Menschen meist nicht in böser Absicht handeln und trotzdem Schaden anrichten.
Bei Gott geht es nicht um Leistung, wohl aber um Eigenverantwortung.
Mensch soll sich die Entscheidungen über sein Leben nicht vom Seelsorger abnehmen lassen.
Nach etwa 240 Seiten mit Definition und Beschreibung sowie biblischen Zitaten zu verschiedene Aspekten des Themas widmen sich im hinteren Teil fast 100 Seiten den Verwundungen durch religiösen Missbrauch und ihrer Verarbeitung.
Es wird zu kompetenter Hilfe (Therapeut) geraten.
Ein paar Checklisten und Beratungsadressen runden den letzten Teil ab.
Den Ton des Buches finde ich verständnisvoll und ermutigend.