Da ist er nun:
Der von mir lang erwartetet 2. Teil der Moorehawke-trilogie.
Da das Buch ganz frisch erschienen ist möchte ich hier nicht zu viel verraten, nur genug um diese Rezension sinnvoll zu Gestalten.
Wir erfahren viel über unsere drei Hauptpersonen, vor allem vieles über die Hintergründe von Christopher, dessen Gefangenschaft und wie es dazu kam, dass er von Razi "freigekauft" wurde. Und auch sein "großes Geheimnis" wird unfreiwillig gelüftet.
Zudem lernen wir einen der Merroner-Stämme kennen, die aus dem Norden des Königreiches stammen, in dem Wynter und Lorcan die letzten 5 Jahre verbracht haben.
Alles in Allem finde ich diesen 2. Teil sehr gut. Die Autorin ist ihrem Stil absolut treu geblieben, die Geschichte ist absolut fesselnd.
Manchmal wirkt sie jedoch auch ein wenig "chaotisch" - ohne dies nun negativ sehen zu wollen. Man muss schon aufpassen um nicht manchmal den Faden zu verlieren, was sich auch durch viele Einwürfe in merronischer Sprache ergibt ( Glossar dazu ist aber am Ende des Buches zu finden! ).
Diese Einwürfe in einer Sprache, die man nicht versteht, versetzten einen wiederum absolut in die Lage in der Razi und Wynter sich befinden solange Christopher nicht übersetzt.
Also bitte nicht zu negativ auffassen, ich hatte nur manchmal das Gefühl es seien Personen aus dem nichts aufgetaucht bzw. eben noch schlafen und nun plötzlich diskutierend mitten drin auf der anderen Seite eine Platzes auftauchen *verwirrt* (und ich habe mehrmals nachgelesen...).
Aber wie gesagt, daran störe ich mich wenig, gab mir allerdings den Grund für nur 4 von 5 Sternen. Die Story erhält 5!
Im ersten Teil wurde teils kritisiert, dass Wynter das Klischee des pubertären Teenies verkörpert und dass der Roman nicht wirklich Fantasy sei.
Hierzu nur kurz: Ich finde auch nach dem zweiten Teil definitiv nicht, dass Wynter klassisch Teenie ist, sie hat eine Art an sich, die mit keinem heutigen Teenie vergleichbar ist und was ist denn so schlimm daran, wenn sie sich verliebt bzw. sich ja anfangs nicht einmal sicher ist was sie nun genau fühlt?
Dieser Roman bedient sicher nicht das "klassische" Fantasy-Genre, stehen hier doch einfach die Menschen im Vordergrund. Unter Fantasy ist er allerdings trotzdem anzusiedeln, auch wenn wenig (und im zweiten Teil gar keine) sprechenden Katzen o.ä. vorkommen.
Nun ist also für mich der 2. Teil schon wieder vorbei, ich werde auch den dritten definitiv wieder vorbestellen sobald das möglich ist und wahrscheinlich in der Zwischenzeit auch die ersten beiden Teile nochmal lesen!
Daumen hoch, definitiv empfehlenswert!