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Kundenrezensionen

4,2 von 5 Sternen30
4,2 von 5 Sternen
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am 9. Oktober 2012
Geisterfahrer ist der 2. Roman von Tom Liehr, den ich lese und wie bereits bei Radio Nights fühle ich mich sofort wie zuhause. Liehr ist ein hervorragender Stilist, er schafft es mit wenigen, präzisen Worten Stimmungen einzufangen und zu erzeugen.
Das ist schlicht gesagt einfach nur großartig. Und so konnte ich auch dieses Buch kaum weglegen, es zieht mich von der ersten bis zur letzten Seite in einen unwiderstehlichen Sog.

Dennoch ist es für mich kein ungetrübtes Lesevergnügen:
Ohne auf den Inhalt einzugehen (ich hasse Spoiler): Es gibt für mich einen Bruch zwischen dem erstklassigen 1. Drittel und dem Mittelteil des Buches. Dieser Bruch bezieht sich nicht nur auf den Plot, den ich am Ende des 1. Drittels in einem wichtigen Aspekt nicht wirklich nachvollziehen kann, sondern leider auch auf die nur skizziert ausgefallene Charakterisierung z.B. von Gisela im Mittelteil. Dies mag dramaturgisch notwendig sein, es ändert nichts daran, dass mir, gerade auch weil ich durch den 1. Teil sehr verwöhnt wurde, dann im Mittelteil einfach was fehlt. Der Mittelteil ist nicht schlecht, aber er fällt einfach ab.
Der 3. Teil, der von manchen Rezensenten hier als 'Hollywood' empfunden wird, hat mich hingegen wieder versöhnt. Ich kenne dieses Hollywood-Gefühl von Radio Nights, bei dem mir der 'Und dann wird plötzlich alles gut'-Schluss wie nachträglich drangeschrieben vorkam. Hier hingegen wurde nicht nur ganz klar auf diesen Schluss hingearbeitet, sondern es ist eben kein unglaubwürdiges Happy-End, sondern lediglich eine neue Chance und das auch nur in Teilen.

Trotz des abfallenden Mittelteils und vor allem wegen des grandiosen Anfangs komme ich auf 4-5 Sterne.
Ich bin nah dran wegen des Stils auf 5 aufzurunden, lasse es aber, da ich mir sicher bin, noch das ein oder andere Liehrsche 5-Sterne-Buch zu finden.
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am 17. Februar 2009
Der Anfang ist wirklich klasse erzählt. Leider kippt die Story in der Tat und die Rückkehr des Protagonisten nach Berlin gerät zu einer Farce. Völlig unglaubwürdige "Zufälle" bewirken ein Ende, die einem schlechten Hollywood-Streifen entliehen scheinen. Nein, konsequent wäre ein anderes Ende gewesen.
Schön fand ich die Darstellung des gelebten Alltags auf dem Lande. Eine Ehe, die unerträglich ist, einen Sohn, der doch nicht von ihm ist, ein Schwiegervater, der nur auf seinen guten Ruf bedacht ist. Das ist alles stimmig.
Grandios die erste Hälfte des Romans.
Und deshalb von mir auch 3 Sterne!
22 Kommentare|10 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 28. Juli 2008
Den übrigen Lobesarien kann ich mich leider nicht anschließen. Das Buch hat eine ganz nette Story, gerade der Anfang ist sehr flüssig und stimmig erzählt. Ab Teil zwei kippt das Ganze jedoch, die Ereignisse werden abstruser und unrealistischer (z. B. bester Freund ever soll Angebetete vergewaltigt haben, das reicht aus, um nie wieder ein Wort mit ihm zu wechseln?) Auch das ewig auftauchende Muster, dass der Hauptdarsteller plötzlich von jeder Frau, die ihm über den Weg läuft, flachgelegt wird, zieht irgendwann nicht mehr. Die einzige wirkliche Botschaft des Buches (Das Leben kommt immer von vorn) ist auch kein eigenständiger Ansatz des Autors, sondern wurde von Herbert Grönemeyer "ausgeliehen". Alles in allem nette Unterhaltungsliteratur aber auch nicht mehr..
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am 6. Juni 2010
Die erste Haelfte des Buches ist hervorragend - eine einfuehlsame und mitreissende Geschichte des Tim Koehrey, die in seiner disastroesen Ehe endet. Danach geht es leider schlagartig bergab und beginnt Hollywood-maessig laecherlich zu werden. Schade eigentlich, denn das Buch hatte wirklich Potential, und der Autor schreibt hervorragend.
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am 2. März 2008
Als ich das Buch nach 330 gelesenen Seiten aus der Hand legte, gingen mir zwei Gedanken durch den Kopf, obwohl es eigentlich sogar zwei Gewissheiten waren. Der erste Gedanke, die erste Gewissheit war, dass ich dieses Buch unter Garantie irgendwann noch einmal lesen werden. Dieses Irgendwann" wird sicher nicht in weiter Ferne liegen. Der zweite Gedanken, die zweite Gewissheit war, dass diese Buch zu den Büchern gehören wird, die bei mir einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen haben.

Erzählt wird die Geschichte des Tim Köhrey, der im Alter von sechs Jahren seine Eltern bei einem Autounfall verliert. Aufgewachsen in einer Pflegefamilie für die der Begriff gefühlvolle Beziehung" nur ein Fremdwort zu sein scheint, findet Tim in Kuhle" einen echten Freund. Die beiden verbindet eine tiefe Freundschaft. In der hübschen Melanie findet Tim seine erste große Liebe. Freundschaft und Liebe scheinen dann aber zu scheitern, als sie sich wirklich bewähren müssen. Tim wird dann in einem Kaff in Niedersachsen sesshaft, nachdem er als DJ durch die verschiedensten Clubs getingelt ist. Doch irgendwann kehrt er nach Berlin zurück, die Stadt seiner Jugend. Mehr sei hier über den Inhalt aber nicht verraten.

In seiner Anmerkungen am Ende dieses Buches bittet der Autor darum, ihm die Frage nach einem eventuellen autobiographischen Hintergrund zu ersparen. Ich muss zugeben, dass gerade diese Frage einem nach der Lektüre des Buches durch den Kopf geht; aber natürlich werde ich der Bitte des Autors nachkommen und ganz einfach nicht fragen, obwohl........

Vielleicht aber findet man in dieser Geschichte sogar etwas von der eigenen Biographie wieder. Es ist eine Kunst, das Leben so zu beschreiben wie es wirklich ist. Tom Liehr hat mit diesem Buch den Beweis dafür geliefert, dass er eben diese Kunst beherrscht. Er beschreibt ein Leben, wie es wirklich hätte gelebt werden können. Da wirkt nichts konstruiert, da werden die Dinge sehr authentisch beschrieben.

Beeindruckt hat mich vor allen Dingen die sehr intensive Sensibilität mit der dieses Buch offenbar geschrieben wurde. Gefühlvolle Passagen sind wirklich gefühlvoll und nicht peinlich oder gefühlsduselig. Banalitäten haben in diesem Buch keinen Platz und ehrlich gesagt, war ich etwas enttäuscht, als ich an dem Punkt angekommen war, wo es keine weiteren Seiten zum Lesen gab. Zu vertraut waren einem die handelnden Person in der Zwischenzeit geworden; man hätte sie gern noch wenig weiter begleitet.

Geisterfahrer" für mich die Nummer Eins unter den bisherigen Büchern von Tom Liehr und solange noch solche Bücher geschrieben werden, solange wird man, solange werde ich, die Freude am Lesen sicher nicht verlieren.
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am 10. April 2012
Mit leisen Toenen beschreibt Liehr das Leben seiner Hauptperson Tom Köhrey, der bereits fruehzeitig seine Eltern durch einen Unfall verliert und in einer Pflegefamilie aufwaechst. Er gehoert nicht wirklich dazu, dennoch gibt ihm diese neue Familie eine Basis, ein Zuhause, das seinen weiteren Lebensweg und seine Entwicklung zumindest nicht behindert. Absurdes ist an der Tagesordnung. Erst der Umzug nach Berlin sorgt fuer einen Umschwung in scheinbar geordnete Bahnen. Die erste wirkliche "Maenner-"freundschaft soll folgen und die grosse und einzige Liebe seines Lebens bahnt sich an. Dann ein abruptes Umschwenken. Tom Köhrey landet fuer einige Jahre in der Provinz und fuehrt dort ein unspektakulaeres, langweiliges und unbefriedigendes Leben. Doch wie so vielen anderen Menschen ist es auch ihm lange Jahre nicht moeglich, sich diesem Abwaertstrend zu entziehen. Er akzeptiert, atmet, ohne zu leben. Erst ein Zufall laesst ihn mit der Gegenwart brechen und einen Neustart in Berlin initiieren.
Liehr beschreibt. Das Leben eines Menschen, in den wir uns hineinversetzen koennen. Das Leben eines Menschen, das wir auf keinen Fall in Gaenze so fuehren moechten, das jedoch wie unser eigenes Dasein von Phasen der Euphorie, Resignation, Lithanei und der Macht der Gewohnheit handelt. Und den Versuchen, dieses Leben in die eigene Hand zu nehmen und selbstbestimmt zu fuehren. Ich mag Tom Köhrey's'Versuch, dem Leben eine Richtung zu geben. Auch wenn das schwer genug ist. Fuer jeden von uns.
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am 22. Juni 2011
Mein drittes Buch von Tom Liehr und zum dritten Mal wurde ich gut unterhalten. Teilweise bitterboese, teilweise deprimierend, trotzdem witzig ohne platt zu sein. Die Kindheit der Hauptfigur erinnert stellenweise auch an Henry Hinze aus "Idiotentest". Parallelen beabsichtigt? Ganz wunderbar der Pflegevater, der sich als grosser Justizmeister fuehlt aber lediglich Pfoertner ist.
Schoen die musikalischen Bezuege, aber bei dieser Geschichte der Hauptfigur vermisse ich Zitate aus Bruce Springsteen-Songs, die sich in vielen Situationen angeboten haetten.

Das Ende kommt etwas abrupt, ich haette gerne noch 50 bis 100 Seiten weitergelesen.

Trotzdem ein herrliches Buch, das ich an einem Nachmittag durchgelesen habe. Weiter so, Herr Liehr!
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am 10. Juni 2014
Das Buch hat mir wie erwartet gut gefallen. Sehr witzig & leicht geschrieben. Macht Spass, manchmal musste ich laut lachen.
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am 23. März 2012
Obwohl ich das Buch bereits vor sechs Monaten zu Ende gelesen habe, wirkt es immer noch nach. Gerade heute musste ich an das Buch denken. Warum?

Weil ich das Gefühl hatte, mit dem Fahrstuhl in meine Jugend zu reisen und die Vergangenheit noch mal zu erleben. Der Protagonist wirkte auf mich natürlich und authentisch. Vielleicht auch deshalb, weil er ein klassischer Vertreter der 80er ist. Ein Teil von ihm steckt in uns, die wir zur Generation 1960+ gehören. Manchmal hatte ich fast Tränen in den Augen.

Kurzum, ein gut geschriebenes Werk für Leser, die das Lebensgefühl und die Musik der 80er wiedererleben möchten und Interesse für eine tiefgehende "Story" haben.
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am 22. April 2013
Über den Inhalt brauche ich nicht mehr viel zu schreiben, das haben andere vor mir schon gut und zur Genüge getan. Für mich war es nicht das erste Buch, dass ich von Tom Liehr gelesen habe, aber sein bisher bestes. Gekonnter Stil, toller Plot, glaubhafte Charaktere und Dialoge; die 80er dabei sehr lebendig eingefangen...Liehr versteht sein Handwerk und er versteht auch etwas von Musik, die in dem Buch eine tragende Rolle spielt.

Der Anfangsteil ist überragend, Teil 2 und 3 immer noch sehr gut und ich war seltsam traurig, als das Buch irgendwann fertig war. Vielleicht setzt sich Liehr ja nochmal an eine Fortsetzung, in der er erzählt, wie es mit Tim und Melanie und Kuhle weitergeht - ich würde sie blind kaufen!

Fünf Sterne mit Zusatzzahl!
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