Aus der Amazon.de-Redaktion
Van Praagh, der als jüngster Sohn in einem katholischen Elternhaus aufwuchs, bemerkte seine mediale Begabung schon früh: Bereits als Kind sah er "Geister", d. h. er sah verstorbene Menschen, die für andere nicht sichtbar waren, und konnte mit diesen kommunizieren. Nachdem diese Fähigkeit für den Teenager und den jungen Erwachsenen erst einmal in den Hintergrund getreten war, machte er seine Berufung später schließlich doch zum Beruf. Van Praagh trainierte und verfeinerte seine außergewöhnlichen Möglichkeiten und demonstrierte diese in zahlreichen Vorträgen, Workshops und Fernsehsendungen.
Das Überraschende an Van Praaghs Buch über seine Kontakte mit Geistern ist, dass diese durch seine Berichte selbst für den skeptischen Leser schnell zu einer Art "Normalität" werden. Denn Van Praagh erzählt so glaubwürdig und unaufgeregt aus seiner Praxis, dass der Gedanke, dies alles könnten nur Hirngespinste sein, gar nicht aufkommt. Er unterscheidet dabei zwischen "erdgebundenen Seelen" - Verstorbenen, die aus irgendwelchen Gründen noch an Orten oder Menschen haften - und solchen, die bereits "im Licht" sind. Diese erdgebundenen Seelen sind es, die als "Geister" erscheinen und dabei den Lebenden auch eine Menge Energie abziehen können. Van Praagh nun hat die Fähigkeit, mit ihnen zu kommunizieren, den Hinterbliebenen Botschaften überbringen und den erdgebundenen Seelen so bei ihrem Weg ins Licht behilflich sein zu können.
Neben den sehr spannenden Berichten über seine übersinnlichen Kontakte weist der charismatische Wahlkalifornier seine Leser in grundlegende Techniken zum Schutz und zur Stärkung der Aura ein und schult dabei die eigene Wahrnehmung feiner energetischer Schwingungen. Van Praaghs Buch stimmt zudem optimistisch: Für ihn existiert der Tod nur als Endlichkeit der physischen Körper. Die Seele ist, so seine Überzeugung, unsterblich. -- Ulrike Künnecke, Literaturtest
Pressestimmen
Kurzbeschreibung
Seine aufsehenerregenden Jenseitsbotschaften wurden zur Grundlage der TV-Erfolgsserie „Ghost Whisperer“: James van Praagh öffnet uns die Augen für die Welt der Geister – jene „andere Seite“, die unser Leben auf geheimnisvolle Weise beeinflusst und die uns wertvollen Rat und unschätzbare Hilfe gibt.
Ein seltsames Kribbeln im Nacken, eine unbestimmte Ahnung – da ist irgendetwas, das in mein Leben einzudringen scheint ... Das ist keine Einbildung, sondern Realität, weiß James van Praagh. Denn Geister sind immer um uns! Und die Gefühle, die sie in uns hervorrufen, reichen von Neugierde und Nervosität bis hin zu nackter Panik. Wie sollen wir damit umgehen?
Mit frappierenden Beispielen aus eigener Erfahrung erklärt der Bestsellerautor die Welt der Geister und schildert, wie wir
• von guten Geistern Rat und Hilfe erhalten,
• uns vor bösen Geistern schützen,
• Räume von unerwünschten Geistern reinigen,
• Kontakt zu Verstorbenen herstellen,
• die Furcht vor dem Jenseits verlieren.
Mit zahlreichen praktischen Übungen und Meditationen, um mit der Welt der Geister Kontakt aufzunehmen.
Klappentext
Über den Autor
Karin Weingart war unter anderem als Hörfunk- und Fernsehmoderatorin, Übersetzerin und Autorin tätig. Seit vielen Jahren liest sie hauptberuflich - Hör- und andere Bücher.
Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.
Bevor wir nun aber zu unserer gemeinsamen Entdeckungsreise durch die geistige Welt aufbrechen, möchte ich eines in aller Deutlichkeit festhalten: So etwas wie den Tod gibt es nicht. Das, was wir gemeinhin "Tod" nennen, bezieht sich nur auf die Endlichkeit des Körpers. Wieso ich das mit so großer Bestimmtheit behaupten kann? Nun, weil ich seit meinem zweiten Lebensjahr mit Verstorbenen kommuniziere. Geister sind unter uns, sie durchdringen uns mit ihrer Liebe, leiten uns mit ihrer Weisheit und beschützen uns.
Die Liebe eines Großvaters
Das erste Mal, dass ich die Wesen aus einer anderen Welt bewusst wahrnahm, werde ich nie vergessen. Ich lag in meinem Kinderbettchen und hörte die Erwachsenen im Nebenzimmer lachen und sich amüsieren. Nichts hätte ich mir mehr gewünscht, als bei meinen Eltern sein zu dürfen. Und was tut ein Kleinkind in einer solchen Situation? Es brüllt wie am Spieß, um die Aufmerksamkeit der Großen zu erregen. Und tatsächlich, meine Mutter kam, nahm mich hoch und sprach besänftigend auf mich ein. Aber dann ging sie wieder. Warum verstand sie denn nicht, dass ich bloß nicht allein sein wollte? Und so lag ich wach und lauschte auf die Geräusche aus dem Nebenzimmer. Nacht für Nacht.
Irgendwann fing ich dann an, kleine funkelnde Lichtpunkte wahrzunehmen, die in meinem Zimmer umhertanzten und an den Wänden und um mich herum wunderschöne Muster bildeten. Diese funkelnden Lichter faszinierten mich. Eines Nachts fügten sie sich dann zu einer Gestalt zusammen. In einer Ecke meines Zimmers erkannte ich den Schatten eines Mannes, dessen blitzblaue Augen in der Dunkelheit funkelten. Er hatte ein Leuchten an sich, das von innen kam. Ich empfand seine Anwesenheit als beruhigend und liebevoll. Er ging näher an mein Bettchen heran und lächelte. Da war nichts, wovor ich hätte Angst haben müssen; der Mann kam mir vertraut vor. Er sagte zwar kein Wort, aber ich konnte verstehen, was er dachte. Nach seinem ersten Erscheinen kam er immer mal wieder vorbei und schenkte mir Gedanken von scheckigen Ponys, die in einer Art Arena herumtrabten. Ich verstand diese Gedanken, weil sie mich in Form von Bildern erreichten, und hatte immer das Gefühl, dass ganz viel Licht und Liebe von ihnen ausging. Als ich größer wurde, hörten die Besuche des Mannes mit den blauen Augen auf.
Kurz bevor ich in den Kindergarten kam, verbrachte ich die Wochenenden oft bei meiner Großmutter. Wir hatten eine ganz besondere Beziehung zueinander, und wenn wir beisammen waren, gab es immer etwas Leckeres zu essen und wir haben wahnsinnig viel miteinander gelacht. Einmal holte ich mir das Fotoalbum meiner Oma aus dem Schrank. Sie setzte sich neben mich und erzählte mir von den Leuten, die auf den Fotos zu sehen waren. Als ich das Bild eines Mannes mit blitzblauen Augen sah, der vor einem Baum stand, deutete ich darauf und fragte: "Wer ist das?"
"Das ist dein Großvater", sagte sie. "Er starb schon vor deiner Geburt. Er stammte aus England und ist nach Amerika gekommen, um hier beim Rodeo zu arbeiten. Weißt du, sein Job war es, für die Wild West Show von Buffalo Bill die Zelte mit aufzubauen."
"Den kenne ich. Als ich noch ein Baby war, kam er mich immer besuchen und erzählte mir von den Pferden."
Meine Großmutter lächelte, und ich spürte, dass sie mir nicht glaubte, obwohl sie bestätigte: "Ja, Geschichten über Cowboys und Indianer hat er immer gern erzählt."
Jahre später, ich hatte bereits begonnen, als Medium zu arbeiten, wollte ich nach einer Beratung gerade den Kassettenrekorder abstellen, als ich irgendwo in einer Ecke des Raums einen Geist sagen hörte: Du bist ein guter Junge, James. Ich bin so stolz auf dich, Sohn. Sein freundlicher Ton löste bei mir eine Erinnerung aus, die Erinnerung an den Mann mit den blitzblauen Augen. Kein Zweifel: Das war mein Großvater. Zu wissen, dass er immer noch um mich war und auf mich aufpasste, beruhigte mich ganz ungemein.
Ein sensibler Junge
Besuche von Geistern gehörten zu meinem Leben von Anfang an dazu. Und im Unterschied zu dem Jungen aus The Sixth Sense hatte ich nie Angst, welche zu sehen oder zu hören. Denn mir erschienen sie immer als Lichtkugeln. (Heute weiß ich, dass der Fachbegriff dafür "Orb" lautet.) Für mich war das ganz natürlich. Und ich hätte mir nicht vorstellen können, dass andere diese Kugeln nicht wahrnahmen.
Wie auch immer, ich war ein sensibles, empfindsames Kind. Ich erinnere mich, dass ich wahnsinnig schüchtern war und kaum mit jemandem sprach außer mit meiner Mutter und meinen Geschwistern. Abgesehen davon, dass ich Geister sah, war meine Kindheit eigentlich ziemlich normal. Wir lebten in einem kleinen Haus in einer Wohngegend von Bayside, Queens. Draußen spielten immer viele Kinder Ball oder fuhren mit dem Fahrrad herum. Als ich größer wurde, legte sich meine Schüchternheit, ich wurde gesprächiger und ging mehr aus mir heraus. Trotzdem war ich mir auch dann noch der anderen Menschen immer sehr bewusst und ahnte oft voraus, wie sie reagieren würden. Außerdem konnte ich immer genau sagen, wer aufrichtig und vertrauenswürdig war und wer falsch und verlogen. Von meinen Schulkameraden stand ich keinem besonders nah, und nicht einmal meinem besten Freund hätte ich anvertraut, dass ich Geister sehen konnte. Manchmal fühlte ich mich wie ein Fremder in einem sehr fernen Land.