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Geist und Welt [Broschiert]

John McDowell
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Taschenbuch EUR 15,00  
Broschiert, 1998 --  

Kurzbeschreibung

1998
"Ich will einen Vorschlag zur Diagnose und Erklärung für ein paar typische Sorgen der modernen Philosophie machen - Sorgen, die ihr Zentrum, wie im Titel meines Buches angedeutet, in der Beziehung zwischen Geist und Welt haben. Eine zufriedenstellendeDiagnose sollte, um weiter von der medizinischen Metapher Gebrauch zu machen, ein Heilmittel nennen. Es geht mir um die Erklärung der Genese bekannter philosophischer Probleme, die den Anschein erwecken, als hätten wir die Verpflichtung, eine Antwort für sie zu finden, was ich aber als trügerisch erweisen will." Die aktuelle Philosophie hat erhebliche Schwierigkeiten, wenn es darum geht, ein vernünftiges Bild vom Platz des Geistes in der Welt zu entwerfen. In "Geist und Welt" liefert John McDowell eine Diagnose dieser Schwierigkeiten und weist zudem einen Weg, sie zu bewältigen. Im Zuge der Umsetzung seines Programms gibt er die bisher vollständigste und ehrgeizigste Darstellung seiner Ansichten, eine Darstellung, die jeder, der sich für die Zukunft der Philosophie interessiert, zur Kenntnis nehmen sollte.

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Produktinformation

  • Broschiert: 221 Seiten
  • Verlag: Mentis-Verlag (1998)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3897850109
  • ISBN-13: 978-3897850101
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 5.849.866 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
18 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wahrnehmung mit begrifflichem Gehalt? 16. April 2002
Von HenkeMal
Format:Taschenbuch
John McDowell ist einer der profiliertesten Vertreter der analytischen Philosophie, der in diesen Vorlesungen seine Ansichten zur Erkenntnistheorie und der Philosophie des Geistes vorlegt. Dabei geht es vor allem darum, wie wir uns einen Kontakt zwischen Geist und Welt vorstellen müssen, um gehaltvolle Informationen von dieser zu bekommen. Die Schnittstelle zwischen Geist und Welt muß, und hier folgt McDowell dem herkömmlichen Empirismus, die Wahrnehmung bilden. Neu an McDowells Thesen ist, daß der Gehalt der Wahrnehmung begrifflich sein muß. Diese These hat zu einer weitreichenden und interessanten Diskussion in der analytischen Philosophie geführt.
Diese Buch ist wichtig für alle, die sich für die gegenwärtigen Debatten in der Erkenntnistheorie und der Philosophie der Wahrnehmung interessieren. Einziger Nachteil des Buhces ist, daß McDowell es nicht geschafft hat seine orginellen Thesen in eine brauchbare Form zu bringen. Die Argumente sind oft kurz und thesenartig und das Buch versucht auf wenigen Seiten eine Fülle von Themen und Problemen zu besprechen, die sicherlich mehr Raum erfordert hätten.
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17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen John McDowell Geist und Welt 14. Juli 2004
Von Ein Kunde
Format:Broschiert
Der minimale Empirismus ist am deutlichsten bestimmt durch das Bedürfnis einerseits eine echte Reibung mit der Welt zu begründen und andererseits der Erkenntnistheorie ein deutliches Objekt vorzuführen. Diese Motivlage folgt direkt aus dem kantischen Diktum „Gedanken ohne Inhalt sind leer, Anschauungen ohne Begriffe sind blind."
[Kant: Kritik der reinen Vernunft]
McDowell interpretiert diesen Satz so: Die Reibung der Spontaneität mit der Welt, geschieht durch die Rezeptivität. In der Rezeptivität ist der Mensch empfänglich für die Objekte. Diese Objekte werden der Spontaneität in der Anschauung gegeben. Dieses Gegebenwerden drückt die Passivität der Rezeptivität aus. Der Grund für die Offenheit die der Mensch in der Sinnlichkeit hat, ist die Greifbarkeit, d.h. die potenzielle Begrifflichkeit der Dinge. Auf diese Weise wird jede Vorstellung eines vorbegrifflichen Gegebenen oder einer reibungslosen Rotation über Bord geworfen.
Zusammengefasst:
Zu einem gehaltvollen Gedanken oder zu einer Information gehören immer schon (apriorisches Perfekt) Form und Inhalt.
Diese Grundauffassung bringt McDowell in stürmisches Gewässer, in dem vor allem 3 große Herausforderungen zu bewältigen sind, bevor McDowell sein Ziel, den Menschen angemessen zu Positionieren, erreicht.
Die erste Herausforderung ist den erkenntnistheoretischen Dualismus fallen zulassen, ohne in einen Monismus des Geistes zu verfallen. Und anderes herum, das macht die zweite Herausforderung aus, einen Naturalismus zuzulassen ohne die Idee der Freiheit (Spontaneität sui gerneris) zu verlieren.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
McDowells "Geist und Welt" (d.h. ihre "Reibung") ist im Wesentlichen ein Versuch, sich von den Fesseln ein Dilemmas zu befreien. Zum einen ist da der Mythos des Gegebenen, d.h. Erkenntis ist durch bloße empirische Wahrnehmung (des Gegebenseins von Sinnesdaten) legitimiert, einfach weil ein Bewusstsein sich dieser durch sinnliche Gewissheit irgendwie zu erkennen gibt. Diese Letztbegründung von Gewusstem geht gegen den Kantischen Satz, dass Anschauungen ohne Begriffe blind seien. Das Kantische Modell operiert mit Begrifflichkeit, d.h. ein A-priori-Begriffsvermögen vor dem Hintergrund (!) eines kategorialen Erkenntnisrahmens (s. Transzendentallogik Kants). McDowell gibt diesem Begriffsvermögen die Eigenschaft der Spontaneität, die mit einem Rezeptionsvermögen "unauflöslich" verbunden ist. "Rationale Beziehungen bilden die Topographie der begrifflichen Sphäre." Und: "Erfahrung ermächtigt die Beschaffenheit der Realität selbst, einen rationalen Einfluss auf das Denken eines Subjekts auszuüben." McDowell setzt hier das "Bild der Offenheit". D.h. irgendwie muss der Verstand immer schon mit dem von der Sinnlichkeit gelieferten Material verwoben sein. "Erfahrungen haben ihren Inhalt kraft der Tatsache, dass begriffliche Fähigkeiten in ihnen tätig sind, d.h. solche Fähigkeiten, die eigentlich zum Verstand gehören."
Zum anderen geht McDowll gegen die Kohärenztheorie vor, da sie die Realität vom Gedanken zu trennen drohe. Z.B. müssen Anschauungen rationale Beziehungen und nicht bloß kausale Beziehungen zu unserem Denken haben, weil sonst keine Erklärung herhalten würde, wie bloß kausale Relationen "die Gedanken mit Inhalten füllen" ("Fluch der Leere") - was einleuchtet.
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