Am Ende des zwanzigsten Jahrhunderts tauchen vehemente Zweifel an der Trennung von Geistes- und Naturwissenschaften auf. Diese Zweifel, die allesamt für eine Synthese beider Disziplinen, der sogenannten "hard science" und "soft science", sprechen, mussten sich aber gegen traditionell verankerte Denkstrukturen durchsetzen, obgleich die Gegenstandsbereiche von Natur- und Geisteswissenschaft immer kongruenter wurden. Mit "Geist und Natur" gelang es Bateson, ein sehr lesenswertes und unterhaltsames Argument für eine notwendige Verbindung beider Disziplinen vorzulegen. Anhand anschaulicher Beispielen zeigt er, dass Epistemologie und Evolution sich gegenseitig bedingen, und dass eine anspruchsvolle Beschreibung genetischer Prozesse nicht nur auf eine der beiden wissenschaftlichen Disziplinen beschränkt sein darf. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)