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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
64 von 83 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Thema verfehlt,
Rezension bezieht sich auf: Gehirn-Wäsche. Macht und Willkür in der „systemischen Psychotherapie“ nach Bert Hellinger (Taschenbuch)
Die Autorin gerät an einen Mediziner mit Zulassung zur Psychotherapie, von dem sich später herausstellt, daß er nie eine Zusatzausbildung absolviert hatte. Offensichtlich wendet er angelesene Kenntnisse aus GESTALT-, HYPNO-, NLP- sowie PSYCHODRAMA-Techniken an. Sein Steckenpferd ist der sexuelle KINDESMISSBRAUCH, und der "Therapeut" versucht sein bestes, um seine sich sträubende Patientin von ihrer Opfer-sowie Täterrolle zu überzeugen.Nach 18 Monaten geht es dieser schlechter als zuvor und sie steht kurz vor dem Selbstmord. Trotz schwerer Zweifel an der Kompetenz des Therapeuten kann sie nicht von ihm lassen. Jetzt erst findet er zur FAMILIENAUFSTELLUNG. Auch diese, offensichtlich nur angelesene Methode wendet er manipulativ und völlig regelwidrig an. Aufgrund meiner eigenen, zugebenenerweise bescheidenen Selbsterfahrung kann ich folgendes sagen: Grundsätzlich zeigt das Buch das problematische jeder Einzeltherapie auf. Die Psychoanalyse nennt es ÜBERTRAGUNG. Es bildet sich eine Pseudo-Eltern-Kind Beziehung mit "gefühlter" aber nicht realer Abhängigkeit. Den Titel des Buches halte ich für tendentiös, um nicht zu sagen demagogisch, da hier kein echter Erfahrungsbericht mit Familienaufstellungen (nach HELLINGER) vorliegt, sondern strittige Äußerungen Hellingers sowie Kommentare aus zweiter Hand wiedergegeben werden. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
46 von 62 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Subjektive Warnung,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Gehirn-Wäsche. Macht und Willkür in der „systemischen Psychotherapie“ nach Bert Hellinger (Taschenbuch)
Familienstellen nach Bert Hellinger boomt. Jedermann kann in Volkshochschulen und Bildungswerken die Kurse buchen, in denen Ängsten und Unsicherheiten nachgegangen wird, indem die Teilnehmer in die Rollen anderer Familienmitglieder schlüpfen und die eigene Geschichte erforschen.Was wenige wissen: Bert Hellinger ist umstritten vor allem wegen seiner Annäherung an Adolf Hitler, wegen seiner Geringschätzung alles Weiblichen und weil in seinen Therapien unbedingter Gehorsam von den Therapierten verlangt wird. Wie seine Theorien und Methoden missbraucht werden und welche Folgen das haben kann, zeigt "Gehirn-Wäsche", die Geschichte einer Patientin. Elisabeth Reuter war zu Therapiebeginn 1991 eine erfolgreiche Künstlerin, die ihre beiden Kinder alleine erzog, einen großen Freundeskreis pflegte und lediglich das mangelnde Selbstwertgefühl, das sie seit der Kindheit belastete, bekämpfen wollte. Statt der erhofften Abnabelung vom früh verstorbenen, gewalttätigen Vater fand die Patientin einen zusätzlichen Über-Vater: ihren Therapeuten, Anhänger von Bert Hellinger. Nachdem er sich das Vertrauen seiner Patientin erarbeitet hatte, erfand er eine komplett neue Lebensgeschichte für sie: ihr Vater habe sie nicht nur geschlagen, sondern auch sexuell missbraucht, eigentlich schuld an allem aber sei die Mutter gewesen. Sie, die Tochter, habe alles freiwillig mitgemacht und sei somit für ihre Situation mit verantwortlich. Insgesamt zweieinhalb Jahre lang erniedrigte, demütigte und unterdrückte der Therapeut seine Patientin so, dass sie fast ihr gesamtes Privatleben verlor und beinahe zerbrach. „Gehirn-Wäsche" ist die subjektive, sehr offene Geschichte einer schwierigen Kindheit und einer missglückten Therapie, aber auch eines gelungenen Kampfes um ein neues Leben. Denn Elisabeth Reuter fand Hilfe - bei Wildwasser e.V., bei einer neuen Therapeutin, schließlich in der Recherche um den Werdegang ihres Therapeuten sowie die Hintergründe von Bert Hellingers Schaffen. Über die Therapiesitzungen führte sie Tagebuch. Diese Mischung aus Autobiographischem und aus Fachwissen rund um psychoanalytische Methoden und Theorien macht die Lektüre wertvoll für alle, die sich für Therapien allgemein und für Bert Hellinger im Speziellen interessieren. Heute, 13 Jahre nach Therapiebeginn, steht Elisabeth Reuter wieder mitten im Leben - und es gibt mehr Hellinger-Anhänger als je zuvor. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
27 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Therapeutischer Größenwahn,
Von Hans-Peter (Karlsruhe) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Gehirn-Wäsche. Macht und Willkür in der „systemischen Psychotherapie“ nach Bert Hellinger (Taschenbuch)
„Gehirn-Wäsche“ von Elisabeth Reuter habe ich mit großer Faszination gelesen. Der Kampf um die Befreiung aus den Fängen eines verblendeten Therapeuten beschreibt ein Elend, das – gewiss oft auch in weniger dramatischer Weise – von vielen durchlitten wird, die sich im Gestrüpp gegenwärtiger Psychotherapie verirren und dabei an einen „hilflosen Helfer“ geraten (Schmidbauer).Während jedoch die eventuelle „Hilflosigkeit“ des Psychoanalytikers in Ausbildung und Lehranalyse reflektiert wird und damit in Vorsicht und Distanz gegenüber dem Therapie-Klienten verwandelt werden kann, unterstützt die Hellinger-Schule den direkten und mühelosen Weg in den therapeutischen Größenwahn. Dabei übt das abenteuerlich Unkritische, Ideologische und nachgerade Dumme im Weltbild dieser Familienaufsteller - je weiter sich der Hellinger-Unsinn verbreitet - eine zerstörerische Wirkung auf den Ruf der „Seelenheilkunde“ insgesamt aus. Und insoweit Psychotherapie eng mit Sinnsuche verbunden ist, wird auch die Möglichkeit einer Sinnfindung durch Selbstklärung untergraben. Angesichts der psychischen Brutalität des Erlebten ist Elisabeth Reuters Bericht eine bemerkenswert sachliche und dennoch stets spannende Lektüre. Sehr empfehlenswert! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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