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Gehirn und Verhalten: Ein Grundkurs der physiologischen Psychologie (Sav Psychologie)
 
 
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Gehirn und Verhalten: Ein Grundkurs der physiologischen Psychologie (Sav Psychologie) [Gebundene Ausgabe]

Monika Pritzel , Matthias Brand , J. Markowitsch
3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 590 Seiten
  • Verlag: Spektrum Akademischer Verlag; Auflage: 2003 (10. Juli 2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3827402484
  • ISBN-13: 978-3827402486
  • Größe und/oder Gewicht: 24 x 17,8 x 3,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 829.516 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Produktbeschreibungen

Wissenschaft-Online

In der physiologischen Psychologie wurde bisher oft auf übersetzte amerikanische Lehrbücher zurückgegriffen. Das könnte sich jetzt ändern: Monika Pritzel, Matthias Brand und Hans J. Markowitsch legen mit "Gehirn und Verhalten" eine inhaltlich sehr gute und komprimierte Übersicht dieses komplexen Themengebietes vor.

Die 18 Kapitel des Lehrbuchs lassen sich in fünf Abschnitte unterteilen: 1. anatomische und physiologische Grundlagen, 2. Sinnessysteme und Motorik, 3. Regulationsfunktionen (z.B. Schlaf und Sexualität), Hormon- und Immunsystem, 4. höhere Funktionen (z.B. Emotionen und Gedächtnis), 5. Funktionsstörungen, psychische Störungen und Sucht.

Die einzelnen Kapitel geben einen umfassenden Überblick über Grundlagen und aktuelle Befunde. Dabei ist die Informationsflut durchaus zu bewältigen, denn es findet eine angemessene Schwerpunktsetzung statt: Struktur und Funktion der Nervenzelle nehmen naturgemäß mehr Raum ein als die Entwicklung des Nervensystems. Herausragend ist ein Abschnitt über die Elektrophysiologie der Signalübertragung ebenso wie ein Überblick über Methoden der Hirnforschung. Zudem werden Themen aufgegriffen, die in anderen Lehrbüchern häufig fehlen. Das Kapitel zum visuellen System behandelt zum Beispiel neuronale Grundlagen von Augenbewegungen (leider fehlt dafür das zentrale Prinzip der lateralen Inhibition). Bei den höheren Funktionen wird dem Thema Gedächtnis viel Raum gewidmet. Hinweise auf exekutive Funktionen wie Planen und Problemlösen fallen knapper aus. Willkürlich erscheint die Auswahl der Störungen, die im abschließenden Kapitel besprochen werden. Klarer wäre hier eine vertiefte Abhandlung klinischer und neuropsychologischer Aspekte in den jeweiligen Kapiteln.

Das Buch besticht durch ausgezeichnete Grafiken, ein übersichtliches Layout und klare, den Inhalt eines Abschnitts zusammen fassende Zwischenüberschriften. Die didaktische Aufbereitung ist leider weniger stimmig: Die oben erwähnte Einteilung in fünf Abschnitte, denen man die Kapitel leicht hätte zuordnen können, fehlt ebenso wie eine Agenda zu Kapitelbeginn. Auch wären mehr Gliederungshilfen innerhalb der Kapitel sowie Literaturangaben und Links auf Webseiten am Ende eines Kapitels wünschenswert. Begriffe werden zuweilen nicht konsequent eingeführt bevor sie verwendet werden oder aber mehrfach erklärt, was bisweilen verwirrend ist. Für den Einsteiger in die Thematik ist es also fast unabdingbar, das Buch komplett von vorne bis hinten zu lesen. Nicht gemindert wird dadurch jedoch der Lesespaß dieses den Inhalt sehr anschaulich präsentierenden Lehrbuchs mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis.

Rezensent: Miriam Spering

Pressestimmen

Das Lehrbuch der Physiologischen Psychologie gibt einen Überblick über den gegenwärtigen Stand der neurowissenschaftlichen Forschung. Behandelt werden die physiologischen und anatomischen Grundlagen, die Sinnessystem und die Motorik, die Regulationsfunktionen des Nervensystems, die neurobiologischen Hintergründe höherer kognitiver Funktion und die Funktionsstörungen bei neurologischen und psychischen Erkrankungen. PSYNDEX - Datenbank des ZPID Ein Grundlagenbuch für alle Lehrkräfte. Dieses Lehrbuch der Physiologischen Psychologie ist im Blick auf die faszinierenden Prozesse in Körper und Gehirn geschrieben, (...) HTW Praxis (...) Bleibt nur das Fazit: Rechtzeitig besorgen und mit in den Urlaub nehmen. Arzt und Wirtschaft (..) ein gutes Buch, das man gern zur Hand nimmt und das den willkommenen Trend zum besser lesbaren Lehrbuch fortsetzt. Gehirn und Geist, Spektrum der Wissenschaft (..) eine inhaltlich sehr gute und komprimierte Übersicht dieses komplexen Themengebietes.(..) gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. www.wissenschaft-online.de Es kann das Fazit gezogen werden, dass hier eine ausgewogene und fundierte Arbeit im Bereich Neurophysiologie vorliegt, die nicht nur den Stand der Forschung aufzeigt sondern auch noch unerforschte und ungeklärte Themen auffüllt. Dies drückt sich u.a. in der detaillierten Auflistumg der teils kontroversen Thesen zu bestimmten Fragestellungen aus. socialnet.de

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Vorab unabdingbar zu sagen:
Das Buch hat in der zweiten Auflage kein Sachregister, was einem Fehldruck geschuldet ist. Ich habe nach dem Kauf in der Buchhandlung nachgefragt und vom Verlag nach Prüfung bestätigt bekommen, daß dieser Fehler die komplette zweite Auflage betrifft. Es handelt sich dabei, laut Buchhändler, um einen sogenannten "versteckten Fehler", der zeitlich unbegrenzt reklamierbar ist, so daß das Buch jederzeit vom Verlag gegen ein taugliches Exemplar (solche werden jetzt gedruckt, ich hab die entsprechende Email heute, am 15. Januar 2010, erhalten) umgetauscht - oder auch zurückgenommen - werden muss.
Wer ein Exemplar bestellt, sollte darauf achten und es gegebenenfalls umtauschen lassen.

Inhaltlich:
Das Buch ist Kurs- und Prüfungsgrundlage für mich gewesen und leistet als solche mehr oder weniger seine Dienste.
Es ist eher kompakt und sprachlich komplex gehalten, was der Gewöhnung an universitären Sprachgebrauch und der Einübung der neurowissenschaftlichen Termini förderlich sein kann.

Nachteilig und didaktisch und konzeptionell geradezu fahrlässig finde ich jedoch folgendes:

1) Das Buch hat (und dies ist keinem Fehldruck, sondern der Konzeption geschuldet) weder ein Glossar noch ein Abbildungsverzeichnis, so daß Wiederholung, Nachschlagen und Orientierung anhand von Stichworten und einprägsamen Abbildungen schwierig ist.

2) Zudem ist es - trotz zahlreicher Abbildungen - durchgängig schwarz-weiß (kümmerliche zwei Seiten mit Farbtafeln finden sich im Anhang), was die Orientierung innerhalb der Kapitel und die Veranschaulichung der so gut bildhaft darstellbaren neurologischen Zusammenhänge nicht optimal gewährleistet und sicher auch nicht zu jedermanns Lesevergnügen beiträgt.

3) Einige Kapitel weisen zwar kurze (und wenig hilfreiche) Zusammenfassungen auf, es fehlen allerdings Wiederholungs- oder weitergehende Anregungsfragen. Weiterführende und zusammenfassende Literatur, auf die in Lehrbüchern in der Regel am Ende eines Kapitels hingewiesen wird, geht in diesem Buch im allgemeinen Literaturverzeichnis unter.

Zusammenfassend würde ich also sagen, daß das Buch seinem Anspruch, ein (einführendes) Lehrbuch zu sein, nicht gerecht wird.

Darüber hinaus weist es sogar inhaltliche Fehler (primär das, was ich als Flüchtigkeitsfehler bezeichnen würde - z.B. falsche Zuordnung von Rezeptortypen im Kapitel über das visuelle System) auf.

Angesichts des vorher gesagten und dessen, daß das Buch seit 6 Jahren nicht durchgesehen, erweitert oder korrigiert worden, sondern 2009 lediglich in der zweiten Auflage noch einmal als Nachdruck der ersten erschienen ist, kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, daß wenig Sorgfalt und didaktische Aufmerksamkeit hinter dem Buch steckt.

Wer nicht gerade in dem Buch geprüft wird, sollte sich nach liebevoller gestalteten und mit mehr Sorgfalt verfassten Lehrbüchern umschauen.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Dem Buch mangelt es sicherlich nicht an Detailtiefe und Sachverständnis allerdings hätten die Autoren den Stoff interessanter aufarbeiten können.
Oftmals hat man den Eindruck, dass es den Autoren nicht darum gelegen ist, Wissen zu vermitteln sondern den Lesenden mit einer Fülle von Fachtermini zu erschlagen.
Falls sich jemand aus Interesse und des Studiums wegen mit Physiologischer Psychologie beschäftigen will/muss sei er auf
1.Schandry (2003) Biologische Pschologie oder
2.Pinel (es müsste jetzt eine neuere Auflage vorliegen) Einführung in die Biopsychologie verwiesen.
Diesen Autoren (besonders Pinel) gelingt es den Stoff auf interessante (hervorragende Abbildungen) und teilweise gar interaktive Weise (Pinel etwa hat kleine Tests nach jedem Kapitel und Exkurse, die nachgestellt werden können).
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14 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Fuchs Werner Dr #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Um es gleich vorwegzunehmen, ich gehöre zu den freiwilligen Lesern dieses Buches und muss den prallen Stoff glücklicherweise weder auswendig lernen, noch an irgendeiner Prüfung wiederkauen. Das ändert die Lesehaltung natürlich gewaltig. Genüsslich kann ich mich zurücklehnen, selber Schwergewichte bei der Lektüre setzen und mich auf die suche nach Neuem machen. Studenten werden "ihr" Lehrbuch also bestimmt aus einer anderen Optik betrachten als ich. Mein Interesse galt der Darstellung, der Aufarbeitung des riesigen Wissens, das sich in den letzen zehn Jahren in der Neurologie und Psychologie angesammelt hat. Diese Lesehaltung macht es vielleicht verständlich, dass mich die Auswahl und die Lücken mehr stören als Prüfungsanwärter. Mich störte zum Beispiel, dass das Kapitel "Emotionen" in einem so dicken Buch nur knapp zwanzig Seiten gewidmet sind, dass bekannte Grössen wie Steven Pinker, Wolf Singer und Gerhard Roth weder im Text, noch im Literaturverzeichnis eine Erwähnung finden, dass eigene Forschungsarbeiten der Herausgeber zu oft in den Vordergrund gerückt werden, Theorie und Anwendung nicht klarer getrennt werden und dass viele Grafiken zu komplex sind, um einen brauchbaren Erkenntniswert zu haben.

Wenn ich mich in die Rolle eines Studierenden einfühlte, wurde es mit schwindlig. Denn hier wird Wissen meist so aufgearbeitet, dass es in kleinen Häppchen oder grossen Fudern auswendig gelernt werden muss. Aber solange unser Bildungssystem so funktioniert, sind solche Lehrbücher leider ein Muss. Doch selbst den geplagten Studenten rate ich, nebst diesem Kompendium zum Ausgleich und zur Veranschaulichung zu leichterer Kost zu greifen. Seit der Bremer Neurologe Gerhard Roth seine Forschungsergebnisse in Buchform präsentiert und die amerikanischen Schriften übersetzt vorliegen, ist die Auswahl gross.

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