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Gehen (suhrkamp taschenbuch) Taschenbuch – 29. September 1971


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Produktinformation

  • Taschenbuch: 100 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: 21 (29. September 1971)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518365053
  • ISBN-13: 978-3518365052
  • Größe und/oder Gewicht: 10,8 x 0,8 x 17,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 101.488 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Thomas Bernhard, 1931 in Heerlen (Niederlande) geboren, starb im Februar 1989 in Gmunden (Oberösterreich). Er zählt zu den bedeutendsten österreichischen Schriftstellern und wurde unter anderem 1970 mit dem Georg-Büchner-Preis und 1972 mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet. Der Suhrkamp Verlag publiziert eine Werkausgabe in 22 Bänden.


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Kundenrezensionen

3.9 von 5 Sternen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

44 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Michael Baumann am 31. Dezember 2002
Format: Taschenbuch
Ein Buch, 100 Seiten, schlichter Titel, schlichte Handung, schlichte Beurteilung: erstklassig.
Erzählt wird eigentlich nur eines: Daß ein, anscheinend hoch seltsamer Typ, namens Karrer "nach Steinhof hinaufgekommen" sei. Steinhof, eine Irrenanstalt und das, was (einen) Menschen dorhinbringt, ist das Thema des Buches. Und das, was das ist, wird unzweifelhaft und zum Erstaunen des ein oder anderen relativ schnell klar: es ist schlicht: Denken. Und zwar, so wird es aus der Perspektive eines Ich-Erzählers geschildert, ein Denken, das zu intensiv ist; das die Grenzen überschreitet und letztlich im vollendeten Idiotismus, in der totalen Selbstbezüglichkeit, im Wahn des Sehens der Welt durch die subjektive Brille, kurz im Solipsismus endet. Das Buch "Gehen", der Titel, das wird klar, steht in innerem Zusammenhang mit dem wahnsinnig machenden Denken,ist in unverwechselbarem "Bernhard-Stil" geschrieben: Es operiert ausschließlich mit z.T. sehr langen und verschachtelten Sätzen, im Stil der indirekten Rede und (fast) ohne Absatz. Man muß diesen Berhard lieben, sonst wird man selbst wahnsinnig; häufige Wiederholungen des gleichen Themas, die strenge "Ex-Klusivität" des Ich-Erzälers, der das Verhalten eines anderen beschreibt, schafft eine ganz eigene, graue und zwielichtige Stimmung, die Nietzsche als Geist des Tragischen bezeichnet hätte. Für mich ein echtes Highlight auf dem Buchmarkt, das den Zauber einer "anderen Schreibe" hat. Wie oben gesagt: durch seine Einmaligkeit schlicht erstklassig.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Benedikt Kahmann am 11. Januar 2014
Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Ein Freund hat mir dieses Buch empfohlen und in den allerhöchsten Tönen davon geschwärmt. Dementsprechend hoch war meine Erwartung. Der Schreibstil war grandios. Fordernd und doch gut zu lesen. Ich war anfangs etwas irritiert von der Geschichte und Verstand nicht ganz, was daran so besonders sein sollte. Doch als ich die zweite Hälfte des Buches erreichte dämmerte es mir und die letzten 30 Seiten musste ich in einem rutsch lesen. Es war phänomenal. Ich kann nicht wirklich beschreiben, warum, aber es verändert die Sichtweise mit gewissen Vorkenntnissen. Wer Wittgenstein gelesen hat wird es vermutlich verstehen.
Tolles Buch, sehr zu empfehlen. Egal ob man Wittgenstein, oder andere Philosophen mag, bzw. gelesen hat.

Ich werde es noch mal lesen und das passiert bei mir, bei ganz wenigen Büchern.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Villette TOP 500 REZENSENT am 11. Juli 2011
Format: Taschenbuch
Ich bin weder Bernhard-Kenner noch Bernhard-Liebhaber, kann "Gehen" daher weder in den Kontext seines Werkes einordnen noch das Genie gerade dieses Buches herausstellen. Ich bleibe ganz bei meinem subjektiven, sehr laienhaften Eindruck. Der ist dieser: Während des Lesens hatte ich nicht selten das Gefühl, Hollensteiner, Karrer und Oehler in den Wahnsinn folgen zu müssen. Der namenlose Erzähler referiert beim Gehen Oehler, seinen Spaziergangspartner, der sich wiederum über Karrer auslässt, mit dem er eigentlich gehen sollte, der aber nun verrückt geworden ist während des letzten Spaziergangs, und zwar hauptsächlich wegen seiner Beziehung zu Hollensteiner, der sein Leben durch Selbstmord ein Ende gesetzt hat. Dieser Monolog von Oehler trägt selbst wahnsinnige Züge, dreht er sich doch dauernd, Gedanken wiederholend, im Kreis. Die Themen des Monologs waren für mich als Leser schon fast nicht erkennbar, so sehr lenkt einen der Stil ab. Hindurch scheint nur jede Menge Trübsal, Enttäuschung, letztlich das Gefühl von Sinnlosigkeit und Gleichgültigkeit. Allerdings ist dies offenbar ein anzustrebender Zustand und nichts, gegen das man sich wehren sollte. Wie ich in vielen anderen Rezensionen lese, ist dies ein Meisterwerk der Literatur. Für mich ist es das nicht. Ich möchte allerdings auch nicht wirklich gern wahnsinnig werden.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Stefan Schmalhaus am 6. Oktober 2008
Format: Taschenbuch
Anfang der 80er Jahre stieß ich als Schüler zufällig auf diese Erzählung. Das Büchlein - damals noch in einem dunkelbraunen Broschurumschlag - klemmte in einem Drehständer mit Taschenbüchern. Der merkwürdige Titel weckte mein Interesse. Ich fing an zu lesen - und war wie elektrisiert. Verglichen mit dem, was ich von der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur kannte (hauptsächlich Grass, Walser und Handke), war dies ein völlig anderer Ton. Der monomanische Stil, der wieder und wieder um die gleichen Satzzeile kreist, die verschachtelte indirekte Rede, das eigenwillige Thema des Denkens, Gehens und Verrücktwerdens - all das zog mich so in den Bann, dass ich von Bernhard nie wieder loskam und seither (fast) alles von ihm gelesen habe. Tatsächlich würde ich heute jemandem, der noch nichts von Bernhard gelesen hat, "Gehen" als Einstiegswerk empfehlen, weil es alle typischen erzählerischen Merkmale der Bernhardschen Prosa auf 100 Seiten vereint.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Robert Zimmerman am 1. August 2010
Format: Taschenbuch
Der Zusammenhang zwischen GEHEN und DENKEN, die Wechselwirkung aufeinander,...Dieses Werk untersucht diesen Zusammenhang in typischer Bernhard-Dialektik,... Es ist ein philosophisches Wunderwerk. Kurz, aber erhellend. Man wird nach diesem Buch anderst durch Leben "gehen" und sich aufmerksamer bei "gehen" und "denken" beobachten, ja womöglich die gleichen Schlüsse wie der Autor ziehen.

"Denken wir intensiver, lässt unser Gehen nach. Gehen wir intensiver, lässt unser "Denken" nach. Wir können als nicht mit gleichen Geistesgegenwart gehen wie wir denken, wie wir,...[usw.]"

Ein herrliches Gehirnjogging
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