An dem kleinen Örtchen Roswell in New Mexico scheiden sich die Geister: Für die einen ist es Schauplatz eines der größten Ereignisse der Menschheit, für die anderen Ort eines uninteressanten, von Fanatikern aufgebauschten Absturzes.
Der Hintergrund des vorliegenden Buches sind Ereignisse, die sich im Juli 1947 in besagter Kleinstadt zugetragen haben. Was damals dort passierte, wurde für viele UFO-Gläubige zum unumstößlichen Beweis, daß die amerikanische Regierung seit fast 50 Jahren das größte Geheimnis in der Geschichte der Menschheit vor der Welt verborgen hält.
Erklärungsansätze für die Ursache der Massenhysterie unter der Zivilbevölkerung einerseits und dem hektischen Treiben der US-Armee in Roswell im Juli 1947 wurden viele gegeben. Diese reichten von von natürlichen erklärbaren Lichterscheinungen am Himmel, kleinen Meteoriten, über geheimnissvolle Tests von Wetterballons im Rahmen des US-Spionageprojekts „Mogul", bis hin zu den berühmtberüchtigten Raumschiffabstürzen ausserirdischer Besucher, welche die Erde umkreisen und ihr in unregelmässigen Abständen einen Besuch abstatten. Was sich nun wirklich in Roswell zugetragen hat, dem versucht der Autor Tim Shawcross auf über 200 Seiten den Grund gehen.
Ausgehend von der unbestrittenen Tatsache, dass irgend etwas dort im Juli 1947 abgestürzt ist, beginnt Shawcross seine Recherchen. Er trägt Informationen und Aussagen zu einem Gesamtbild des Roswell-Vorfalles zusammen. Sowohl die Pro- als auch die Kontra-Argumente in der Diskussion um Existenz oder Nicht-Existenz von UFOs stützen sich weitgehend auf das, was 1947 bei Roswell vorgefallen ist.
Den Anfang machen die zeitgenössischen Augenzeugen, die von einem seltsamen Crash bis hin zum telepathischen Kontakt mit einem überlebenden Alien berichten. Es folgt ein Geflecht von UFO-Sichtungen, geheimen Regierungsprojekten und Berichten wie den Majestic-12-Akten (dem angeblichen Beweis vieler UFO-Legenden). Shawcross gibt einen guten Überblick und versucht eine kritische Bewertung aller verfügbarer Informationen zu geben. Dies gelingt im nur z.T., da er es leider verabsäumt so gewichtige Aspekte wie den berühmten „Santilli-Film", der die angebliche Autopsie eines Ausserirdischen, der bei Roswell gefunden worden sein soll, adäquat in die Argumentationslinie einzubauen. Vor der endgültigen Verurteilung bestimmter Darstellungen schreckt er jedoch zurück, etwa dem nach heutiger Lage eindeutig gefälschten Autopsiefilm. Shawcross liefert eine so grosse Menge an Indizienbeweisen, daß selbst Kenner dieser Thematik noch einige „aha"-Erlebnisse haben dürften.