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Geheimsache Mauer - Die Geschichte einer deutschen Grenze
 
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Geheimsache Mauer - Die Geschichte einer deutschen Grenze

Christoph Weinert , Jürgen Ast    Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Regisseur(e): Christoph Weinert, Jürgen Ast
  • Format: Dolby, PAL
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0)
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Polyband/WVG
  • Erscheinungstermin: 1. August 2011
  • Produktionsjahr: 2011
  • Spieldauer: 90 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B0052PKIFK
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 42.032 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Produktbeschreibungen

Es war einmal die Vision einer perfekten Grenze – modern, unsichtbar, ohne Tote. Hightech statt Schusswaffen, Sperrzaun und Beton. Ihre Erfinder nannten sie Mauer 2000. Doch diese Vision wurde nie Realität.

Mit diesem futuristisch anmutenden Szenario beginnt das 90-minütige Doku-Drama von Christoph Weinert und Jürgen Ast. Am 13. August 2011 jährt sich zum 50. Mal der Tag, an dem mit der Teilung Berlins die Spaltung Deutschlands und Europas vollendet und für mehr als zweieinhalb Jahrzehnte zementiert wurde. Erzählt wird die Geschichte der Berliner Mauer und Innerdeutschen Grenze aus einer neuen Perspektive: aus der Sicht derer, die sie geplant, erbaut und bewacht haben. Der Film offenbart einen tiefen Einblick hinter die Kulissen, in das betonierte Denken und berechnende Kalkül der Mauerstrategen, in ihre geheimen Pläne die tödliche Grenze immer weiter zu perfektionieren.

Der Film erzählt aber auch, wie Menschen die Mauer persönlich erlebten, wie sie für sie arbeiteten, in ihrem Schatten lebten, sie versuchten zu überwinden. Zum ersten Mal erzählt ein ehemaliger DDR-Grenzer in diesem Zusammenhang über seine Gefühle und den Moment, als er an der Mauer schoss. Erstmals berichtet ein Oberbefehlshaber der Grenztruppen über strategische Überlegungen und von den geheimen Sitzungen des Grenzkommandos. Im Gegensatz dazu erzählen Flüchtlinge wie sie in gefährlichen Fluchtversuchen ihr Leben für die Freiheit riskierten.

Die zum Teil exklusiven Interviews in Verbindung mit den aufwendig in Szene gesetzten Reenactments zeigen auf spannende und emotionale Weise die Geschichten der verschiedenen Protagonisten, sowie die Ereignisse innerhalb der Kommandozentralen des Grenzregimes. Über Computeranimationen wird Archivmaterial in einem virtuellen Raum zum Leben erweckt, werden historische Räume rekonstruiert und wird – eingebunden in die persönlichen Geschichten – die Funktionsweise der Mauer und der DDR-Grenzsicherung greifbar. Dazu zeigt der Film unveröffentlichtes privates farbiges Filmmaterial und bislang unbekannte Dokumente des DDR-Regimes: Geheimakten zur Sicherung der Mauer und zu Planungen, wie die Mauer noch sicherer, noch perfekter gemacht werden sollte. Geheimsache Mauer gewährt einen tiefen Einblick in die innere Logik des Systems Mauer und zeigt wie die Grenze funktionierte und was sie war – Symbol und traurige Realität des Kalten Krieges.

Die DVD enthält umfangreiches Bonusmaterial mit Making Of, Fotogalerie und weiteren Extras.

Produktbeschreibungen

Das 90-minütige Doku-Event "Die Mauer - Geschichte einer deutschen Grenze" erzählt die Geschichte eines der berühmtesten und berüchtigsten "Bauwerke" des 20. Jahrhunderts aus einer neuen Perspektive: Aus der Sicht derer, die sie geplant, erbaut und bewacht haben. Der Film offenbart einen tiefen Einblick hinter die Kulissen, in das "betonierte" Denken und berechnende Kalkül der Macher und Strategen, die mit allen Mitteln versuchen ein ganzes Volk unter Kontrolle zu halten. Es ist die Geschichte der achtundzwanzigjährigen permanenten Perfektionierung einer tödlichen Grenze, eines Denkens in Abgrenzung und Konfrontation zwischen Ost und West, Kommunismus


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Von DVD-Rezensionen TOP 500 REZENSENT
Geheimsache Mauer - Die Geschichte einer deutschen Grenze

Am 13. August 2011 jährt sich zum mittlerweile fünfzigsten Mal der Tag des Baubeginns eines der menschenverachtensten und das Leben vieler Deutscher auf Jahrzehnte in deren Lebensalltag wie auch auf politischer Ebene weiträumig prägender Bauwerke. Wohl kaum eine andere wie die vom damaligen Staatsratsvorsitzenden der DDR, Walter Ulbricht (1893-1975) in einer Pressekonferenz am 15. Juni 1961 gemachte Aussage "Niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten", wurde seit dem so oft als Beispiel einer politisch geprägten Lüge zitiert wie diese. Unzählige Filme und dokumentarische Beiträge beschäftigten sich seit dem Fall der Mauer und dem damit einhergehenden Ende der DDR mit diesem Thema. Die Wunden, die durch den Beginn des Baus der Mauer am 13. August 1961, sowohl menschlich wie auch ökonomisch aufgerissen wurden, sind bis heute nicht restlos geschlossen und verheilt. Mehr als zweieinhalb Jahrzehnte stand die Mauer fest einzementiert als ein Symbol des kalten Krieges und zugleich Abgesang eines ohne sie nicht überlebensfähigen ganzen Landes.

Die hier nun in etwa neunzig Minuten zuzüglich Bonusmaterial, durch "Polyband" zur Veröffentlichung kommende Dokumentation "Geheimsache Mauer", entstand durch die "LOOKS Film & TV Produktionen" in Koproduktion mit dem RBB, dem MDR, Astfilm und La Station Animation in Zusammenarbeit mit ARTE. Bereits in der Vergangenheit setzte die "LOOKS Film & TV Produktionen" Achtungszeichen mit zum Teil mehrfach nominierten wie auch prämierten Produktionen wie zb. "Damals in der DDR", "Damals in Ostpreußen" oder auch "Damals nach dem Krieg".

Bei der nun hier vorliegenden, nach dem Buch und unter der Regie von Jürgen Ast und Karsten Laske gefertigten Dokumentation mit dem Titel "Geheimsache Mauer" setzte man sich selber sehr hohe Ziele. Fernab von jedweder Schwarz-Weiß und Gut und Böse Vorabverurteilung, will man sich tiefer gehend mit den damaligen Geschehnissen beschäftigen. Auch das Zeigen, was hinter den Kulissen passierte. Die Mauer wird in der hier von der DVD vorliegenden Dokumentation aus verschiedensten Blickwinkeln und Beweggründen betrachtet und gezeigt. So kommen die, welche unmittelbar mit an der Planung und am Bau der Mauer beteiligt waren, ebenso zu Wort wie jene, welche in deren Schatten leben mussten oder auch versuchten sie zu überwinden.

Dabei sind es neben bisweilen mehr als fünfzig Jahre alte Filmaufnahmen, zum Teil sogar private, so noch nie gezeigte Aufnahmen, nebst zahlreicher speziell für diese Dokumentation geführter Interviews. Die Wahl der Gesprächspartner zeigt sich dabei äußerst vielfältig und spannend. So äußert sich ein ehemaliger DDR-Grenzer über genau den Augenblick als er an der Mauer schoss. Neben einem ehemaligen Oberbefehlshaber der Grenztruppen kommen aber auch genauso die unmittelbaren Betroffenen, die Flüchtlinge und die welche unter dieser Mauer damals und zum Teil noch heute Leidenden zu Wort.

Wieder einmal ist es auch bei dieser LOOKS-Produktion der gewählte Stil in der Art der Berichterstattung, der mit seiner Einzigartigkeit in den Bann zieht. Der gekonnt in Szene gesetzte Mix aus historischem Film- und Bildmaterial, in Verbindung mit schauspielerisch nachgestellten Momenten der Geschehnisse dieser Zeit, nebst der zahlreichen Interviews, vermitteln die interessante wie auch höchst brisante Geschichte in Bezug zur "Geheimsache Mauer".

Schon die Anfangsszenerie bei dieser Dokumentation wirkt geradezu gespenstisch, als die Filmemacher aufzeigen, wie die Grenze heute im Jahr 2011 funktionieren würde, gäbe es sie denn noch. Die Pläne für eine solche von der DDR-Führung schon seit Mitte der Achtziger unter dem Namen "Mauer 2000" geplante Hightech-Grenze, lagen bereits vor.

Eine Aussage zur Bildqualität zu machen, ist bei der Menge verschiedenster in dieser Produktion zum Einsatz kommender Medien nicht möglich. Neben historischen Aufnahmen, zum Teil noch in schwarz-weiß, kommen alte Fotos und neue Filmaufnahmen mit Gesprächspartnern sowie inszenierte fiktive Film-Szenen, wie auch computeranimierte Bilder und Szenerien zum Einsatz. In den zu erlebenden neunzig Minuten der Dokumentation hat man versucht diese vielen verschiedenen Elemente in dem zur Ansicht kommenden Bildformat von 16:9 (1,78:1) in ein stimmiges Ganzes zu einen.

Die Menüs bei der hier vorliegenden Veröffentlichung zeigen sich in ihrer Gestaltung, mit einigen Animationen und Soundeffekten, übersichtlich und gut bedienbar. Neben der direkten Möglichkeit, die Dokumentation unmittelbar nach einlegen der DVD in den Player zu starten, wird noch in einem sich separat zu öffnenden weiteren Menü eine "Kapitelauswahl" angeboten.

Neben der eigentlichen Dokumentation werden zudem noch einige Extras von der DVD angeboten. Ein etwas mehr wie elf Minuten laufendes "Making off" bietet einen Blick hinter die Kulissen bei den Dreharbeiten und lässt einige der Macher bei dieser Produktion zu Wort kommen. Der um die zwei Minuten laufende Beitrag "Grenze in Zahlen" zeigt die beinahe unglaublichen statistischen Zahlenwerte, die mit dem Bau und Betrieb der Mauer einhergingen. Eine animierte und musikalisch unterlegte Bildergalerie zeigt in etwa vier Minuten einige Fotos von den Dreharbeiten.

Tonbewertung:

Für die sehr gut verständliche und angenehm temperierte Off-Stimme bei dieser Dokumentation, konnte man Hans-Henrik Wöhler, der vor allem durch viele der mit seiner Stimme gestalteten Fernsehreportagen bei der ARD bekannt ist, gewinnen. Im Gesamteindruck fielen mir keine Unregelmäßigkeiten im zu Gehör kommenden Ton im Format Dolby Digital 2.0 bei der Wiedergabe der mir hier vorliegenden DVD auf. Außer dem deutschen Ton gibt es keine weiteren optionalen Angebote in diesem Bereich von der DVD. Leider fehlen, bei dieser sonst so gelungenen Veröffentlichung, die Untertitel für Hörgeschädigte und Gehörlose.

Gesamteindruck:

Mit "Geheimsache Mauer" ist es der "LOOKS Film & TV Produktionen" wieder einmal gelungen jüngste deutsche Geschichte informativ und dabei zugleich interessant verpackt und dargeboten aufzuzeigen. Ich schätze den besonderen Stil mit seinem Mix aus historischem Bild- und Filmmaterial im Zusammenspiel mit fiktional dargestellten Filmszenen und den Interviews von bzw. mit Zeitzeugen sehr. Sie verleihen den Dokumentationen, wie auch der hier vorliegenden aus dem Hause "LOOKS" eine hohe Authentizität und Glaubwürdigkeit, ohne dabei langatmig zu wirken. Mit dieser Art der Umsetzung der thematischen Inhalte fühlt man sich als Zuschauer zugleich informiert aber eben auch unterhalten. Sehr empfehlenswert.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Maxe
Ich hatte das Glück, bei der Pressekonferenz und Vorstellung dieser Dokumentation dabei zu sein. Ich war zu tiefst erschüttert, wie die deutsche Teilung durch den Mauerbau am 13. August 1961 stattgefunden hat.

Ulbrichts Weltlüge während der Pressekonferenz am 15. Juni 1961: "Niemand hat vor, eine Mauer zu bauen" und dann die schon längst im Hintergrund in Gange laufende Vorbereitung zu diesem Mauerbau - ihren weiteren Ausbau von Perfektion zur Perfidität, hat mich sprachlos gemacht und wütend gemacht.

Allein die Szenen, bei denen Kinder in einer Einrichtung an der bekannten "Glienicker Brücke" vom Weihnachtsmann beschert wurden; deren Eltern vorher bei der Flucht bzw. Fluchtvorbereitung verhaftet und ihnen ihre Kinder entzogen wurden - dass läßt einen zutiefst erschaudern. Was aus dem Weihnachtsmann wurde, möchte ich hier nicht verraten. Schaut es Euch an! Es ist wirklich ergreifend!

Hier kommen Zeitzeugen zu Wort, die unmittelbar betroffen waren. Ob es der Grenzer war der geschossen und getötet hat, der Politoffizier, SED-Funktionär oder der Grenzer, der zum Dienst an die Mauer eingezogen wurde.

Von den Filmautoren wurden Fakten, Daten und und und... zusammengetragen, sodass diese Dokumentation in meinen Augen, in den Geschichtsunterricht an Schulen verwendet werden sollte - ja muß!
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Von demo1971
Von Amazon bestätigter Kauf
Es gibt sicher viele Dokumentationen über den Kalten Krieg oder die innerdeutsche Teilung. Ich selber habe sie in meiner Kindheit erlebt, spazierte als Besucher an der Mauer lang, die nicht bunt bemalt war, sah einen Grenzübergang von der Ferne.

Diese kurzweilige, sehr fesselnde Reportage zeigt mit historischen Original-Filmen in Farbe und Schwarz-Weiß (aus Ost- und West-Richtung) die Planung, Entstehung, Veränderung der Berliner Mauer und innerdeutschen Grenze bis hin zur Maueröffnung. Zeitzeugen, ein Politoffizier der Grenztruppen, ein Grenzsoldat, ein Angehöriger der Kampftruppen, ein Mitarbeiter der Staatssicherheit und ein Mitglied des Politbüros schildern ihre damaligen Eindrücke, ihre Ansichten, ohne politische Phrasen. Wobei man dem Politoffizier noch jetzt anmerkt, dass er mit dem geschichtlichen Werdegang nicht einverstanden ist. Viele Szenen wurden für ein besseres Verständnis nachgestellt. Auch sieht man Ulbricht bei der berühmten Pressekonferenz mit "Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu bauen".

Ich finde diese Reportage hervorragend gemacht, alles passt gut zusammen. Ich habe mir sie bereits nun zum 2. Mal angesehen und es wird auch nicht das letzte mal gewesen sein. Als Bonus ist eine Bildergalerie zur Entstehung der nachgestellten Szenen, die Grenze in Zahlen (Länge, Minen, geglückte Fluchtversuche usw.) und ein Making Of zu sehen.

Zum Glück sind diese schlimmen Zeiten vorbei! Unbedingte Kaufempfehlung.
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