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Geheimsache Estonia
 
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Geheimsache Estonia [Gebundene Ausgabe]

Cay Rademacher
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 349 Seiten
  • Verlag: Nymphenburger (Juli 1999)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3485008222
  • ISBN-13: 978-3485008228
  • Größe und/oder Gewicht: 21,1 x 13,4 x 3,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 295.300 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
40 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von "benin"
Format:Gebundene Ausgabe
In der Nacht vom 28 auf den 29 September 1994 versinkt die Fähre "Estonia" während eines schweren Sturms zwischen dem estnischen Hafen Tallinn und dem schwedischen Hafen Stockholm in der Ostsee. Von den 989 Menschen an Bord kommt für 852 Menschen jede Hilfe zu spät. Eine anfänglich versprochene Bergung der Opfer wird schnell wieder fallengelassen. Stattdessen soll über die Estonia ein Mantel aus Beton gelegt werden und dies obwohl gerade noch sehr viele Fragen offen sind. Die größte Schiffskatastrophe im Baltischen Meer zu Friedenszeiten ist, so der amtliche Untersuchungsbericht, auf technisches Versagen zurückzuführen; die auf das Autodeck führende Bugklappe hat den Kräften der tobenden See nicht standgehalten. Ebenso wie der Untergang der Titanic im Jahr 1912 ist der Untergang der Estonia von vielen Mythen umgeben. Welche Rolle spielt der in Russland veröffentlichte "Felix-Report"? Waren an Bord Drogen und 40 Tonnen hochradioaktives Material? Wurde die Estonia von der Russenmafia gezielt versenkt? Welche Rolle spielt das Bernsteinzimmer? Was hat Olaf Palme, der schwedische Politiker mit dem Untergang der Estonia zu tun? Fragen die bis heute noch nicht geklärt werden konnten.

Vor diesem Hintergrund baut Cay Rademacher, studierter Historiker und praktizierender Wissenschaftsjournalist des Jahrgangs 1965 eine Geschichte auf, die nicht spannender sein könnte.

Zwei Antihelden - ein drei Zentner schwerer, schwerreicher, hariboverliebter und schwuler deutscher Graf und ein joggender und zunächst erotisch gehemmter Epileptiker ebenfalls aus Deutschland, gelangen durch einen Zufall an Strandgut der Estonia. Von nun an beginnen die Beiden auf eigene Faust zu recherchieren.

Im Verlaufe der Geschichte kommen ein schwindsüchtiger, rauchender Stockholmer Schiffsexperte, eine filigrane junge Tänzerin aus Estland, ein Bergungstaucher a.D. aus Schweden mit seiner afrikanischen Frau. dazu. Eine gelungene Personenmischung, wovon jede Person mit weinigen Sätzen anschaulich dargestellt wird. Durch die Darstellungsweise erhalten alle Personen ein Eigenleben. Weiterhin wird ein genaues Erscheinungsbild und eine genaue Atmosphäre der Handlungsorte geliefert, speziell Tallinn und Stockholm kann so nur beschreiben, wer sich dort umgesehen hat.

Wenn der Leser die letzten Seiten des Buches erreicht, fragt er sich wie es wohl enden wird! Der Autor klärt erst Alles auf der letzten Seite mit einem grandiosen Schluss auf.

Auch wenn es Cay Rademacher nicht gelingt alle Fragen, die sich um den Untergang der Estonia drehen zu klären, gibt er aber dennoch auf fast alle offenen Fragen mögliche Antworten. Er lässt dem Leser viel Freiheit, und dieser empfindet das keineswegs als Zumutung.

Dennoch sei am Ende bemerkt das der Autor auch seine schriftstellerischer Freiheit nutzt, zweifellos handelt es sich bei dem Buch nicht um einem Tatsachenbericht, auch wenn die Grenzen zwischen Phantasie und Wirklichkeit teilweise nicht mehr erkennbar sind. Eine weitgehend erfundene Geschichte die gespickt ist mit tatsächlich vorgefallenen Fakten. Diese Mischung ist so gut, dass es sich immerhin so entwickelt haben könnte.

Diese Buch ist ein Muss für Alle, die sich für das interessieren, was am Meersboden der Ostsee liegt. Vor allem da der Untergang der Estonia bis heute noch nicht eindeutig geklärt werden konnte. Der Autor trifft den Kern der Sache:

"Wenn man sich intensiv mit dem Untergang der Estonia befasst, dann fallen einem Ungereimtheiten auf, seltsame blinde Flecken auf einem ansonsten scharfen Foto."

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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Das beste Buch der Welt 27. Dezember 2011
Von AndreasG
Format:Gebundene Ausgabe
Ich habe die "Geheimsache Estonia" bereits 1999 gelesen. Niemals mehr hat mich ein Buch so sehr gefesselt wie dieses. Es ist auch für diejenigen super spannend, die sich nicht unbedingt mit der Materie auskennen. Es handelt sich zwar um einen Roman, doch will der Eindruck nicht verschwinden, dass man beim Lesen denkt: "Genau so könnte es sich zugetragen haben!!!"
Ich wünschte, Cay Rademacher würde erneut ein ähnliches Buch schreiben, vielleicht sogar eine Fortsetzung... Aber so ist das wahrscheinlich mit den besten Werken, sie haben eben keine Fortsetzung, die die Geschichte kaputt machen würden...
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0 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Flach, flacher, Rademacher 8. September 2011
Format:Gebundene Ausgabe
Leider dachte ich es handelt sich um ein Sachbuch. Mein Fehler, hätte ich die andere Rezension lesen sollen. Aber was soll's, dachte ich: Ein Roman auf Tatsachenbasis muss ja nicht schlecht sein.

Leider ist Cay Rademacher als Romanautor völlig talentfrei. Die ganze Geschichte ist unglaublich flach und vorhersehbar. Die Figuren sind einerseits total überzeichnet und andererseits völlig eindimensional. Das Niveau bewegt sich auf dem Level von miesen, alten TKKG-Kassetten ergänzt um ständige, in der Wiederholung sehr nervige sexuelle Anspielungen.

Auf den Aufbau von Spannung wird völlig verzichtet, es hagelt absurde Zufälle, die Ortsbeschreibungen sind teilweise kaum nachvollziehbar und die beiden Hauptfiguren, der eine ein übergewichtiger Graf, der andere ein epileptischer Historiker sind völlig lächerlich. Der Graf verdrückt schon in der ersten Hälfte des Buches geschätzte 25 Kilo Gummibärchen zusammen mit mindestens einer Kiste Champagner während sein Kumpel klugscheißt und sich von einem Anfall zum nächsten hangelt. Trotz der oberflächlich totalen Gegensätzlichkeit der Charaktere reden die beiden immer komplett dasselbe. Die restlichen Personen im Buch sind allesamt Stereotypen (z.B. der kettenrauchende, nervöse Ex-Regierungsbeamte oder das semi-authistische, ständig Kaffee-saufende Wunderkind) und auch nicht interessanter. Der Schreibstil ist auf BILD-Niveau. Ständig wiederkehrende Phrasen, der Text wirkt baukastenartig zusammengesetzt.

Ich würde mich gar nicht so darüber aufregen, wenn die Basis der Story nicht ein reales Ereignis wäre bei dem immerhin knapp 900 Menschen gestorben sind und für das es bis heute keine vernünftige Erklärung seitens der Behörden gibt. Rademacher erhebt zwar nicht den Anspruch irgendwas aufzuklären, aber so ein groteskes Machwerk braucht nun wirklich niemand. Man kann sicher den Faden in dieser Sache sehr weit spinnen mit Geheimdiensten, Schmuggel und Entführungen. Aber wenn man da einen Thriller draus basteln will sollte man das Handwerk auch beherrschen.

Wer sich ernsthaft für die Estonia interessiert sollte dieses Buch beiseite lassen.
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