Das Heimholen von unsteuerbaren Flugzeugen in Notfällen ist eine sinnige Idee. Ben Cole arbeitet als Softwarespezialist für die Firma, die genau das umsetzen will. Doch bei den Praxistests läuft nicht alles so wie erwartet und er entdeckt erste Unregelmäßigkeiten.
In derselben Gegend, in denen Tests durchgeführt wurden, kommt es noch zu einem anderen Zwischenfall, was wiederum April Rosen auf den Plan ruft. Alles bloß Zufall? Das involvierte Lutfahrzeug gehört ihrem Vater und er soll für etwas verantwortlich gemacht werden, was er vielleicht gar nicht verschuldet hat. Also versucht sie sich auf eigene Faust in der Aufklärung dessen, was mit dem Flugzeug ihres Vaters passiert ist. Und dann ist da noch die Regierung, die ihrerseits auch ein gewisses Interesse an der Sache hat...
So und nicht anders entspinnt sich der neueste (zumindest der zuletzt ins Deutsche übersetzte) von John Nance's Flugzeugromanen. An sich ist er ganz spannend, aber manchmal leider auch etwas langatmig. Im Vergleich zu den anderen Büchern des Autors habe ich mir in diesem Fall lange Zeit gelassen mit dem Durchlesen. Wenn man die meisten seiner Romane gelesen hat, wird man gewisse Parallelen zu seinem Werk "Tödlicher Gegenwind" entdecken. Es scheint der Fall zu sein, dass Nance wie dort zunehmend versucht, seine an sich spannenden Bücher in halbe Justizromane und Werke alà "einige wenige gegen das ganze System" zu verwandeln. Das ist schade, denn seine sonstigen Werke wie "Gegen die Uhr" usw., die sich noch viel mehr auf den Aspekt des Fliegens selbst konzentriert haben und daraus ihre Spannung bezogen, waren eindeutig besser. Wegen dieses "Fehlers" nur drei Sterne für ein Buch, aus dem man eindeutig mehr hätte machen können.
Fazit: Zu empfehlen für jene, die einen spannenden Roman zu einem ausgefallenen Thema lesen wollen und denen es nicht so sehr auf die Fliegerei selbst ankommt. Wem eher fliegerische Action am Herzen liegt, dem seien eher andere Werke von John Nance nahegelegt.