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5.0 von 5 Sternen
Handelt von den Lebens- und Liebesthemen bei der Partnerwahl, 22. Juli 2007
Rezension bezieht sich auf: Der Geheimplan der Liebe. Zur Psychologie der Partnerwahl (Broschiert)
Die Paarbeziehungen gehören zu den wichtigsten Beziehungen der Menschen. Dabei entscheidet die "richtige" Partnerwahl nicht nur darüber, wie wir unsere Beziehung wahrnehmen, sondern auch darüber, wie wir das Leben im allgemeinen empfinden. Eine zufriedene Partnerschaft bewirkt auch eine hohe Zufriedenheit im allgemeinen Leben.
Zunächst einmal stellt der Autor Prof. Dr. Hantel-Quitmann eine Frage in den Raum, welches Lebensthema einen selber bewegt und mit welchem Partner man dieses Thema gerne angegangen wäre. Zu dieser Frage führt er einige Beispiele aus der Literatur oder dem öffentlichen Leben auf: So z.B. die Überwindung des Todes in der Liebesgeschichte von Orpheus und Eurydike, der Wahl des eigenen Selbst und somit einer Liebe in gegenseitiger Abhängigkeit und Verschmelzung in der Geschichte "Das böse Mädchen" von Mario Vargas Llosa, die gegenseitige fachliche Befruchtung und gemeinsame Arbeit zwischen Marie und Pierre Curie, die Liebe zur Musik bei Cosima und Richard Wagner oder den Wunsch, die Welt gemeinsam zu verändern, wie bei Bill Clinton und Hillary Rodham-Clinton.
Danach gibt es einige spannende Infos, wie z.B. dass 90 % aller Ehen zwischen Partnern eingegangen werden, die nicht mehr als 30 Kilometer voneinander entfernt geboren wurden, dass die meisten Partner sich immer noch im Alltag begegnen (also in der Schule, im Studium, auf der Arbeit), warum die meisten realen Kontakte zwischen Internetpartnern nach dem ersten Treffen nicht mehr fortgesetzt werden, wie die Partnerwahl im Tierreich funktioniert oder das die Sprache und das lange Miteinander Reden, nicht nur ein Weg ist, um sich kennen zu lernen, sondern auch, um sich in den anderen zu verlieben (junge Paare würden im Durchschnitt pro Tag zwei Stunden miteinander reden). Gegenseitige Selbstoffenbarung schafft hierbei eine Intimität und emotionale Nähe. Sie entsteht dadurch, dass über die eigenen Wünsche, Hoffnungen, Bedürfnisse, Ziele und Zweifel gesprochen wird und nicht über andere Menschen, die eigenen materiellen Errungenschaften (mein Haus, mein Auto, mein Boot) oder den eigenen Job.
Der Autor zeigt auf, wie wir uns mittels Spiegelung und Resonanz ineinander verlieben (Ob Singles beim längeren Alleinsein ihre intuitiven Kommunikationsfähigkeiten verlieren, hängt laut Autor davon ab, ob sie ihre Spiegelneurone in anderen Beziehungen nutzen.). Eine neue Liebe knüpft dabei immer an eine alte Liebe an (Übertragungsliebe), die man mit der neuen Beziehung verbindet. Damit wir das Gefühl haben, wir haben es mit einer großen Liebe zu tun, muß zu den Übertragungsgefühlen noch die Projezierung der eigenen Liebessehnsüchte hinzu kommen.
Trennungen entstehen dann, wenn die eigene Entwicklung durch die Partnerschaft blockiert ist und die Konflikte mit dem eigenen Partner nicht gelöst werden können. Auch wenn Paare äußerlich sehr unterschiedlich sind, gibt es doch häufig eine innere Gemeinsamkeit und ein gemeinsames Lebensthema, das äußerlich eben nicht erkennbar ist. In den darauffolgenden Kapiteln zeigt der Autor diverse Partnerschaften mit unterschiedlichen Partnerwahlmotiven. Erkennbar wird hierbei, dass die Motive der Partnerwahl sehr vielfältig und von Paar zu Paar ganz unterschiedlich sind.
Am Ende des Buches gibt der Autor eine Liste mit Fragen auf, die man selber bearbeiten kann und durch die man seinen eigenen Geheimplan der Liebe besser verstehen kann. Ein Buch, das einem viele neue Erkenntnisse übermittelt und verständlich geschrieben ist.
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5.0 von 5 Sternen
"unbewußte Prägungen.", 4. Januar 2010
Prof. Dr. Hantel-Quitmann fragt den Leser zunächst welches "Lebensthema" einen eigentlich sehr beschäftigt und ob wir auch unsern Partner mit in diese Thema einbeziehen. Der Autor erklärt an der Liebesgeschichte von Orpheus und Eurydike, sowie an weitern Beispielen, aus der Musik und an Hand von den Eheleuten Clinton, wie eine solche Einbeziehung der Liebe in das sogenannte eigene "Lebensthema" aussehen kann.
Der Leser erfährt welche unterschiedlichen Eigenschaften für Männer und Frauen beim Kennenlernen wichtig sind. Der Autor erklärt, wo sich die meisten Paare kennen lernen, im Alltag, und warum die meisten Paare auf den selben Kulturkreis Wert legen.
Ferner schildert der Autor dem Leser kurz die Auswirkung der Spiegelneuronen und erklärt die unbewußte "Übertragungsliebe". In unserer ursprünglichen Familie wurde diese begründet. Die damals vermittelten Werte, das vorgelebten Paarverhalten prägen uns alle für das spätere Leben! Also eine nicht zu unterschätzende Prägung auch für die spätere Partnerwahl.
An Hand unterschiedlicher Beispiele zeigt der Autor, wo die eigentliche Ursache von Paarproblemen versteckt sind. Oft fehlt es an der gegenseitigen "Selbst"-Offenbarung, die entscheidend für jede Beziehung ist um so die wichtige emotionale Nähe aufzubauen.
Am Ende des Buches findet man auf mehreren Seiten Fragen, um den eigenen "Geheimplan der Liebe" zu entdecken...
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
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Partnerwahl auf den Punkt gebracht, 14. Dezember 2010
Für eine psychotherapeutische Sicht auf die Partnerwahl und die Herausforderungen in Paarbeziehungen braucht man:
1. Sehr viel Erfahrung. Die hat der Autor nachweisslich.
2. Sehr viel Wissen über die grundlegenden Muster oder akzeptable Erklärungen über das wieso und warum in Paarbeziehungen. Die bringt der Autor ein.
3. Es muss wirken. Es bleibt dem Leser überlassen ob er Handlungsbedarf hat. Allerdings findet der Leser viele Anregungen um über sich, seine Partnerschaft und das "Dahinter" nachzudenken.
Insgesamt etwas lustig fand ich die manigfaltigen Nacherzählungen vieler literarischer Werke zu Liebes- und Paarlösungen. Wäre Hr. Hantel-Quitmann nicht schon Therapeut, jeder würde sich über so einen Geschichtererzähler sicherlich freuen.
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