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Geheimnisvolle Erbschaft
 
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Geheimnisvolle Erbschaft

Sir John Mills , Anthony Wager , David Lean    Freigegeben ab 16 Jahren   DVD
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Darsteller: Sir John Mills, Anthony Wager, Valerie Hobson
  • Regisseur(e): David Lean
  • Komponist: Walter Goehr
  • Format: Dolby, HiFi Sound, PAL
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0), Englisch (Dolby Digital 2.0)
  • Region: Alle Regionen
  • Bildseitenformat: 4:3 - 1.33:1
  • FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
  • Studio: Koch Media GmbH - DVD
  • Erscheinungstermin: 30. September 2008
  • Produktionsjahr: 2003
  • Spieldauer: 118 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B001F2PFXY
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 72.050 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Aus der Amazon.de-Redaktion

David Leans wunderbare Verfilmung des klassischen Romans von Charles Dickens verfügt über den warmherzigen Humor und die lebhaften Charaktere, die man in vielen anderen Filmen über das viktorianische England vermisst. Dabei verwendet er einen expressionistischen Stil, der die Realität mit jugendlichem Überschwang überhöht: von der albtraumhaften Eröffnungsszene, in der der junge Waise Pip (Anthony Wager) den entflohenen Verbrecher Magwitch (Finlay Currie) trifft, bis zu den Szenen in dem verstaubten Anwesen der Witwe Miss Haversham (Martita Hunt), in dem er zum ersten Mal der jungen Schönheit Estella (Jean Simmons) begegnet. Als Pip plötzlich aufgrund einer Erbschaft in der Londoner High Society verkehrt, entwirft Lean das Bild einer schönen, lebhaften Stadt.

John Mills' Darstellung des erwachsenen Pip zeichnet exakt nach, wie Geld und Ansehen das neugierige, großzügige Kind in einen standesbewussten Snob verwandelt haben, ein Makel, dem sich Pip erst dann stellt, als schließlich die Identität seines Wohltäters offenbart wird. Zu der vorzüglichen Besetzung gehören auch Valerie Hobson als die erwachsene Estella, der junge Alec Guiness in seinem Debüt als Pips jovialer Londoner Zimmergenosse Herbert Pocket und der beeindruckende Francis L. Sullivan als der humorlose Anwalt Jaggers. Auch dank der vorzüglichen Kamera-Arbeit von Guy Green, der dafür einen Oscar erhielt, gelang es Lean, den Kern von Dickens' epischem Drama in einen mitreißenden Film umzusetzen. --Sean Axmaker

Produktbeschreibungen

Cine Plus Geheimnisvolle Erbschaft, USK/FSK: 16+ VÃ--Datum: 30.09.08

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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:CD-ROM
"Geheimnisvolle Erbschaft" ist die Verfilmung von Charles Dickens bekanntem Roman "Great Expectations" von 1861 (so auch der englische Originaltitel des Films).
In ärmlichen Verhältnissen wächst der kleine Waise Pip bei seinen Verwandten auf. Eines Tages überrascht ihn auf dem nahen Friedhof ein entflohener Sträfling und befiehlt ihm, eine Feile und Verpflegung herbeizuschaffen. Eingeschüchtert hilft der Junge dem Sträfling. Jahre später teilt ein Advokat aus London Pip mit, dass ihm ein unbekannter Wohltäter ein ahnsehnliches Vermögen überschrieben hat, welches sich aber zunächst nicht positiv auf den Charakter von Pip auswirkt...

"Geheimnisvolle Erbschaft" ist eine überaus stimmungsvolle Literaturverfilmung unter der meisterschaften Regie von David Lean (Doktor Schiwago, Lawrence von Arabien, Die Brücke am Kwai). Der Film bietet jede Menge höchst atmosphärischer Bildkompositionen und eine bis in die kleinste Nebenrolle hervorragende Besetzung. Neben John Mills, Valerie Hobson und Alec Guiness kann auch Jean Simmons in einer ihrer ersten Rollen bewundert werden. Nicht umsonst erhielt der Film 1948 zwei Oscars (beste Kamera, beste Ausstattung)und drei weitere Nominierungen (bester Film, beste Regie, bestes Drehbuch).

Die DVD bietet Bild und Ton in guter Qualität. Zwar ist das Bild bisweilen leicht grieselig, aber der Filmgenuss wird dadurch nie beeinträchtigt. Als Bonus gibt es den originalen Kinotrailer, eine Fotogalerie und ein ganz hervorragendes 16-seitiges (!) Booklet mit jeder Menge interessanter Hintergrundinformationen zur Entstehunggeschichte des Films. Das Ganze kommt in einer hübsch gestalteten Box, in der sich noch eine zweite DVD befindet. Auf dieser befindet sich die Vollversion von Reclams elektronischem Filmlexikon.

In besserer Qualität wird der Film wohl nie erscheinen. Wer ganz grosses Kino sucht, wird hier fündig. Kaufempfehlung !

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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Sehenswert; dürftige Extras 27. Dezember 2003
Von Volker Hartung HALL OF FAME REZENSENT
Format:CD-ROM
Diese David-Lean-Verfilmung gilt als die beste Dickens-Verfilmung schlechthin. Das kann ich leider nicht beurteilen, einen Vergleich mit der mäßigen modernisierten Fassung von Alfonso Cuarón (mit Gwyneth Paltrow) sparen wir uns mal. Die "Geheimnisvolle Erbschaft" von 1946 jedenfalls ist ungemein stimmungsvoll und geschmackvoll ausgestattet und überwiegend gut besetzt. Leider gilt das nicht uneingeschränkt für die beiden erwachsenen Hauptfiguren. John Mills ist eindeutig zu alt für den Part; jugendliche Schwärmerei nimmt man ihm kaum ab. Valerie Hobson ist eine Enttäuschung, vor allem im Kontrast zu der entzückenden (wenn auch immer noch zu alten) jungen Jean Simmons. So springt der Funken im zweiten Teil nicht richtig über; ein aufgesetztes (dem Buch nicht entsprechendes) Happy End hilft hier auch nicht. Außerdem sind die (wenigen) komischen Szenen nicht recht in den Erzählfluß integriert, sie wirken erzwungen. Davon aber abgesehen, gibt es hier großes Kino zu entdecken, mit fabelhafter Schwarz-Weiß-Photographie, interessanten Charakteren und überraschenden Wendungen (wenn man die Vorlage nicht kennt). Herausragend (9/10).

Bild- und Tonqualität (nur Orignalton bewertet) der Koch-Media-DVD sind für das Alter des Films wirklich hervorragend. Die Extras sind allerdings dürftig (wenngleich ich die ausführlichen Filminfos in gedruckter Form begrüße). Gar nicht zufrieden bin ich mit der Verpackung, die fast so viel Platz im Schrank einnimmt wie eine VHS-Cassette. Auf die CD-ROM mit "Reclams Filmlexikon", die ich jetzt zweimal besitze (denn "Oliver Twist" liegt sie ebenfalls bei), lege ich keinen Wert, so daß für mich insgesamt der Preis überhöht ist.

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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:CD-ROM
David Lean ist der Meister des epischen Technicolor-Melodrams: Doktor Schiwago, Lawrence von Arabien oder Die Brücke am Kwai sind pralle, farbenprächtige Schinken für die Ewigkeit. Doch schon vor Technicolor verstand es Lean, kleine Meisterwerke zu drehen.

"Geheimnisvolle Erbschaft" beginnt denn auch überaus faszinierend, vor allem auf optischer und akustischer Ebene. Wie bedrohlich die Schatten kriechen, die Nebel wallen und die Bäume knarren ist so wunderbar schaurig und schön, dass es einen nicht Wunder nimmt, dass der Kameramann weiland mit einem Oscar ausgezeichnet wurde.
Die Geschichte um Pip und seinen geheimnisvollen Wohltäter, um die schöne Estella und die verschrobene Miss Havisham ist freilich zusammengekürzt, aber wer würde sich daran stören - angesichts der schieren Dicke Dickens' Werkes, zumal die Kürzungen behutsam vorgenommen wurden und es nie den Anschein hat, als wären sehr wichtige Passagen zugusten von Überflüsigem gestrichen worden - wie etwa bei der scheußlichen Sturmhöhe-Verfilmung von 1939.
Die Besetzung der Charaktere empfand ich als sehr gelungen, vor allem Jean Simmons als junge Estella hat mir gefallen, aber auch Tony Wagner als junger Pip war rührend - und Alec Guiness in seiner ersten Filmrolle sollte sich eigentlich auch kein Filmliebhaber entgehen lassen. Einzig Martita Hunt als Miss Havisham war nicht zu hundert Prozent mein Fall - sie wurde in meinen Augen von der grandiosen Anne Bancroft in der '98er Cuarón-Verfilmung uneinholbar überflügelt. Aber nicht nur die Hauptfiguren sind gut bis großartig besetzt: auch die Nebenfiguren wie Mr. Jaggers oder Mr. Wemmick überzeugen auf der ganzen Linie. Erwähnenswert ist überdies die wunderbare Ausstattung, die zurecht ebenfalls mit einem Oscar geehrt wurden.
Einziger Kritikpunkt ist das Ende, das ein wenig zu romantisch und unglaubwürdig geriet und der Buchvorlage nicht ganz gerecht wird.

Alles in allem erinnert Leans Meisterwerk in emotionaler, künstlerischer und ausstattungstechnischer Hinsicht sehr an George Cukors Version von David Copperfield, die ich so sehr liebe. Vielleicht gefällt es mir sogar noch ein wenig besser, da ich die Kürzungen als nicht so auffällig empfand.

Kurzum: Wer Dickens mag, kommt um diese über die Maßen gelungene Verfilmung der "Großen Erwartungen" nicht herum.
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