Wer möchte nicht gerne wissen, welches Schicksal ihn ereilen wird? Seit Jahren sind die in Indien zu findenden, Palmblattbibliotheken deren Aufzeichnungen vor mehreren tausend Jahren verfasst worden sein sollen, vereinzelt Gegenstand von Veröffentlichungen oder auch Fernsehberichten. Die trotzdem in der Öffentlichkeit noch relativ unbekannten Bibliotheken des Schicksals faszinieren die Menschen in besonderer Art und Weise, rufen aber bei nüchtern denkenden Bewohner der westlichen Welt nur ein mitleidiges Lächeln hervor. Thomas Ritter hat nun ein Buch geschrieben, das sich nicht nur mit diesen Bibliotheken des Schicksals detailliert beschäftigt, sondern auch die Hintergründe beleuchtet und eingehend seine ganz persönlichen Erfahrungen in Indien schildert.
Dieses Buch, das sich auch einigen Randthemen, wie der möglichen Ansiedlung von Mitgliedern des Templerordens in Indien im 12. Jahrhundert, beschäftigt, stellt nicht nur für alle an den Palmblattbibliotheken Interessierten eine Pflichtlektüre dar. Es ist kurzweilig zu lesen mit zahlreichen interessanten Aspekten, wie zum Beispiel die in uralten Manuskripten detailliert beschriebene und auf Bildern oder als Monumente dargestellte Hochtechnik in der Vorzeit: Besaßen unsere Vorfahren beziehungsweise die Verfasser der Palmblattmanuskripte sogar Fluggeräte und andere hochentwickelte technische Geräte?