Helen Fielding's Bridget Jones Bücher haben mir so gut gefallen, dass ich dieses Buch auf Englisch gelesen habe, obwohl mir der Plot auf der Rückseite des Buches nur mittelmässig zugesagt hatte. Aber ich wurde nicht enttäuscht: Olivia Joules ist selbstbewusster und "erfolgreicher" als Bridget, sie hat einen frech-ironischen Humor und hat auch wie Bridget ihre äußerst amüsanten Hoppalas. Sie gibt einem das Gefühl, eine mehr oder weniger "normale" Person zu sein, die man vielleicht kennenlernen könnte. Sie leidet an einer überaktiven Fantasie, die ihr aber schließlich Erfolg bringt. Der Plot ist sicherlich nicht besonders realistisch,aber schließlich gibt es auch nicht viele Spionagebücher, die das von sich behaupten können, man denke nur an James Bond. Das Buch bringt den Leser an die verschiedensten Orte der Welt, und natürlich gibt es auch ein bißchen Herzschmerz.
Am Anfang lässt einen Fielding zweifeln, ob Olivia nicht doch einfach nur ein bißchen verrückt ist, oder ob sie mit ihrer Intuition Recht behalten sollte. Das Buch macht eine Kehrtwendung in der Mitte, wo alle Zweifel über Olivia fallen gelassen werden. Schließlich läuft alles auf ein großes Finale hinaus, wo Olivia durch ihre überaktive Fantasie zur Heldin wird. Spannend und so komisch geschrieben, dass ich es auf einen Satz ausgelesen habe. Fazit: Wer Fielding's Stil mag, eine komisch-realistsche Heldin, die man einfach mag, und auch der Spionage nicht abgeneigt ist, der wird's mögen.