Auch im zweiten Teil ihrer im Original mittlerweile auf vier Bände angewachsenen Geschichte über einen Spionagering gegen das napoleonische Frankreich versteht es Lauren Willig den Leser aufs Beste zu unterhalten.
Diesmal steht nicht die Geschichte von Amy und Richard im Vordergrund, die sich auch aus Gründen der Enttarnung aufs Land zurückgezogen haben, und nun Spione unterrichten, sondern Richards Schwester Henriette und sein bester Freund Miles. Hen empfängt die Briefe der "Rosaroten Nelke", der englischen Spionin in Frankreich. Doch inzwischen sind die Franzosen auf Hen aufmerksam geworden und wollen durch sie die Nelke enttarnen. Dabei sind ihre Gegener in der Wahl ihrer Mittel nicht zimperlich. Sie schicken die "Schwarze Tulpe". Hen und Miles sowie zwei Jahrhunderte später die amerikanische Geschichtsstudentin Eloise versuchen hinter das Geheimnis der Schwarzen Tulpe zu kommen.
Einziger Kritikpunkt an diesem gelungen Historienschinken im besten Sinne ist, daß meiner Ansicht nach die Liebesnöte von Hen und Miles ein wenig zu ausführlich und die eigentliche Spionagegeschichte ein wenig zu knapp abgehandelt werden.