Revertes Schachmeisterwerk rund um das Geheimnis der Schwarzen Dame ist, wie sollte es anders sein, ein kleines literarisches Gustostückerl. Es glänzt durch die wundervolle Schreibweise seines Autors, der wieder mal den Leser in literarischen Samt wickelt. Die Geschichte rund um die Restauratorin Julia, ihren homosexuellen Mentor Cesar, der zu jeder Zeit ein gar vorzüglichst manikürtes Zitat ablässt, Munoz, einen introvertierten Schachphilosophen, der es sich zur Aufgabe gesetzt hat nur noch in Schachdimensionen zu denken, und ein mysteriöses Bild des flämischen Meisters Van Huys auf dem eine versteckte Anspielung auf einen Mord im 15. Jahrhundert enthalten ist. Kern dieses Bildes ist ein Schachbrett an dem zwei Ritter sitzen und gedankenverloren Schach spielen und im Hintergrund eine mysteriöse schwarz gekleidete Dame. Julia entdeckt im Bild eine versteckte Botschaft des Malers. Sofort entsteht ein wildes spekulieren bis der erste Mord geschieht.
Von da an zieht sie Revertes Werk in ihren Bann. Mit Hilfe von Munoz sind Julia und Cesar auf den Spuren des mysteriösen Schachmörders. Ein Wettlauf beginnt.
Das bis zum Ende hohe Niveau wird leider am Ende zu einem trivialen Schlusspunkt gebracht, und das ist der einzige Schwachpunkt, den es erscheint dem Roman nicht würdig.
Trotzdem bleibt das Geheimnis der Schwarzen Dame ein vorzüglicher Appetithappen auf die andern Werke Revertes