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Das Geheimnis der falschen Braut
 
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Das Geheimnis der falschen Braut

Jean-Paul Belmondo , Catherine Deneuve , François Truffaut    Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Darsteller: Jean-Paul Belmondo, Catherine Deneuve, Michel Bouquet
  • Regisseur(e): François Truffaut
  • Komponist: Antoine Duhamel
  • Format: Dolby, HiFi Sound, PAL, Widescreen
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 1.0), Französisch (Dolby Digital 1.0)
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: MGM Home Entertainment GmbH (dt.)
  • Erscheinungstermin: 13. Juni 2008
  • Produktionsjahr: 2004
  • Spieldauer: 118 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B0018CAM48
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 24.674 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

VideoMarkt

Louis Mahé, Tabakpflanzer auf der idyllischen Insel Réunion, sucht per Zeitungsinserat eine Frau. Er heiratet die Betrügerin Marion, die sich als Julie ausgibt. Nach kurzer glücklicher Ehezeit brennt Julie mit dem Geld ihres Mannes durch. Louis beauftragt einen Privatdetektiv mit Nachforschungen, trifft Julie an der Riviera wieder und verfällt ihr erneut. Wieder verschwindet Julie. Louis tötet den Detektiv, der sie bei Lyon ausfindig gemacht hat. Das Paar flieht gemeinsam in die verschneiten Schweizer Berge.

Produktbeschreibungen

Fox Das Geheimnis der flaschen Braut, USK/FSK: 12+ VÃ--Datum: 13.06.08

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
57 von 62 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:DVD
Bewertung der DVD:

Bild 0/10

Ton 2/10

Extras 0/10

Im Klartext:

Das Bild sieht wesentlich schlechter!!! aus also von einer 15 Jahre alten mehrfach kopierten VHS-Kassette!
Der Ton ist mono, dumpf und rauscht.
Es gibt keinerlei Extras.
Zwar liegt der Ton in Deutsch und Französisch vor, aber es sind keine!!! Untertitel vorhanden.

Diese DVD ist ein ganz klarer Favourit für die schlechteste DVD eines Major-Studios seit Einführung des Formates vor über 5 Jahren.
Respekt! Dagegen sind selbst die ersten Laser Paradise DVD's von überragender Qualität.
Also ich für meinen Teil werde bestimmt keine DVD von MGM mehr kaufen!

(1 Stern für diese DVD ist ganz klar ein Stern zuviel)

War diese Rezension für Sie hilfreich?
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von jury HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:DVD
Natürlich fallen jedem, der mehrere hundert Filme im Jahr sieht, Parallelen auf. Eine, über die man keine Vermutungen bemühen muss, ist die 2001er Neuverfilmung des Stoffs von Cornell Woolrich unter dem Titel Original Sin mit Angelina Jolie und Antonio Banderas unter der Regie von Michael Christofer. Allen, denen die Bild- und Tonqualität besonders wichtig ist, kann man dieses liebevolle Remake nur empfehlen.

Aber für die gelegentlich auffallenden technischen Mängel der Truffaut-Verfilmung von 1969 ist nun wirklich nicht in erster Linie der DVD-Transfer verantwortlich. Schon richtig, mit Computer-Überarbeitungen kann man Kamera-Wackler, Spratzer und Black-Outs korrigieren, aber "gemacht" hat sie ja wohl der Originalfilm. Eine wacklige Hand-Kamera bringt nun mal gerade bei SD-Umsetzungen zusätzliche Artefakte, Fehlbelichtungen sehen flach aus, frühere Hubschrauber- und Autoaufnahmen zappeln (auch bei 007...) nun mal auf die Nerven und Außenaufnahmen bei gemischtem Licht fallen durch mehr Korn auf als eine Rekordernte. Gut ausgeleuchtete Studioaufnahmen sehen dafür oft außerordentlich gut aus, soweit das die SD-Auflösung zulässt. Es gibt aber durchaus jüngere und aus technischer Sicht schlechtere Produktionen - man muß sich nur mal "The Game" anschauen.

Wenn Autofahrten im Studio vor der Leinwand gefilmt werden, sieht das eben lächerlich aus - man achte nur mal auf die dauernd "Sonnen"-beschienene Rückpartie Belmondos, während er um eine Verkehrsinsel kreist. Solche Beleidigungen des Zuschauerauges erinnert an "Altmeister" Hitchcock, der seine Zuschauer auch gerne mit primitivsten Tricks "verwöhnte" - mein persönlicher Horror war eine auf Riesenleinwand gemalte Hafenszenerie im "Hintergrund".

Dafür gefallen andere Szenen durch geradezu atemberaubende Fotografie, so z.B. manche Aufnahmen in Aix-en-Provence. Augenmenschen kann man den Film also durchaus empfehlen, auch auf dieser DVD. So, genug der Technik, ganz nebenher gibt es ja noch einen nicht unbedeutenden Film zu sehen.

Vor allem ist "La sirène du Mississippi" ein Lehrstück für Männer, die sowohl mit Vermögen als auch mit schönen Frauen ihre Erfahrungen sammeln durften oder möchten. Denn der Widerstreit zwischen Gefühlen und der Angst vor Armut treibt vermutlich nicht nur die umwerfend schöne Marion (Catherine Deneuve, 26) immer wieder in Gewissenskonflikte. Und der hoffnungslos vernarrte Louis Mahé (Jean-Paul Belmondo, 36) dürfte nicht der einzige Mann auf Erden sein, der nach vergeblichem Widerstand schließlich die Waffen streckt und sich in sein Schicksal fügt.

So geht es vermutlich auch manchem Zuschauer. Viele Ungereimtheiten in der Erzählung, im Schnitt und in den Dialogen würden wohl kaum einem Filmstudenten verziehen werden - aber mancher tut sich das gerne an, einfach, um zwei Stunden lang diese Traumfrau zu bewundern. Das ändert aber nichts daran, dass man endlich mal auch die "berühmten" Regisseure mit gleichem Maß messen sollte wie alle anderen auch: So schön die Geschichte ist, so gut Belmondo als Charakterdarsteller gefällt, so sehr die Sirene bezirrt - handwerklich war dieser Film mit schneller Nadel gestrickt; und das gilt keineswegs nur für die Kamera-Schwächen.

Dennoch: ein schöner Film, den man sich gerne immer mal wieder anschaut, und der deutlich bei Projektion auf großer Leinwand gewinnt. Ein Upscaling kann natürlich einen HD-Transfer nicht ersetzen, mildert jedoch die Auswirkungen des dauernden Gewackels. Und für Verehrer von Catherine Deneuve ist dieser Film ohnedies Kult.

Im Original 123 Minuten, Format 2,35:1 auf 35 mm Film, Dolby (IMDB)

Die gesehene SZ-Version läuft 118 Minuten - wie üblich völlig ohne Extras. Zusätzlich zur deutschen Version werden das französische Original sowie deutsche Untertitel angeboten. Immerhin gibt es das 2,35:1 - Kinoformat.

film-jury 4* A0585 1.5.2011eg

Francois Truffaut (* 6. Februar 1932 in Paris)
-------------------- -------------------- --------------------
1962 -* R0000 Jules und Jim
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von christine TOP 500 REZENSENT
Format:DVD
1969 verfilmte Francois Truffaut erneut einen Roman von Cornell Woolrich ("Waltz into Darkness"). Kurz zur Handlung: Der reiche Plantagenbesitzer Louis Mahé (Jean Paul Belmondo) erwartet in dem französischen Übersee-Department Réunion ("Wiedervereingung", der Name ist Programm) seine Braut Julie, mit der er bisher nur in Briefkontakt stand. Die Frau, die sich ihm vorstellt, ähnelt überhaupt nicht Julies Foto, doch Louis ist so fasziniert von der schönen Betrügerin (Catherine Deneuve), dass er alle Vorsicht vergisst und sie heiratet. Sich mehrende Verdachtsmomente an ihrer Identität kann die falsche Julie durch geschickte Schachzüge zerstreuen. Kaum hat sie die Bankvollmacht ihres Gatten, ist sie mit dem Geld verschwunden. Louis begibt sich nach Südfrankreich, um seine Frau aufzuspüren. Damit beginnt erst die eigentliche Geschichte. Denn nicht die falsche Braut ist das Thema des Films, sondern Louis` Besessenheit von einer Frau, die ihn ins Verderben stürzt, eine klassische "amour fou". Deneuve spielt die Titel gebende Sirene (Originaltitel "La sirène du Mississippi").

Wie auch Hitchcock faszinierte Truffaut das Thema einer Erniedrigung durch Liebe. Bei näherer Betrachtung ergeben sich Parallelen zu Hitchcocks "Marnie": Auch Marion Bergamo, so heißt die falsche Julie, ist eine getriebene Betrügerin, die immer wieder ihre Identität wechseln muss, damit ihr niemand auf die Schliche kommt. Ihre Beziehung zu Männern ist sehr problematisch, da sie zu Frigidität neigt. Wie Marnies Mann Mark ist Louis sexuell angezogen von der Kriminalität seiner Frau, ihm fehlt aber jegliche Aggressivität, so dass er letztlich zum hoffnungslos Liebenden wird, der sich in Gefahr begibt. Die Rolle Louis` ähnelt eher der des Anwalts Keane in Hitchcocks "Der Fall Paradine". Marions Sexualität ist andererseits äußerst aggressiv, dies erinnert an Deneuves Rolle in "Belle de Jour". Eine der lustvollsten Begegnungen ergibt sich aus der Situation, dass sie gemeinsam eine Leiche vergraben haben. Interessanterweise dienen die Nacktszenen mit Deneuve nicht der Darstellung erotischer Szenen. Zweimal beobachtet der Zuschauer sie beim Umziehen, es geht ganz klar um Rollenwechsel.
Louis macht eine wahre Odyssee durch, sein Weg führt ihn aus dem tropischen Réunion über Frankreich ins schneebedeckte schweizerische Grenzgebiet. Er verliert nacheinander sein Geld, seine Freiheit, seine Gesundheit. Klar analysiert er, dass Marion ihn nur "lieben" kann, wenn er Geld hat. Er ist besessen, verschleudert seine bürgerliche Existenz, wird sogar zum Mörder. Die hektische Filmmusik von Antoine Duhamel unterstützt den Eindruck von Rastlosigkeit. Auch die Erkenntnis, dass Marion ihm nach dem Leben trachtet, kann seine Liebe nicht erschüttern. Die vermeintliche Idylle im verschneiten französisch-schweizerischen Grenzgebiet erschien mir wie eine garstige Variation der letzten Begegnung Schiwagos mit Lara. Zum Ende hin wird die Beziehung Louis` zu Marion zunehmend surreal. Die Dialogzeilen zwischen den beiden über Marions Schönheit finden sich wortwörtlich in Truffauts elf Jahre später inszenierten Klassiker "Die letzte Metro" - in einer Theaterszene! Auch hier spielt Deneuve die Hauptrolle (Rollenname: Marion).
Da Belmondo vollkommen gegen sein Image als Draufgänger besetzt wurde, war dem Film seinerzeit kein finanzieller Erfolg beschieden. Er hat aber auch nach vierzig Jahren nichts von seiner Faszination eingebüßt. Für mich ist er einer der hintergründigsten Filme Truffauts.

Die Ausstattung ist allerdings eine Frechheit. Keinerlei Untertitel, die Bildqualität ist sehr durchwachsen. Zwar ist das Bild überwiegend akzeptabel (nicht wirklich gut), aber einzelne Szenen zeigen deutlich Beschädigungen der Vorlage (verwaschene Punkte oder Dropout-Invasionen), vor allem Besitzer hochsensibler Abspielmöglichkeiten werden hier aufjaulen. Der Vergleich zur Ausstattung der Filme der Truffaut-Collection schmerzt. Wenn ich bei der Bewertung der DVD nur einen Stern abziehe, liegt es daran, dass der Film leider in keiner besseren Veröffentlichung vorliegt - und ich liebe diesen Film.
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