Der Streifen ist natürlich filmhistorisch von Interesse. Ihn anzusehen ist freilich Arbeit, und an keiner Stelle Vergnügen - auch nicht mit wehmütigem Blick zurück, wie man früher einmal Filme gemacht hat. Gerade die 50er Jahre haben eine Vielzahl hochspannender und atmosphärisch dichter SF-Klassiker hervorgebracht, man denke nur an die Filme von Jack Arnold, an "Die Fliege", an "Alarm im Weltall", an "Das Ding aus einer anderen Welt", an "Die Zeitmaschine" usw. Dagegen ist dieses russische Machwerk wirklich "Real"-Sozialismus pur: ein Tiefseeabenteuer mit Kenntnisstand und Begeisterungshorizont der 50er Jahre, sehr realistisch, viel zu realistisch für einen SF-Film. Nun gut, unbekannte Strahlen und ein neues Element kommen vor, Atlantium, das für die künftige Energiegewinnung von überragender Bedeutung sein wird, blabla. Die Charaktere sind blaß und einförmig, nirgendwo entwickelt sich eine Geschichte, ein Konflikt, eine Dramatik. Der Protagonist ist einem genauso egal wie die zwei blonden breitschultrigen Russinnen, die ihn anhimmeln. Ein furchtbarer Film, den man höchstens seiner Herkunft wegen lieben kann, aber nicht um seiner selbst willen. 2 Sterne rein fürs filmmacherische Handwerk.