Die Idee, auf die Bedrohung der Wale durch einen >Öko-Thriller< hinzuweisen, ist zweifellos begrüßenswert. Aber der groß angekündigte Weihnachts-Zweiteiler des ZDF, >Das Geheimnis der Wale<, wird seinem Anspruch nicht im mindesten gerecht.
In einer neuseeländischen Bucht soll nach Erdgas gesucht werden, und diese industrielle Nutzung gefährdet die Wale. Schon früh erfährt man, dass der Nachweis eines einzigen Buckelwals genügen wird, um den Energiekonzern aus dem Feld zu schlagen, und kein Zuschauer dürfte überrascht sein, dass am Ende des Films tatsächlich ein solcher Wal gefunden wird. Übrigens handelt es sich offenbar um den einzigen Meeresbewohner; die Unterwasseraufnahmen zeigen ansonsten keinen einzigen Fisch und keine Meerespflanze.
So steril und öd wie das Meer ist die Handlung, selbst ein Rosamunde-Pilcher-Film bietet im Vergleich dazu ein Feuerwerk an Überraschungen. Da entschädigen auch nicht renommierte Schauspieler wie Veronika Feres oder Mario Adorf. Das schlampige Drehbuch - so soll z.B. die örtliche Vertreterin des Konzerns irgendwann durch einen wahrscheinlich schärferen Hund ersetzt werden, aber Auswirkungen davon sind nicht zu bemerken - und die phantasielose Regie enttäuschen so sehr, dass der Film seine Intention, Interessenten für die Sache der Wale zu gewinnen, kläglich verfehlt.