Eine tolle Musik ist es schon, die Karim Sebastian Elias für den Film "Das Geheimnis der Wale" zusammengezaubert hat. Die dramatische Komponente des Filmes bildet vor allem den Tenor dieses Scores.
Erstaunlich finde ich es jedoch, wie sehr die Kompositionsweise von Hans Zimmer bzw. von nahezu gesamter "Remote Controle" Einfluss auf andere Komponisten nimmt. Schauen wir uns doch einmal das Hauptthema genauer an: eine dramatisch aufsteigende Melodie in Moll, die im harmonischen Spiel mit Tonika-Parallelen und Gegenklängen fortentwickelt wird, untermalt von prägnanten Streicher-Sechzehntel-Bewegungen und das Ganze hin und wieder verstärkt von einem Solo-Cello. Ich denke bei diesen Merkmalen unter anderem an die Filmmusik von King Arthur (Harmonik & Solo-Cello) , Batman Begins und The Dark Knight (Streicher-Sechzehntel), aber auch an einen Hauch Dramatik aus Fluch der Karibik 3. Alles Hans-Zimmer-Scores!...
Stören tut es mich aber keinesfalls, da ich diese Art von Filmmusik bevorzuge. Und dabei schafft es Elias trotzdem der Musik seine ganz eigene Note aufzudrücken, und das macht sie dann doch wieder zu etwas eigenständigen, etwas besonderem. Sein 41 Tracks (!) umfassender Score, aufgeteilt in Suiten, kommt mit satten 81 Minuten auf eine stolze Länge, wird dabei aber nie wirklich langweilig.
Fazit: Eine tolle, passende Filmmusik und gleichzeitig Variationen über ein Thema von Hans Zimmer, und das gefällt mir!