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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
billig gemacht, 11. April 2006
Es handelt sich um ein Wörterbuch mit den wichtigsten Begriffen zu Umberto Ecos Roman "Das Focaultsche Pendel" (wobei ich einige vermisst habe, dafür aber andere gefunden, die mir aus dem Buch nicht in Erinnerung waren). Begriffe und Namen (hier einige zufällig ausgewählte: Candomblé, Nymphen, Observatoire, Adam Kadmon, National Institute of Kabballah, ...) werden jeweils in wenigen Worten (maximal 1 Spalte) beschrieben. Einige sw-Bilder und Grafiken (Reproduktionen alter Stiche, ein Plan des Conservatoire in Paris und eine schematische Darstellung der Geschichte des Okkultismus (auf der letzten Seite)) ergänzen den Text. vorausgeschickt: ich habe "das Pendel" bereits mehrfach gelesen, (es ist eines meiner allerliebsten Lieblingsbücher) und inzwischen auch schon recht gut verstanden. Die "Entschlüsselung" habe ich vor kurzem zufällig in der Bücherei entdeckt und voller Vorfreude mit nach Hause genommen, in der Hoffnung endlich mehr darüber zu erfahren, was an der Geschichte "wirklich" ist und was Eco erfunden hat, um diffizile Querverbindungen im Buch zu entdecken, oder zumindest mein Wissen über die Geheimwissenschaften und ihre Geschichte ein bisschen zu vertiefen. LEIDER NEIN. Nichts davon - oder kaum etwas. Was über den Inhalt des Buches entdeckt wird ist wirklich nicht mehr, als das was ganz offensichtlich zu lesen ist. Beispiel gefällig? Unter dem Eintrag "Canaletto" liest man folgendes: "mit Canaletto ("kleiner Kanal") ist eine Jugendbande aus jenem piemonteischen Dorf gemeint, in dem Jacopo Belbo - das "Alter Ego" Umberto Ecos in seinem Roman - aufgewachsen ist. Die Canaletto-Bande war mit der --> Viottolo-Bande verfeindet." Ja, brav, genauso steht es auch im Buch, das hat selbst der dümmste Leser kapiert. Neuigkeitswert hat einzig die Angabe, dass sich Eco hier selbst verewigt hat. Aber: Weder unter "Belbo", noch unter "Eco" oder "Alter Ego" findet man mehr zu dem Thema. Das ist nur EIN Beispiel von vielen. Die Beschreibungen der Orixas sind identisch mit den Beschreibungen die Eco selbst liefert, über Saint Germain und andere erwähnte Personen erfährt der aufmerksame Leser ebenfalls kaum Neues. Die Einträge, in denen andere Literatur außer dem "Focaultschen Pendel" einfließt (z.B über Alchemie) sind ausnahmslos zu kurz, zu fachchinesich oder zu ungenau um das Verständnis zu fördern. Interessant könnte das Buch für "Suchende" im Bereich der Okkulten Gemeinschaften sein, denn an Adressen und Kontakt-E-Mails von Geheimbünden der Gegenwart herrscht kein Mangel. Pluspunkte: die Schautafel auf der letzten Seite zeigt sehr gut wie die offiziellen Religionen, Ihre mystischen Strömungen und die moderne (und alte) Esoterik miteinander verbunden sind. Ein zweiter Stern dafür. Mein Tipp: Wenn du das Focaultsche Pendel verstehen willst, dann bleibt dir nichts anderes übrig, als es zu lesen. Mit dem Wissen aus dem Buch wirst du dir anderes Wissen im Buch erschließen können um mit diesem Wissen wieder neues Wissen zu erschließen. VIEL SPASS DABEI!
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