„Bei den Geistern meiner Ahnen", flüsterte Genia.
Aus dem Nebel schälte sich ein Reiter auf einem gehörnten Pegasus. Die mächtigen Schwingen des Tiers waren von öligem Schwarz, so wie Rabengefieder. Aus der Stirn ragte, lang wie ein Schwert, ein gewundenes schwarzes Horn, das von milchigweißem Saft benetzt war. Das Ross hinterließ flammende Spuren, wo es über die Steinplatten schritt.
Das ist ein Auszug aus einem meiner absoluten Lieblingsstellen des Romans „Das Geheimnis der Gezeitenwelt". Wie die schöne Prinzessin Genia, ihr tapferer Ritter Lorenco und der mysteriöse Hofzauberer Guelfo den vielen Gefahren trotzen, die in einer Welt lauern, in der plötzlich Fabelwesen zu unheilvollen Leben erwachen, ist ungeheuer spannend zu lesen. Den vier Autoren gelingt es meisterhaft, die Linie zwischen Realität und Traum, zwischen Legenden und Wirklichkeit immer mehr zu verwischen. Gemeinsam mit den Helden wird man immer tiefer in diese rätselhaften Ereignisse verstrickt, aus denen es kein Entrinnen zu geben scheint.
Was mir an „Geheimnis der Gezeitenwelt" ganz besonders gut gefällt, ist die Darstellung einer Welt in der Magie zu Leben erwacht und eine neue Wirklichkeit schafft. Auch in den anderen Werken der Autoren aus dem Gezeitenweltzyklus wird mit diesem Phänomen gespielt, aber da steht die Magie sozusagen noch am Anfang. Hier in diesem Buch ist sie auf dem Höhepunkt. Und so präsentieren die vier Autoren Thomas Finn, Karl-Heinz Witzko, Bernhard Hennen und Hadmar von Wieser hier ein Feuerwerk der Fantasie mit Feen, Riesen, untoten Kaisern und einem lebendigen Gott: großartiger Fantasy-Lesestoff! Und wie die verschiedenen Schicksale der Helden sich immer mehr verweben und in einem sehr überraschenden Ende gipfeln, dass ist so fesselnd geschrieben, dass man das Buch von der ersten bis zur letzten Seite verschlingt.
Bitte mehr davon!!!