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Das Geheimnis des Edwin Drood. Roman: Das Geheimnis des Edwin Drood: Kriminalroman
 
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Das Geheimnis des Edwin Drood. Roman: Das Geheimnis des Edwin Drood: Kriminalroman [Gebundene Ausgabe]

Charles Dickens , Ulrike Leonhardt , Burkhart Kroeber
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 768 Seiten
  • Verlag: Manesse Verlag (1. September 2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 371751976X
  • ISBN-13: 978-3717519768
  • Originaltitel: The Mystery of Edwin Drood
  • Größe und/oder Gewicht: 15,4 x 10,1 x 3,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 63.538 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Charles Dickens
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Einmal hat der bedeutende britische Schriftsteller Charles Dickens seine Fangemeinde regelrecht zu Tode erschreckt. Das war am 9. Juni 1870, als der Autor von so großartigen Romanen wie Die Pickwickier (1836/37) und David Copperfield (1849/50) plötzlich und unerwartet an einem Schlaganfall verstarb. Denn immerhin hatte er seinen Lesern sechs Lieferungen eines spannenden Kriminalromans hinterlassen -- nun saß man da, ohne die Lösung zu kennen, und musste selber grübeln.

Das Geheimnis des Edwin Drood hieß der Roman, und er hat die intrigante Geschichte um die einander versprochenen Waisen Edwin Drood und Rosa Bud, die einander aber nur freundschaftlich verbunden sind, zum Gegenstand. Als dann noch ein Verliebter und ein verschlagener Onkel ins Spiel kommen, Edwin Drood verschwindet und sich Rosas Vormund gemeinsam mit einem Geschwisterpaar, einem Pfarrer und einem Marineoffizier an die Lösung des Rätsels macht, hat sich die atmosphärisch dichte Fabel mit ihrer brillanten psychologischen Figurenzeichnung und ihren grandiosen Kleinstadt- und Landschaftsbeschreibungen endgültig als Kriminalgeschichte enttarnt.

Bedingt durch Dickens Tod blieb auch Edwin Drood verschwunden, und Anhänger des Romanciers wurden nicht müde, die Handlung weiterzuspinnen. Sprachlich besonders gelungen (und handlungstechnisch sehr glaubwürdig) ist die Fassung der Dickens-Expertin Ulrike Leonhardt, die jetzt mit dem Originaltext zusammen erschienen ist. 650 fesselnde Seiten, die man kaum mehr aus der Hand legen will. Soviel ist sicher: Ulrike Leonhardt hat Das Geheimnis des Edwin Drood, das Dickens uns hinterlassen hat, fulminant und auf verblüffend stringente Art und Weise gelöst. --Thomas Köster

Pressestimmen

«Was in einer Londoner Opiumhöhle beginnt und und in der Kathedrale von Cloisterham nicht endet, legt in zweiundzwanzig Kapiteln die Grundlagen einer Kriminalstory, in deren Mittelpunkt das Geheimnis steht, ob Drood, der eines Nachts plötzlich aus Cloisterham verschwindet, sich selbst aus dem Staub gemacht hat oder ob er ermordet worden ist. Und falls er ermordet worden ist - die Leiche fehlt als Beweis -, von wem?... Klug und eloquent sorgt Ulrike Leonhardt dafür, dass keine Tür, auf die Dickens in seinem Text hinweist, ungeöffnet bleibt; die alle Fäden rafft und strafft; die den Dickens'schen Text in genau jener Tonlage weiterschwingen lässt, die ihm durch die verführerische Übersetzung Burkhart Kroebers gegeben worden ist.» (Frankfurter Rundschau )

«Wenn man sich etwas wünschen könnte ins Überlebenspaket fürs Einschneien: dieser 'Edwin Drood' gehörte dazu. Gruselig, überraschend und verschlungen.» (Literarische Welt )

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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Dickens' Unvollendbarer 20. Oktober 2009
Format:Gebundene Ausgabe
Wie bewertet man ein Buch, das nicht fertig geworden ist, weil dem großen Autor der Sensenmann in die Parade fuhr? Es ist sehr schwer, das schicke ich schon mal vorweg. Desgleichen den Hinweis, dass die Lektüre in jedem Falle lohnt, dass man keine Zeit verschwendet. Dennoch hatte ich selten so gemischte Gefühle nach dem Zuklappen eines Buches. Doch von Anfang an:

Der geneigte Leser taucht nach einer recht verwirrenden aber nichtsdestoweniger großartigen Eröffnungssequenz ein in die Geschichte von John Jasper, dem opiumsüchtigen (sic!) Kantor einer Kleinstadtgemeinde, seinem Neffen, Edwin Drood, dessen Verlobter, Rosa Bud, dem Geistlichen Septimus Crisparkle und dessen Schüler, Neville Landless. So weit die recht vielfältige Hauptpersonenschar, einige nicht unwichtige Nebenpersonen kommen noch hinzu. Dickens vollbringt aber das Kunststück, den Leser nie den Überblick über seine Figuren verlieren zu lassen. Jede wird sorgfältig eingeführt.
Der leichtherzige, ein wenig zu unbekümmerte Edwin Drood nun ist der naiven kleinen Dickens-Schönheit Rosa Bud (Rosebud, die Rosenknospe) versprochen, seit die Eltern beider ein entsprechendes Abkommen eingingen; beide waren zu diesem Zeitpunkt noch kleine Kinder. So recht verstehen sie sich denn auch nicht, die einander Versprochenen, die allenthalben als Traumpaar gelten: Ständig gibt es Streitereien, und so richtig glücklich mit dem Versprochensein ist keiner der beiden inzwischen Verwaisten.
Auftritt Neville Landless, ein aus der indischen Kolonie Ceylon stammender, sehr sensibler junger Mann von aufbrausendem Gemüt. Er verliebt sich auf den ersten Blick in Rosa und gerät angesichts von Edwins unbekümmertem, fast respektlosem Umgang mit der Schönen in Harnisch.
Beide streiten sich heftig und gelten fortan als Feinde - und als Edwin plötzlich verschwindet, scheint klar, dass es nur Mord gewesen sein kann, und dass es Neville ist, der Edwin auf dem Gewissen hat. Nur Reverend Crisparkle und einige wenige weitere Freunde glauben fest an Nevilles Unschuld, und versuchen, den wahren Schuldigen zu ermitteln.

Was beinahe als Kleinstadtsatire beginnt, schlägt zur Hälfte des Buches plötzlich um in einen recht düsteren Krimi von erster literarischer Güte, der allerdings den Nachteil hat, dass einige der gelegten Spuren so offensichtlich sind, dass man schon sehr bald ahnt, wer hier der wahre Mörder ist, wie die Leiche verschwand und worum es eigentlich ging. Und so überrascht denn die Fortschreibung von Ulrike Leonhart auch nicht übermäßig in ihrer Konklusion.

Ansonsten konnte ich mich sehr gut in die Generationen der Leser einfühlen, die plötzlich, als gerade alle Fäden des Krimis aufgenommen waren und sogar ein geheimnisvoller Ermittler eingeführt wurde, verwaist zurückblieben mit der schockierenden Erkenntnis, dass es niemals eine Auflösung des Falls Drood geben wird.

Zur Ehrenrettung für die Fortschreibung muss ich noch hinzufügen, dass sie nach kurzen Startschwierigkeiten und abgesehen von ein paar allzu gewollt wirkenden Passagen wirklich gut geschrieben ist und teils richtig Spaß macht.
Dennoch schleppt sie natürlich die große Bürde, dass der zwangsläufig übergroße Zweifel bleibt, ob Dickens einen nicht am Ende doch noch so richtig überrascht hätte; schließlich war das Buch in Konkurrenz zu dem begnadeten Krimi-Plotter Wilkie Collins entstanden...

Abschließend bleibt noch zu sagen, dass die Übersetzung von Burkhard Kroeber wirklich vorzüglich ist und dass das Büchlein - wie man es aus dem Manesse-Verlag nicht anders gewohnt ist - mit perfekter Verarbeitung, tollem Papier in Fadenheftung und feinem goldgeprägten Leineneinband glänzt und ein über alle Maßen gutes Preis-Leistungsverhältnis bietet.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Dickens trat in seinem unveröffentlichten (und leider unvollendeten) Spätwerk deutlich in Konkurrenz zu seinem Freund Wilkie Collins, dessen raffinierte Detektivromane seinerzeit Furore machten. Das Fragment ist ungemein faszinierend, da es den typisch Dickensschen Qualitäten Elemente der modernen Kriminalgeschichte wie auch des Schauerromans hinzufügte - beides Erzählformen, die eben nur selten von einem Autor vom Format Charles Dickens bedient worden sind. -- Die Fortsetzung von Ulrike Leonhardt erweist sich demgegenüber als gut gemacht und gut gemeint, aber entbehrlich. Inhaltlich ist die Auflösung, die sie anbietet, gar zu spekulativ; stilistisch kopiert sie handwerklich genau, aber ohne die ganz individuelle Handschrift, die Dickens auszeichnet und die eben auf rein handwerklichen Wege unerreichbar bleibt. Daß dieser lang vergriffene Roman von Manesse wieder zugänglich gemacht wird gehört aber zu den erfreulichsten Ereignissen der letzten Zeit
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Gospelsinger TOP 100 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Edwin Drood ist schon als Kind mit Rosa Bud verlobt wurden. Die beiden mögen sich eigentlich auch, aber die Vorherbestimmtheit ihrer Beziehung ist eine so große Last, dass sie sich dauernd nur streiten.
Rosa ist in dem Mädcheninstitut, das sie besucht, mit der aus Ceylon stammenden Helena Landless befreundet, deren Zwillingsbruder Neville sich in Rosa verliebt. Neville ist ein hitziges und aufbrausendes Kerlchen und gerät in Streit mit Edwin. Und dann verschwindet Edwin Drood spurlos.
Sein opiumabhängiger Onkel Jasper, Kantor des Ortes und ein recht schmieriger Typ, der es ebenfalls auf Rosa abgesehen hat, beschuldigt Neville des Mordes.
Damit beginnt eine Kriminalgeschichte, die gleichzeitig eine herrliche Provinzsatire ist und, wie immer bei Dickens, von einer Vielzahl skurriler Typen bevölkert wird.
Die ersten Leser dieses Romans im Jahre 1870 waren fürchterlich entsetzt, als die Lieferung der Romanteile nach dem 22. Kapitel abbrach. Charles Dickens war gestorben, ohne seinen letzten Roman vollenden zu können. Seitdem ist die literarische Welt fasziniert von diesem unvollendeten Kriminalroman. Eine ganze Bibliothek kann mit Spekulationen über den von Dickens geplanten Fortgang und mit Fortschreibungen gefüllt werden.
Der in diesem Band abgedruckte von Ulrike Leonhardt weitergeschriebene Teil trifft den Tonfall und Stil von Dickens recht gut, und das von ihr erdachte Ende finde ich plausibel. An das Original reicht ihr Text natürlich nicht heran, das wäre auch zu viel verlangt. Und wer weiß, wie viele überraschende Wendungen Dickens noch für seinen ersten Kriminalroman geplant hatte.
Das Geheimnis des Edwin Drood wird sich nie endgültig lösen lassen.
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